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Cholera-Fälle in Kenia: Kein Leitungswasser trinken

München, 23.08.2017 | 16:08 | mja

Weil in Kenia in diesem Jahr bereits mehr als 1.200 Menschen an Cholera erkrankt sind, wird Reisenden empfohlen, sorgfältig auf Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene zu achten. Aufgrund der Darmerkrankung wurden bereits zwei Hotels in Nairobi vorübergehend geschlossen. Das teilte das Centrum für Reisemedizin (CRM) aus Düsseldorf auf seiner Website mit.


Giraffen in Kenia
Neben Garissa, Kisumua, Machakos ist auch Nairobi von Cholera betroffen.
Laut CRM sollen Urlauber kein Leitungswasser, sondern ausschließlich abgefüllte Getränke konsumieren. Außerdem wird geraten auf rohe, ungeschälte Früchte, Gemüse und Salate zu verzichten. Auch bereits geöffnete Säfte, Eiscreme sowie nicht durchgegarte Fleisch- oder Fischgerichte sollten gemieden werden. Kenia-Urlaubern wird zudem empfohlen, häufig die Hände zu waschen und zu desinfizieren, um das Infektionsrisiko zu reduzieren.

Vor allem die Städte Garissa, Kisumua, Machakos und Nairobi sind von den Cholera-Ausbrüchen betroffen. Speziell Schwangere, Kinder, Rucksacktouristen und Menschen mit Immunschwäche wird zu einer Impfung geraten, so Tomas Jelinek, Wissenschaftlicher Leiter des Centrums für Reisemedizin. Steckt sich diese Risikogruppe mit Cholera an, so muss mit einem lebensbedrohlichen Krankheitsverlauf gerechnet werden. Für Kinder sei die Schluckimpfung bereits ab zwei Jahren möglich.

„Cholera ist eine Darmerkrankung, die mit Erbrechen und starkem wässrigen Durchfall einhergeht und unbehandelt lebensbedrohlich sein kann", sagte Jelinek. Der Erreger Vibrio cholerae breite sich vor allem bei unzureichenden sanitären Verhältnissen aus. Die Inkubationszeit beträgt etwa zwei bis fünf Tage.

 

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