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Blumen und mehr – 13 Gründe für einen Urlaub auf Madeira

Die höchste Steilküste Europas, malerische Bergwelten mit romantischen Wasserfällen und jede Menge tropische Pflanzen: Madeira lockt mit viel Natur und ganzjährig mildem Klima. Etwa 700 Kilometer vor der marokkanischen Küste gelegen, gilt die portugiesische Atlantikinsel vor allem als Paradies für Aktiv- und Wellnessurlauber. Wanderer schätzen Madeiras schöne Wege und spektakuläre Aussichten. Ruhesuchende finden in exzellenten Hotels die wohlverdiente Entspannung und Familien bietet die Insel einen tollen Mix aus erholsamen Tagen am Strand und unterhaltsamen Ausflügen, zum Beispiel mit einem Mietwagen auf Madeira. Neugierig geworden? Hier erfahrt ihr, was ihr bei einem Urlaub auf Madeira nicht verpassen dürft!

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Zauberhafte Natur

Berge, Wälder und Vulkanlandschaften
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Die Landschaft auf Madeira ist nicht nur atemberaubend schön, sondern zeigt sich auch extrem abwechslungsreich. Das liegt zunächst daran, dass ihre Berge der gesamten Insel den Charakter eines Mittel- und Hochgebirges verleihen. Besucher können sich von imposanten Steilküsten, wie dem 580 Meter hohen Cabo Girão, oder dem höchsten Gipfel, dem 1.862 Meter hohen Pico Ruivo, beeindrucken lassen. Durch die Gebirge schlängeln sich alte und häufig spektakulär gelegene Bewässerungskanäle, die Levadas. Der vulkanische Ursprung der Insel macht ihre Böden besonders fruchtbar. Wegen der vom Festland isolierten Lage gibt es außerdem zahlreiche nur dort vorkommende, also endemische Pflanzenarten. Kurzum: Ein absoluter Traum für Naturliebhaber und alle, die gerne wandern, klettern oder mountainbiken.

  • Auf Madeira gibt es 118 Pflanzenarten, die nur dort wachsen.
  • Es gibt zahlreiche Wege entlang der Levadas, die vor etwa 300 Jahren von maurischen Sklaven angelegt wurden.
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Das gute Wetter

Ewiger Frühling auf der Blumeninsel
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Genau wie die Kanaren ist auch Madeira als „Insel des ewigen Frühlings“ und als Reiseziel für das ganze Jahr mit mildem, subtropischem Klima bekannt. In den heißesten Monaten Juli, August und September liegen die durchschnittlichen Tageshöchstwerte bei etwa 25 Grad. Selbst im Winter sinken sie nur wenig, auf um die 20 Grad, was Madeira dann zum optimalen Ziel für sonnenhungrige und wärmebedürftige Mitteleuropäer macht. Aufgrund der vielfältigen Landschaften gibt es auf der Insel zudem verschiedene Klimabereiche. Grundsätzlich regnet es im Norden häufiger, während es im Süden wärmer und sonniger ist.

Die Levadas bringen Wasser aus dem regenreichen Norden in die Plantagen und Gärten im Süden. Madeira steht im Sommer unter dem Einfluss des Nordostpassats. Auch dieser sorgt dafür, dass sich die Wetterlage zwischen Norden und Süden sowie Osten und Westen stark unterscheiden kann.

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Top Badegelegenheit Nummer 1

Die natürlichen Pools von Porto Moniz
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An der Nordwestspitze von Madeira blickt Porto Moniz auf die Weiten des Atlantiks. Das Örtchen hat einen Hafen und einen Hubschrauberlandeplatz, ist aber vor allem bekannt für seine einst von Lavaströmen geformten Badebassins im Vulkangestein. Das Meer füllt sie mit kristallklarem Wasser und obwohl die Becken völlig natürlich entstanden sind, finden Besucher hier inzwischen auch Annehmlichkeiten wie Umkleideräume, Toiletten, Schließfächer, einen Spielbereich für Kinder, Liegestühle und eine Snackbar.


Tipp
Auch bei Funchal gibt es natürlich entstandene Pools im Felsen: Einfach die Uferpromenade in westlicher Richtung entlang gehen und die natürlichen Badegelegenheiten von Doca do Cavacas in São Martinho genießen. Die Becken bieten obendrein einen herrlichen Blick das Cabo Girão.
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Top Badegelegenheit Nummer 2

Der Strand von Porto Santo
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Ja, auf Madeira lassen sich wunderbare Tage am Strand verbringen. Doch wer auf kilometerlange Traumstrände steht, sollte Porto Santo nicht verpassen. Die Insel liegt gut 40 Kilometer nördlich von Madeira. Ihren Beinamen „Goldene Insel“ verdankt sie dem satte neun Kilometer langen Sandstrand entlang der Ostküste. Er ist berühmt für seinen goldgelben Sand und kristallklares, türkisblaues Wasser. Die Überfahrt mit der Fähre dauert gut zwei Stunden. Außerdem hat Porto Santo auch einen eigenen Flughafen, auf dem mehrmals täglich Flieger aus Funchal landen. Flugzeit: gerade einmal 15 Minuten.

