Für eine Wanderung mit Hund gibt es Einiges zu beachten. Jana Hoger von der Tierschutzorganisation Peta gibt nützliche Tipps für eine sichere Wandertour. Zunächst ist die körperliche Verfassung des Vierbeiners wichtig. Laut Hoger sollten nur gesunde und ausgewachsene Hunde an längeren Touren teilnehmen. Welpen und Tiere mit körperlichen Einschränkungen, wie Atem- oder Hüftproblemen, sind für Wanderungen weniger geeignet. Ein vorheriger Besuch beim Tierarzt kann klären, ob der Hund den geplanten Ausflug bewältigen kann. Für kleinere oder ältere Hunde kann ein Wanderrucksack oder Hundewagen mitgenommen werden, um ihnen bei Bedarf eine Erholungspause zu ermöglichen.
Die richtige Ausstattung für Mensch und HundFür eine Wanderung mit dem Hund sollten Hundehalterinnen und -halter die nötige Ausrüstung dabei haben. Unverzichtbar sind Leine, Geschirr, Wasser, Trockennahrung, Leckerlis und ein faltbarer Reisenapf. Auch ein Erste-Hilfe-Set für Hunde ist ratsam, einschließlich Desinfektionsmittel, Verbandsmaterial und einer Zeckenzange. Bei Wanderungen in bestimmten Regionen kann zudem ein Maulkorb vorgeschrieben sein. Für längere Touren empfiehlt Hoger eine Decke für Pausen und gegebenenfalls Hundeschuhe zum Schutz der Pfoten auf steinigen Wegen.
Vorbereitung auf die WanderungNicht nur Menschen, sondern auch Hunde profitieren von einem Training vor der Wanderung. Eine gute Vorbereitung kann darin bestehen, die täglichen Spaziergänge schrittweise zu verlängern und das Geländetraining einzubeziehen. Halterinnen und Halter sollten außerdem sicherstellen, dass ihr Hund gut auf Befehle reagiert. Bei Bedarf empfiehlt es sich, eine Laufleine mitzunehmen. Für den Notfall kann ein Erste-Hilfe-Kurs für Hunde hilfreich sein.
Die passende Route auswählenBei der Routenwahl sollte man sich nach der Kondition und dem Gesundheitszustand des Hundes richten. Gesunde und bewegungsfreudige Hunde können in der Regel Strecken bis zu 15 Kilometer bewältigen, mit Training und Pausen auch mehr. Steile und gefährliche Geländeabschnitte sollten jedoch vermieden werden. Für ältere und gesundheitlich eingeschränkte Tiere lassen sich auch
weltweit beliebte Hundestrände finden, die weniger anspruchsvolles Gelände aufweisen. Nach der Wanderung empfiehlt es sich, den Hund gründlich auf Verletzungen und Zecken zu untersuchen.
Quelle: dpa