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Air-Berlin-Insolvenz - Aktuelle Informationen

Air-Berlin-Insolvenz - Aktuelle Informationen

Air Berlin, Deutschlands zweitgrößte Airline, hat am 15. August 2017 beim Amtsgericht Charlottenburg einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung eingereicht und seit dem 27. Oktober 2017 den Betrieb eingestellt. Auf dieser Seite finden Kunden stetig die neusten Informationen und alles Wissenswerte rund um die Insolvenz.

  • Seit dem 28. Oktober 2017 werden keine Air-Berlin-Flüge mehr durchgeführt.
  • Großteile der Flotte werden von Lufthansa und Easyjet übernommen. Dies gilt jedoch nicht oder nur indirekt für ehemalige Routen und Tickets der insolventen Airline. Betroffene CHECK24-Kunden werden von uns informiert.
  • Der Betrieb der Tochterkonzern Niki und LGW geht zunächst bis Jahresende weiter. 
  • Bereits gekaufte Tickets für Air-Berlin-Flüge (mit AB-Code) können nicht mehr genutzt werden. 
  • Mit Ende des Flugbetriebs hat auch das Service Center von Air Berlin den Dienst eingestellt
  • Das Niki Service Team ist unter der Telefonnummer 0049 (0) 180 664 5411 erreichbar.
  • Für Tickets, die nach dem 15.08.2017 gekauft wurden, sollte der Preis von einem hierfür eingerichteten Treuhandkonto zurückerstattet werden.
  • Bei direkt über Air Berlin gebucht Niki-Flügen wollen die Österreicher den Kaufpreis kostenlos zurückerstatten. 
  • Für Air-Berlin-Tickets, die vor dem 15.08. gekauft wurden, bietet Eurowings 50 Prozent Rabatt auf Ersatzflüge an. Dies gilt für Flüge im Reisezeitraum vom 28.10. bis 15.11.2017.
  • Bei Pauschalreisen ist der Veranstalter Ihr Vertragspartner und kümmert sich um die Erbringung der Transportleistung bzw. Organsiation eines alternativen Fluges, sollte dies tatsächlich erforderlich werden. 
  • Am 25. August hatte das Vielfliegerprogramm Topbonus einen Insolvenzantrag eingereicht. Nach einer kurzen Pause ist es nun wieder möglich, auf Flügen mit Etihad Airways sowie bei Partnern am Boden Meilen (z.B. Mietwagen bei Sixt, Europcar, Avis oder Hertz) Meilen zu sammeln und einzulösen. Zudem habe Topbonus einen Onlineshop eingerichtet, bei dem bestehende Meilen gegen Gutscheine eingelöst werden können.
  • Sämtliche Statusvorteile sind jedoch nicht mehr gültig.

    Sobald es neue Informationen über die Air-Berlin-Insolvenz gibt, erfahren Sie diese zeitnah hier, auf der Website von Air Berlin oder auf der offiziellen Informationsseite zum Insolvenzverfahren der Fluggesellschaft.


    Der Sinkflug von Air Berlin begann bereits 2001, nachdem Etihad Airways fast 30 Prozent der Airline erwarb, um sich Landerechte in Europa zu sichern. Ein Jahr später konnte Air Berlin bei 4.3 Milliarden Euro Umsatz mit sieben Millionen Euro den ersten und einzigen Gewinn verbuchen, seit die Airline 2007 mit der LTU fusioniert hatte. Bereits 2013 überstiegen die Schulden dann erstmals das Eigenkapital. Durch ein zunehmend schwierigeres wirtschaftliches Umfeld – unter anderem durch das Erstarken vieler Billigflieger – stieg der Verlust von Air Berlin dramatisch an und summierte sich 2016 auf 760 Millionen Euro. Nur Großaktionär Etihad hielt die Airline mit üppigen Finanzspritzen über Wasser. Nun haben die Araber jedoch laut Air Berlin den Geldhahn zugedreht, womit keine positive Fortführungsprognose der Air Berlin PLC mehr gegeben und eine Insolvenz nicht mehr abzuwenden war.

    Mittlerweile haben sich die Verantwortlichen von Air Berlin für eine Zerschlagung und einen Teilverkauf des Konzerns entschieden. Nachdem Air Berlin Anfang 2017 bereits 38 Flugzeuge vom Typ Airbus A319 und A320 inklusive Crews der Lufthansa per Leasingvertrag überlies, hat die Kranichairline am 12. Oktober 2017 einen Kaufvertrag über 20 Jets aus der Air-Berlin-Flotte sowie die Tochtergesellschaften Niki und LG Walter unterzeichnet. In den Medien wird ein Kaufpreis von 210 Millionen Euro kolportiert. Auf einer internen Jobbörse will der Konzern rund 1.500 Mitarbeiter von Air Berlin für neue Stellen bei Eurowings rekrutieren. Jetzt muss nur noch die EU-Komission den Deal kartellrechtlich prüfen. Dafür hat sie maximal 90 Tage ab Vertragsunterzeichnung Zeit. 

    Neben der Lufthansa hatte sich der Aufsichtsrat ebenfalls für einen exklusiven Verkauf von Flottenteilen an Easyjet ausgesprochen. Der britische Billigflieger wird nun 25 Maschinen aus Air-Berlin-Beständen leasen und bis zu 1.000 Piloten und Flugbegleiter übernehmen. Damit sind laut Insolvenzverwalter Frank Kebekus alle Unternehmensteile der Air Berlin verkauft worden.

    Hinweis: Stand der Informationen: 13.11.2017, 15:00 Uhr; alle Angaben ohne Gewähr.

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    Über den Autor

    Holger Zehden

    Egal ob neue Flugroute, skurrile Verkehrsregeln im Ausland oder Tipps für einen gelungenen Urlaub: Als Online-Redakteur im Reisebereich von CHECK24 bin ich für News und Blogbeiträge verantwortlich, schreibe aber auch Texte rund um die Themen Flug und Hotel. Da ich privat wie beruflich bereits kreuz und quer durch Europa und die Welt reisen durfte, kann ich vieles aus persönlicher Erfahrung berichten.