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Exzellente Hotels

Von traditionell-urig bis modern-luxuriös
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Die Bandbreite der Unterkünfte auf Madeira ist groß, die Qualität ausgezeichnet. Vom urigen Traditionshotel bis zum modernen Luxustempel findet sich hier die richtige Unterkunft für jeden Geschmack und Geldbeutel. Dabei ist die Auswahl an Hotels der 4- und 5-Sterne-Kategorien auf Madeira besonders attraktiv. Angefangen vom Traditionshaus Reid’s Palace, das seit mehr als 120 Jahren in Betrieb ist und schon so illustre Gäste wie Winston Churchill beherbergt hat. Zudem sind viele Unterkünfte preisgekrönt. Das The Vine in Funchal  hat bei den World Travel Awards 2013 den Preis als bestes Boutique Hotel der Welt abgesahnt. Eine Woche Urlaub unter dem preisgekrönten Dach gibt’s schon ab 571 € pro Person.


Historischer Moment
Als Winston Churchill im Januar 1950 auf Madeira zu Besuch war, ließ er sich nach Câmara de Lobos fahren. Dort baute der britische Premierminister eine Staffelei auf und malte die Bucht. Mit Hut auf dem Kopf und mit der obligatorischen Zigarre im Mund. Raul Perestrelo hielt den kreativen Moment des Staatsmanns mit seiner Kamera für die Ewigkeit fest. Der Ort heißt heute „Aussichtspunkt Winston Churchill“.
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Leckere Inselküche

Spezialitäten mit tropischem Flair
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Das Essen auf Madeira reflektiert die Seele der Insel und ihrer Bewohner: einfach, aber großzügig. Die Auswahl an lokalen Produkten ist groß, außer typisch madeirischen Gerichten gibt es Leckereien aus der internationalen Gourmetküche. Ein Schwerpunkt liegt naturgemäß auf Fisch und Meeresfrüchten. Gegrillte Napfschnecken, Oktopus und Garnelen, Thunfisch und Schwarzer Degenfisch gehören zu den Klassikern auf Madeira. Absolut typisch ist auch an Spießen gegrilltes Rindfleisch, die „espetadas“. Sie werden mit gegrilltem Mais und dem Süßkartoffelbrot „bolo do caco“ serviert. Da auf Madeira tropische Früchte wie Mangos, Bananen und Maracuja gedeihen, gibt es allerlei leckere Desserts und Fruchtsäfte.

  • Ein Traditionsgetränk auf Madeira ist die „poncha“ aus lokalem Zuckerrohrschnaps, Honig und Zitrone.
  • Mit Wein und Knoblauch mariniertes Schweinefleisch und Honigkuchen sind typische Weihnachtsgerichte auf Madeira.
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Erstklassige Weine

Jahrhundertelange Winzertradition
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Madeiras fruchtbare Böden und das warme Klima machen die Insel zu einem idealen Anbaugebiet für Wein. Seit mehr als 500 Jahren werden hier teils exzellente Tropfen gekeltert. Allen voran natürlich der herkunftsgeschützte Madeira. Urlauber können den Likörwein als trockenen Aperitif oder als süßen Digestif genießen. Wer möchte, macht direkt eine Verkostung mit Führung durch das Weingut, zum Beispiel bei Henriques & Henriques in Câmara de Lobos oder bei Blandy’s in Funchal.

  • Der Alkoholgehalt des Madeiraweins liegt je nach Sorte zwischen 17 und 22 % Vol.
  • Der Madeirawein entstand zufällig durch den Transport von Portwein, der für eine bessere Haltbarkeit mit reinem Alkohol angereichert wurde.
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CR7 – der berühmte Inselexport

Auf den Spuren von Cristiano Ronaldo
CR7 Aurum Tours© Aurum Tours

Die Geister mögen sich an ihm scheiden, doch in seiner Heimat gilt der Fußballer Cristiano Ronaldo definitiv als Inselheld. In einfachen Verhältnissen im Stadtteil Santo Antonio von Funchal geboren, wird der weltberühmte Spross Madeiras inzwischen auf diverse hochoffizielle Weisen geehrt: Seit 2017 trägt der Flughafen Madeira seinen Namen, das Boutique Hotel Pestana CR7 am Hafen von Funchal ist mit diversen Erinnerungsstücken wie handsignierten Trikots geschmückt und eine überlebensgroße Bronzestatue des Fußballhelden ziert das Gelände. Das Hotel liegt direkt über dem Cristiano Ronaldo Museum, in dem es eine riesige Sammlung von Trophäen, Fotos und Fanmail des Stars gibt.


