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Griechenland mit Corona-Sommerwelle: Das sollten Urlauber beachten

München, 06.07.2022 | 10:10 | soe

In Griechenland steigen die Corona-Zahlen wieder an. Am Beginn der Hochsaison verzeichnet das beliebte Urlaubsland die zweithöchste Inzidenz Europas, insbesondere die Touristengebiete auf den griechischen Inseln sind betroffen. Die meisten Krankheitsverläufe sind jedoch mild, auch das Gesundheitssystem wird derzeit kaum durch Corona-Patienten und -Patientinnen belastet. Urlauber und Urlauberinnen können sich zudem durch die gängigen Hygienemaßnahmen schützen.


Mykonos Windmühlen
Griechenland verzeichnet aktuell erhöhte Corona-Fallzahlen, die Krankheitsverläufe sind jedoch meist leicht.
Viele Griechenland-Fans haben sehnlichst auf diesen Sommer gewartet: Die Einreisebeschränkungen sind aufgehoben, die Hotels bereit und die Corona-Maßnahmen im öffentlichen Leben kaum noch spürbar. Mitten in der touristischen Hochsaison steigen die Fallzahlen in dem südosteuropäischen Staat jedoch wieder an, aktuell meldet Griechenland die europaweit zweithöchsten Werte nach Frankreich. Besonders betroffen sind die beliebten Inseln der südlichen Ägäis, die Region rund um die Hauptstadt Athen sowie die Inseln Korfu, Kefalonia und Zakynthos. Touristen und Touristinnen müssen sich die Vorfreude auf ihren Urlaub jedoch nicht nehmen lassen, denn die gängigen Hygienemaßnahmen können das Ansteckungsrisiko erheblich reduzieren.
 
Freiwilliges Masketragen in Innenräumen
 
Zwar gilt die Maskenpflicht in Griechenland nur noch im Gesundheitswesen sowie im öffentlichen Nahverkehr, durch das freiwillige Aufsetzen eines Mund-Nase-Schutzes in weiteren öffentlichen Innenräumen können Reisende sich selbst und andere jedoch schützen. So ist es ratsam, beispielsweise in Geschäften, in Restaurants außerhalb des eigenen Tisches oder am Flughafen die Maske weiterhin zu tragen. In öffentlichen Verkehrsmitteln gilt in Griechenland die Regelung, dass bei freier Platzwahl ohnehin eine Maske getragen werden muss, so beispielsweise in Stadtbussen oder auf Fähren. In Transportmitteln mit reservierbaren Plätzen wie auf Inlandsflügen oder Überlandzügen und -bussen ist das Utensil nicht verpflichtend, angesichts der erhöhten Fallzahlen aber empfehlenswert. In Flugzeugen, die von einem deutschen Flughafen in Richtung Griechenland starten oder von dort nach Deutschland fliegen, schreibt das deutsche Infektionsschutzgesetz ohnehin eine Maske vor. Möglicherweise kehrt die Maskenpflicht in Griechenland auch in einigen weiteren Bereichen zurück, falls die Ansteckungsrate weiterhin ansteigt.
 
Kaum schwere Verläufe
 
Verantwortlich für die steigenden Fallzahlen in Griechenland sind die beiden Untervarianten des Corona-Omikron-Stamms BA.4 und BA.5. Sie gelten als sehr ansteckend, verursachen jedoch in der Regel keine schweren Krankheitsverläufe. Dies spiegelt sich auch in der aktuellen Auslastung des griechischen Gesundheitssystems wider: Gesundheitsminister Thanos Plevris äußerte gegenüber Pressevertretern und Pressevertreterinnen, dass der Anstieg der Fälle nicht unerwartet komme und die Intensivstationen derzeit nicht unter Druck stünden. Von den 600 landesweit verfügbaren COVID-Intensivbetten seien im Moment nur rund 100 belegt. Auffällig sei allerdings die Altersstruktur der Personen, die sich aktuell mit Corona anstecken. Die meisten von ihnen seien junge Leute zwischen 18 und 24 Jahren, die in den Urlauberhochburgen ohne Schutzmaßnahmen ausgelassen gefeiert haben.
 
Hygienemaßnahmen in den Hotels
 
Während der Corona-Pandemie haben die griechischen Hotels Hygieneprotokolle eingeführt, welche größtenteils noch immer Anwendung finden. So achten die Hoteliers nach wie vor auf Distanzregelungen und Desinfektionsmaßnahmen der Zimmer und Gemeinschaftsbereiche, stellenweise sind die Kapazitäten beispielsweise am Hotelpool noch immer reduziert. So wird sichergestellt, dass das Infektionsrisiko während des Aufenthalts so gering wie möglich bleibt. Urlauber und Urlauberinnen können außerdem zu ihrer eigenen Sicherheit beitragen, indem sie bereitgestellte Handdesinfektionsmittel nutzen und größere Menschenansammlungen nach Möglichkeit meiden.

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