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Insolvenz von Thomas Cook:
Aktuelle Informationen

Update
Letztes Update 24.01.2020, 12:04 Uhr

Neueste Informationen:

  • Die Insolvenzversicherung Zurich hat den Gesamtschaden am 11. Dezember auf 347 Millionen Euro beziffert. Betroffenen Kunden werden 17,5 Prozent ihrer Ansprüche erstattet
  • Die Bundesregierung hat zuvor zugesichert, von der Thomas Cook-Insolvenz betroffenen Kunden finanziell zu helfen. Der Betrag, für den der zuständige Insolvenzversicherer nicht aufkommt, soll durch den Bund ersetzt werden.
  • Betroffenen Kunden wird ein Aufforderungsschreiben per Post zugestellt, das die Bearbeitung der Forderungsanmeldung erleichtert.
  • Condor wird von der Polish Aviation Group (PGL) übernommen, die auch Eigentümerin der polnischen Fluggesellschaft LOT Polish Airlines (LOT) ist.
  • Thomas Cook hat alle Reisen abgesagt. Kunden mit Buchungen der Veranstalter Thomas Cook, Neckermann Reisen, Öger Tours, Bucher Reisen, Air Marin und Thomas Cook International mit Antrittsdatum (Hinreisetermin) ab Mittwoch, 1. Januar 2020 können ihre Reisen aus insolvenzrechtlichen Gründen nicht antreten. Die gebuchten Leistungen sind nicht gewährleistet – weder die gebuchte Airline, auch wenn diese als Linienflug im Rahmen einer Pauschalreise gebucht wurde, noch das gebuchte Hotel werden die Gäste akzeptieren.
  • Für die Schweizer Gesellschaft Thomas Cook International AG (TCI) wurde am 1. Oktober 2019 auch das Insolvenzverfahren eröffnet.
  • Wichtige Information für Verbraucher: Derzeit werden Betrugs-Emails mit dem Betreff "Wichtig: Erstattung Ihrer Thomas Cook-Reise" versendet, in denen sensible Daten abgefragt werden, beispielsweise Pass- und Kreditkartendaten. Diese Emails stammen nicht von Thomas Cook. Reagieren Sie nicht auf diese Emails und löschen Sie diese.
  • Nach dem britischen Mutterkonzern Thomas Cook PLC haben auch die zugehörigen deutschen Reiseveranstalter Thomas Cook, Neckermann, Bucher Reisen, Öger Tours und Air Marin Insolvenz beantragt. Condor und Aldiana sind von der Insolvenz nicht betroffen.
  • Kunden, deren Urlaub bevorsteht und deren Reise nicht vom Reiseveranstalter abgesagt wurde, wird empfohlen, im Zweifel wie geplant zum Flughafen oder ins Hotel zu fahren und sich vor Ort über den Status zu informieren.
  • Separat, nicht als Teil einer Pauschalreise gebuchte Flüge mit Condor finden nach Informationen von Condor planmäßig statt.
  • Auch Condor-Flüge, die Teil einer Pauschalreise eines anderen Reiseveranstalters sind, werden planmäßig durchgeführt. Ausnahme: Wenn die Flüge Teil einer Pauschalreise über einen Veranstalter der Thomas Cook-Gruppe (Thomas Cook, Neckermann, Bucher Reisen, Öger Tours oder Air Marin) sind, werden die Passagiere nicht befördert. Den Rückflug können Thomas Cook-Pauschalreisegäste, die bereits im Urlaub sind, aber wie geplant antreten.
  • Kunden, deren bezahlte Pauschalreise nicht oder nur teilweise durchgeführt wurde, haben möglicherweise Anspruch auf Erstattung des gezahlten Reisepreises und auf Schadensersatz wegen entgangener Urlaubsfreuden gegenüber ihrem Reiseveranstalter. Ansprüche können beim Insolvenzverwalter, der Kanzlei Hermann Wienberg Wilhelm (Internetseite) geltend gemacht werden. Kunden mit einer Buchung über Thomas Cook International steht auf der Internetseite des Konkursamtes Höfe ein Formular zur Einreichung der Forderungen sowie weitere Informationen zur Verfügung. Aufgrund der Insolvenz können Kunden bei der Insolvenzversicherung Ansprüche geltend machen. Für die Abwicklung hat der Insolvenzversicherer Zurich den Dienstleister KAERA AG beauftragt. Informationen zum weiteren Vorgehen finden Sie auf der Internetseite von KAERA. Eine Schritt für Schritt Anleitung von uns dafür finden Sie hier. 
  • Die Insolvenzversicherung hat mittlerweile eine eigene Infoseite mit stetig aktualisierten Informationen, u.a. für Urlauber am Urlaubsort, eingerichtet.

