089 - 24 24 11 33
Expertenberatung von 08 - 23 Uhr
Sie sind hier:

Aktuelle Informationen zur Air-Berlin-Insolvenz

Headerbild Aktuelle Informationen zur Air-Berlin-Insolvenz

Air Berlin, Deutschlands zweitgrößte Airline, hat am 15. August 2017 beim Amtsgericht Charlottenburg einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt. Auf dieser Seite finden Kunden stetig die neusten Informationen und alles Wissenswerte rund um die Insolvenz, da Telefonhotlines sowohl bei Air Berlin als auch bei den meisten Reisebüros aktuell überlastet sind.

  • Fast alle Flüge von Air Berlin und Niki finden weiterhin statt. Zum 15. September entfällt die erste tägliche Verbindung von Berlin-Tegel nach Abu Dhabi, die zweite zum 1. Oktober. Ab 25. September werden auch die Flüge von Berlin-Tegel nach New York und Miami sowie Karibik-Verbindungen von Düsseldorf nach Curaçao, Cancún, Havanna, Punta Cana, Puerto Plata und Varadero gestrichen. Zudem wird zum 30. September die Route Berlin-Chigaco gecancelt. Ab 1. Oktober gibt es ebenfalls keine Air-Berlin-Dienste mehr von der deutschen Hauptstadt nach Los Angeles und San Francisco sowie von Düsseldorf nach Boston. Betroffene CHECK24-Kunden werden von uns informiert.

    Um den Flugbetrieb weiterhin aufrechtzuerhalten, stellt die Bundesregierung einen Brückenkredit von 150 Millionen Euro zur Verfügung. Dies könnte laut ersten Aussagen der Presse bis zu drei Monaten reichen. Bereits gekaufte Tickets beider Airlines sind weiterhin uneingeschränkt gültig, das gilt auch für Tickets von Partnerairlines. Bei Änderungen aus z. B. operativen Gründen, werden Kunden von der Airline informiert.

  • Bei Pauschalreisen ist der Veranstalter Ihr Vertragspartner und kümmert sich um die Erbringung der Transportleistung bzw. Organsiation eines alternativen Fluges, sollte dies tatsächlich erforderlich werden.
  • Für Umbuchungen gelten hingegen weiterhin die Tarifkonditionen. Erlauben diese eine Umbuchung, ist dies weiterhin möglich. Entstehen Kosten, muss der Passagier diese tragen.
  • Wir empfehlen von Stornierungen Abstand zu nehmen, da Buchungen, die vor dem 15.08.2017 getätigt wurden, aus insolvenzrechtlichen Gründen nicht erstattbar sind. Das betrifft alle 13-stelligen E-Ticket-Nummern, die mit 745 beginnen (neben Flügen von Air Berlin auch Etihad und Niki). Tickets, die hingegen ab dem 15. August ausgestellt wurden, können storniert werden, sofern dies die Tarifkonditionen erlauben. 
  • Auch neue Tickets können weiterhin gebucht werden. Die angekündigten Flugpläne für den Sommer 2017 sowie den Winter 2017/2018 bleiben weiterhin gültig.
  • Am 25. August hat auch das Vielfliegerprogramm Topbonus einen Insolvenzantrag eingereicht. Dennoch ist es ab sofort wieder möglich, auf Flügen mit Etihad Airways sowie bei Partnern am Boden Meilen (z.B. Mietwagen bei Sixt, Europcar, Avis oder Hertz) Meilen zu sammeln. Zudem habe Topbonus einen Onlineshop eingerichtet, bei dem bestehende Meilen gegen Gutscheine eingelöst werden können.


    Was mit den Meilen geschieht, ist bisher unklar. Sie könnten ersatzlos verfallen oder in das Vielfliegerprogramm von Etihad überführt werden.

  • Am 12. September haben sich 200 Air-Berlin-Piloten krankgemeldet. Zahlreiche Flüge mussten aufgrund des Streiks gestrichen werden. Am 13. September wurden ebenfalls mehr als 40 Verbindungen gecancelt.

    • Informieren Sie sich online!

      Zum einen sind derzeit alle Hotlines überlastet, zudem anderen erhalten die einzelnen Mitarbeiter in den Callcentern nicht immer sofort die neusten Informationen.

      Halten Sie sich stattdessen auf dieser Seite über die Air-Berlin-Insolvenz auf dem Laufenden. Der Inhalt wird stetig aktualisiert, sobald es neue Informationen gibt.

      Neben dieser Seite informiert auch Air Berlin ihre Kunden mit neusten Informationen.

    • Generell sollten Sie jedoch wie geplant zum Airport fahren.

      Der Sinkflug von Air Berlin begann bereits 2001, nachdem Etihad Airways fast 30 Prozent der Airline erwarb, um sich Landerechte in Europa zu sichern. Ein Jahr später konnte Air Berlin bei 4.3 Milliarden Euro Umsatz mit sieben Millionen Euro den ersten und einzigen Gewinn verbuchen, seit die Airline 2007 mit der LTU fusioniert hatte. Bereits 2013 überstiegen die Schulden dann erstmals das Eigenkapital. Durch ein zunehmend schwierigeres wirtschaftliches Umfeld – unter anderem durch das Erstarken vieler Billigflieger – stieg der Verlust von Air Berlin dramatisch an und summierten sich 2016 auf 760 Millionen Euro. Nur Großaktionär Etihad hielt die Airline mit großzügigen Finanzspritzen über Wasser. Nun haben die Araber jedoch laut Air Berlin den Geldhahn zugedreht, womit keine positive Fortführungsprognose die Air Berlin PLC mehr gegeben sei. Daher war die Insolvenz nicht mehr abzuwenden. Die Lufthansa hilft bei der Neuorganisierung von Air Berlin und will offenbar Teile der Gesellschaft übernehmen.


      Um Geld zu generieren, hatte Air Berlin Anfang 2017 bereits 38 Flugzeuge vom Typ Airbus A319 und A320 inklusive Crews der Lufthansa per Leasingvertrag überlassen. Nach der Insolvenz will die Kranichairline offenbar weitere Teile von Air Berlin komplett übernehmen. Wie nun bekannt wurde, will die Lufthansa unter anderem die österreichische Air-Berlin-Tochter Niki komplett, sowie weitere Teile der insolventen Air Berlin schlucken, nicht jedoch das gesamte Unternehmen. Als weitere Interessenten für Unternehmensteile werden Easyjet und Thomas Cook mit Condor gezählt. Die Verhandlungen mit der Lufthansa seien laut Air Berlin weit fortgeschritten und verliefen erfolgsversprechend, allerdings haben deutsche und europäische Kartellbehörden Bedenken angemeldet.


      Hinweis: Stand der Informationen: 13.09.2017, 14:17 Uhr; alle Angaben ohne Gewähr.

      Artikel teilen

      Über den Autor

      Holger Zehden

      Egal ob neue Flugroute, skurrile Verkehrsregeln im Ausland oder Tipps für einen gelungenen Urlaub: Als Online-Redakteur im Reisebereich von CHECK24 bin ich für News und Blogbeiträge verantwortlich, schreibe aber auch Texte rund um die Themen Flug und Hotel. Da ich privat wie beruflich bereits kreuz und quer durch Europa und die Welt reisen durfte, kann ich vieles aus persönlicher Erfahrung berichten.