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Kreidefelsen auf Rügen wegen Baumaßnahmen gesperrt

München, 02.09.2021 | 11:24 | soe

Urlauber auf Rügen müssen für ein halbes Jahr auf den Besuch des berühmten Königsstuhl verzichten. Die Felsformation an den Kreidefelsen wird von Ende dieses Jahres bis Mitte 2022 für Besucher gesperrt, wie das Touristikportal Reise vor9 berichtet. Grund ist die Errichtung einer neuen Aussichtsplattform, welche über den Kreidefelsen schweben soll.


Ostsee Rügen
Auf Rügen wird an den berühmten Kreidefelsen eine neue schwebende Aussichtsplattform errichtet.
Mit der feierlichen Grundsteinlegung am 30. August begann die Baumaßnahme der Plattform, welche Besuchern nach ihrer Fertigstellung eine spektakuläre Aussicht über Rügens Wahrzeichen gewähren soll. Vorerst sorgt sie jedoch für einige Einschränkungen für Touristen: Wie der Nationalpark Jasmund mitteilt, wird der Königsstuhl von Ende 2021 an für sechs Monate für die Öffentlichkeit gesperrt. Durch die Aussichtsplattform soll die Felsformation künftig geschont werden, ohne dass Einheimische und Urlauber auf den Ausblick über die Kreidefelsen verzichten müssen.
 
Skywalk Königsweg
 
Die Planungen für den neuen Skywalk laufen bereits seit zehn Jahren. Vorgesehen ist der Bau eines schlaufenförmigen Weges, der in einer Schwebekonstruktion 118 Meter über dem Boden oberhalb der Klippe aufragt. Er soll 90 Meter lang, 19 Meter breit und barrierefrei zugänglich sein, der Zutritt wird nur in eine Richtung erlaubt. Gehalten wird das Konstrukt von zwei Abspannmasten, deren Rohre 48 Meter tief im Kreidefelsen verankert sind. Das Budget für den Neubau beträgt rund 7,6 Millionen Euro.
 
Schonung des Kreidefelsens
 
Mit der Schwebeplattform sollen die berühmten Kreidefelsen, welche jährlich mehrere Hunderttausend Besucher anziehen, entlastet werden. Durch natürliche Erosionsprozesse wird das Material ohnehin immer weiter abgetragen, mit der neuen Konstruktion wird die Klippe nun zumindest von dem Gewicht der alten Aussichtsplattform befreit. Diese saß direkt auf dem Felsen auf. Mit dem Projekt will die Stadt Sassnitz den nachhaltigen Tourismus der Region stärken.

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