Die Rettung von Thomas Cook in Großbritannien ist gescheitert: Der weltweit zweitgrößte Tourismuskonzern hat in der Nacht zum Montag, 23. September 2019, seinen Geschäftsbetrieb in Großbritannien eingestellt. Alle britischen Reisen und Flüge von Thomas Cook wurden gestrichen. 

Am Mittwoch, dem 25. September 2019, haben auch die zugehörigen deutschen Veranstalter Insolvenzantrag gestellt.

In Deutschland ist der Konzern mit den Veranstaltermarken Thomas Cook (Thomas Cook Signature, Thomas Cook Signature Finest Selection), Neckermann Reisen, Öger Tours, Bucher Reisen und Air Marin sowie der Fluglinie Condor vertreten. Condor ist nicht Teil des Insolvenzverfahrens.

Was sich für betroffene Urlauber ändert, lesen Sie hier.


Informationen für Pauschalreise-Kunden von Thomas Cook, deren Reise noch bevorsteht


Wichtiger Hinweis
Weitere Information finden Sie auch auf der Website von Thomas Cook Deutschland

https://www.thomascook.de/


CHECK24 Kunden wenden sich mit Fragen bitte an folgende E-Mail-Adresse:

thomascook@check24.de

  • Reisen mit Antrittstermin (Hinreisetermin) ab Mittwoch, 1. Januar 2020, die bei den Veranstaltern Thomas Cook, Neckermann Reisen, Öger Tours, Bucher Reisen, Air Marin und nun auch Thomas Cook International sowie Neckermann Individual & Dynamisch gebucht wurden, werden laut Reiseveranstalter nicht durchgeführt und technisch storniert. Die Reisen können nicht angetreten werden, da laut Angaben von Thomas Cook nicht gewährleistet ist, dass die gebuchte Leistung erbracht wird. Weder die gebuchte Airline noch das gebuchte Hotel werden die Gäste akzeptieren.
  • Alle Linienflüge, die im Rahmen einer Pauschalreise mit Antrittsdatum ab dem 1. Januar 2020 gebucht wurden, können nicht angetreten werden. Dies gilt auch dann, wenn die Airline Kunden die Durchführung des Fluges bestätigt haben sollte. 
  • Buchungen können derzeit leider nicht im Buchungssystem geändert oder storniert werden. Es werden keine offenen Beträge per Lastschrift/Kreditkarte eingezogen. Überweisungen seitens der Kunden sollen nicht getätigt werden.
  • Wir empfehlen allen Kunden, die keine Absage vom Reiseveranstalter erhalten haben, im Zweifel zum Flughafen oder ins Hotel zu fahren und sich vor Ort über den Status zu informieren.
  • Auf www.neckermann-reisen.de agiert Thomas Cook weiterhin als Vermittler von Fremdleistungen anderer Veranstalter und Unternehmen. Deren Durchführung fällt nicht unter die Insolvenz von Thomas Cook und ist somit gewährleistet.

Das müssen Fluggäste von Condor jetzt wissen


Wichtiger Hinweis
Weitere Informationen finden Sie auch auf der Website von Condor.

