Teneriffa: Hohe Strafen für Wandern mit schlechter Ausrüstung

Auf Teneriffa treten ab sofort neue Regeln für Wandernde in Kraft. Wer unzureichend ausgerüstet den Vulkan Pico del Teide besteigt, muss künftig mit hohen Geldstrafen rechnen. Die Maßnahmen sollen die Sicherheit verbessern und unnötige Rettungseinsätze vermeiden.
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Der Pico del Teide ist der höchste Berg Spaniens und sollte nur fachgerecht ausgerüstet bestiegen werden.
Der Teide-Nationalpark zieht jährlich Millionen von Urlauberinnen und Urlaubern an. Trotz der Beliebtheit unterschätzen viele die Bedingungen am Gipfel des Vulkans, wo Minusgrade, Schnee und starker Wind keine Seltenheit sind. In der Vergangenheit kam es deshalb häufig zu Rettungseinsätzen für Wandernde in ungeeigneter Kleidung oder ohne nötige Ausrüstung. Um dem entgegenzuwirken, werden nun Geldstrafen von bis zu 1.800 Euro verhängt. Diese setzen sich aus 1.200 Euro Bergungskosten und einer Geldstrafe von bis zu 600 Euro zusammen.

Wer ist betroffen und wie können sich Wandernde schützen?

Laut Ministerin Blanca Pérez zielen die neuen Strafen auf jene ab, die am Pico del Teide selbstverschuldet in eine Notsituation geraten und deshalb gerettet werden müssen. Dazu zählen beispielsweise Wandernde in Flipflops oder mit kurzen Hosen, die keinen Schutz vor dem kalten Wetter der Höhenlage bieten. Urlauberinnen und Urlauber, die eine Wanderung auf Teneriffa planen, sollten daher unbedingt wetterfeste Kleidung, festes Schuhwerk und weitere notwendige Ausrüstung mitführen. Die Behörden empfehlen außerdem, sich vorab über die Wetterlage zu informieren und Touren sorgfältig zu planen.

Welche Folgen haben die neuen Regeln?

Die Maßnahmen sollen nicht nur die Sicherheit von Wandernden gewährleisten, sondern auch die Einsatzkräfte entlasten. Die Regierung erhofft sich zudem eine erhöhte Sensibilisierung für die Gefahren am Teide und eine Reduzierung vermeidbarer Einsätze. Laut einem Bericht des Lokalmediums „Teneriffa News“ musste erst vor kurzem eine 77-köpfige Wandergruppe durch die Bergrettung vom Teide gebracht werden, da sie eine Wetterwarnung vor Starkregen nicht beachtet hatte.