CHECK24 Kunden, die einen Flug bei Condor gebucht haben, wenden sich mit Fragen bitte an folgende E-Mail-Adresse:

condor@check24.de

  • Laut aktuellen Informationen ist die Tochtergesellschaft Condor nicht von der Insolvenz betroffen und führt ihren Flugbetrieb fort. Die Bundesregierung und das Land Hessen halfen Condor mit einem Kredit über 380 Millionen Euro aus, der gewährleisten soll, dass der Flugbetrieb mindestens bis zum Winter aufrechterhalten bleibt.
  • Am 24. Januar wurde bekannt, dass Condor von der Polish Aviation Group (PGL) übernommen wird. PGL ist auch Eigentümerin der polnischen Fluggesellschaft LOT Polish Airlines (LOT), Condor wird in Deutschland jedoch voraussichtlich unter der eigenen Marke weiter operieren.
  • Separat, nicht als Teil einer Pauschalreise gebuchte Flüge mit Condor finden nach aktuellen Informationen wie geplant statt.
  • Auch Condor-Flüge, die Teil einer Pauschalreise eines anderen Reiseveranstalters sind, werden planmäßig durchgeführt. Ausnahme: Wenn die Flüge Teil einer Pauschalreise über einen Veranstalter der Thomas-Cook-Gruppe (Thomas Cook, Neckermann, Bucher Reisen, Öger Tours oder Air Marin) sind, werden die Passagiere nicht befördert. Den Rückflug können Thomas Cook-Pauschalreisegäste aber wie geplant antreten.

Das können Kunden tun, deren Reise abgesagt bzw. nicht oder nur teilweise durchgeführt wurde

Sollte Ihre bezahlte beziehungsweise angezahlte Reise nicht oder nur teilweise durchgeführt werden, können Sie eventuell geleistete Zahlungen rückgängig machen sowie gegenüber dem Reiseveranstalter beziehungsweise dessen Insolvenzversicherung Zurich und dem Insolvenzverwalter Ansprüche geltend machen. Die Gesamtschadenssumme wurde auf 347 Millionen Euro beziffert. Aus den zur Verfügung stehenden Mitteln werden betroffenen Kunden 17,5 Prozent ihres Anspruches erstattet, wie der Versicherer am 11. Dezember mitteilte. Die Bundesregierung hatte zuvor zugesichert, für den Betrag einzuspringen, für den der zuständige Insolvenzversicherer nicht aufkommt. Betroffene müssen dafür zunächst nicht selbst aktiv werden, Anfang 2020 informiert die Bundesregierung über weitere Schritte zur Abwicklung.

  • Falls Sie die Reise per Lastschrift oder Kreditkarte bezahlt haben, können Sie eventuell geleistete Zahlungen nachträglich rückgängig machen.
    Bei Lastschrift wenden Sie sich für eine sogenannte „Rücklastschrift“ an Ihre kontoführende Bank – in der Regel ist dies bis zu 8 Wochen nach der Abbuchung möglich. Sollte die Rücklastschrift abgelehnt werden, reichen Sie die schriftliche Ablehnung bitte zusammen mit Ihren weiteren Reiseunterlagen beim Insolvenzversicherer des Reiseveranstalters ein.
    Bei Kreditkartenzahlung wenden Sie sich für ein sogenanntes „Chargeback-Verfahren“ an die Bank, die die Kreditkarte herausgegeben hat – in der Regel ist dies bis 120 Tage nach dem geplanten Abreisetermin möglich. Wichtiger Hinweis für Pauschalreisen: Für den Chargeback-Antrag sollten Sie sich zuerst eine Schadensnummer von der Insolvenzversicherung besorgen und die Schadensregulierung abwarten. Reichen Sie daher vor dem Chargeback-Antrag Ihre Ansprüche bei der Insolvenzversicherung ein (Anleitung siehe unten) und warten Sie, bis Ihr Schaden reguliert wurde (nicht erforderlich bei Hotelbuchungen ohne Flug). Wir erwarten einen Abschluss der Regulierungen bis Ende des Jahres. Reichen Sie dann das Regulierungsschreiben der Insolvenzversicherung mit Angabe Ihrer Schadensnummer zusammen mit Ihrem Chargeback-Antrag ein. Sollten Sie Erstattungen durch den Staat erhalten, müssen im Rahmen des Chargeback-Verfahrens bereits erstattete Summen zurückgezahlt werden.
  • Kunden, deren Reisen abgesagt oder nicht vollständig durchgeführt wurden, haben möglicherweise Anspruch auf Erstattung des gezahlten Reisepreises und auf Schadenersatz wegen entgangener Urlaubsfreuden gegenüber ihrem Reiseveranstalter. Wenden Sie sich mit Ihrem Anspruch an den Insolvenzverwalter, die Kanzlei Hermann Wienberg Wilhelm (Internetseite).
  • Kunden mit einer Buchung über Thomas Cook International steht auf der Internetseite des Konkursamtes Höfe ein Formular zur Einreichung der Forderungen sowie weiterführende Informationen zur Verfügung.
  • Aufgrund der erfolgten Insolvenz können Sie bei der Insolvenzversicherung Ansprüche geltend machen. Für die Abwicklung von Ansprüchen hat der Insolvenzversicherer Zurich den Dienstleister KAERA AG beauftragt. KAERA prüft die Eintrittspflicht und Regulierung der einzelnen Ansprüche. Informationen zum weiteren Vorgehen finden Sie auf der Internetseite von KAERA. Eine Schritt für Schritt Anleitung dafür finden Sie hier.  Die Insolvenzversicherung hat mittlerweile auch eine eigene Infoseite mit stetig aktualisierten Informationen, u.a. für Urlauber am Urlaubsort, eingerichtet.
  • Sollten Sie eine Reiseversicherung (zum Beispiel Reiserücktritt- oder Reiseabbruchversicherung) abgeschlossen haben, haftet diese im Insolvenzfall normalerweise nicht. Bei Fragen hierzu wenden Sie sich bitte an Ihre Versicherungsgesellschaft.
  • Für Kunden, die Fragen zu Ihrer abgesagten Reise haben, hat Thomas Cook eine eigene Telefon-Hotline eingerichtet: Tel. 06171 - 65 65 190.

Hintergründe zur Insolvenz des Thomas Cook Konzerns

Thomas Cook, ältester und einst zweitgrößter Tourismus-Konzern der Welt, konnte trotz aller Rettungsversuche durch Gläubiger und Banken nicht wieder auf Kurs gebracht werden. Das Unternehmen war bereits 2018 durch die Auswirkungen des Brexit-Votums und der damit verbundenen Reiseunlust der Briten sowie einer milliardenschweren Abschreibung durch eine Tochterfirma ins Straucheln geraten. Bis zuletzt gab es positive Gespräche mit Gläubigern und dem chinesischen Hauptaktionär Fosun, um die 900 Millionen Pfund (umgerechnet knapp eine Milliarde Euro) für die Rettung von Thomas Cook aufzubringen. Der Sanierungsplan für das marode Unternehmen sollte in der Woche vom 23. September abgesegnet werden. Als allerdings einer der Hauptgläubiger, die Royal Bank of Scotland, kurzfristig eine weitere Bereitstellung abgesicherter Mittel in Höhe von 200 Millionen Pfund gefordert hat, musste das Unternehmen Konsequenzen ziehen und gilt seitdem als zahlungsunfähig. Am 25. September stellten dann die zugehörigen deutschen Reiseveranstalter (nicht die Fluglinie Condor) Insolvenzantrag.

Zur Thomas Cook-Gruppe gehören in Deutschland die Reiseveranstalter-Marken Neckermann Reisen, Öger Tours, Bucher Reisen und Air Marin, die Fluggesellschaft Condor sowie mehrere Hotelmarken.


Hinweis: Stand der Informationen: 24.01.2020, 12:04 Uhr; alle Angaben ohne Gewähr.

Hinweis: CHECK24 übernimmt keine Garantie für die Aktualität, Vollständigkeit und Richtigkeit der bereitgestellten Informationen. Die Inhalte unserer Artikel sind sorgfältig und nach bestem Wissen ausgesucht und zusammengestellt. Sie dienen als Inspiration für unsere Leser, stellen Empfehlungen der Redaktion und in keinem Fall eine Rechtsberatung dar.

 

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