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Enes der größten Feuerwerke der Welt

Spektakel an Silvester
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Das Silvesterfeuerwerk von Funchal ist nicht nur sehr beeindruckend, sondern sogar rekordverdächtig: Von 2006 bis 2010 hielt Madeira den Guinness Weltrekord für das größte Feuerwerk der Welt. Die Form der Bucht bietet ein optimales, natürliches Amphitheater für das Ereignis. Von mehr als 50 Orten werden die Raketen abgefeuert, sodass die gesamte Stadt und ihre Umgebung zum Jahreswechsel in allen Farben erstrahlen. Die Tradition geht bis ins 17. Jahrhundert zurück. Schon damals begrüßten die Madeirer das neue Jahr mit vielen Raketen und ordentlicher Lautstärke.

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Hoch mit der Seilbahn, runter mit dem Korbschlitten

Das etwas andere Verkehrsmittel von Monte
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Welche Kulisse könnte schöner sein für eine gemütliche Bergfahrt mit der Seilbahn als eine subtropische Insel? Wer die Aussicht auf Funchal und seine Bucht in aller Ruhe genießen möchte, fährt mit der Gondel nach Monte. Das Örtchen liegt auf 600 bis 800 Metern Höhe direkt oberhalb der Inselhauptstadt. Eigentliches Highlight ist allerdings die rasante Abfahrt mit dem Korbschlitten. Zwei Männer fungieren mit gummibesohlten Stiefeln als menschliche Bremsen und sorgen dafür, dass die Passagiere sicher die steile Straße nach Funchal hinabsausen.

  • Die Fahrt mit der Seilbahn dauert etwa 15 Minuten.
  • Einheimische erfanden die Abfahrt mit dem Korbschlitten im Jahr 1890.
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Gastromarkt für Foodies

Mercado dos Lavradores
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Wer eine Kostprobe vom echten Inselleben bekommen möchte, besucht den Mercado dos Lavradores, den „Markt der Arbeiter“. Das Gebäude wurde von Edmundo Tavares im Art-Déco-Stil entworfen und 1940 eröffnet. Die zweistöckige Markthalle ist mit handbemalten Fliesen dekoriert und voller Stände mit Obst, Gemüse, Fisch, Fleisch, Gewürzen und Blumen. Der ideale Ort, um sich mit tropischen Früchten und anderen frischen Inselköstlichkeiten einzudecken. Viele Verkäufer tragen noch traditionelle Trachten, was zusätzlich für Stimmung sorgt.


Öffnungszeiten
Mo-Do 8-19 Uhr, Fr 7-20 Uhr, Sa 7-14 Uhr, geschlossen an Sonn- und Feiertagen.
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Europas höchste Aussichtsplattform mit Glasboden

Das Cabo Girão für Schwindelfreie
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Wer spektakuläre Ausblicke und einen ordentlichen Adrenalinkick zu schätzen weiß, begibt sich auf die Aussichtsplattform am Cabo Girão. Ein schwebender Glasboden bietet Besuchern in 580 Metern Höhe eine einmalige Perspektive auf Câmara de Lobos, das Steilkliff und die Wogen des Atlantiks weit unter ihnen. Der Zutritt ist kostenlos. Das benachbarte Café bietet Getränke und Snacks, um die Nerven vor oder nach dem Ausflug in schwindelerregende Höhen zu beruhigen. Alternativ bietet sich ein Abstecher zum Strand „Fajãs do Cabo Girão“ an. Auch die Fahrt mit der Seilbahn ab „Sito do Rancho“ besticht mit herrlichen Aussichten auf Felsen und Meer.

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Fröhliche Festivitäten

Veranstaltungen rund ums Jahr
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Nicht nur an Silvester, auch sonst wird auf Madeira gerne und ausgiebig gefeiert. So gibt es rund ums Jahr eine Fülle an kulturellen und sportlichen Events. Im Februar oder März herrscht ausgelassene Stimmung beim Karneval. Am zweiten Wochenende nach Ostern feiert die Insel ihr traditionelles Blumen-Festival, das Atlantik-Festival ist eigentlich ein Feuerwerkswettbewerb und dauert direkt den ganzen Juni. Ende August und Anfang September folgen das Weinfest und das Kolumbus-Festival, beim Natur-Festival im Oktober zelebriert die Insel ihr üppiges Naturerbe.


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Über den Autor

Julia Wöhrle

„Mich brennt's in meinem Reiseschuh“ habe ich schon als Kind bei den mir unliebsamen Wanderurlauben in den Alpen geträllert. Inzwischen entscheide ich selbst, wo die Reise hingeht: Mal nach Island, mal nach Belize, aber dann war es doch immer wieder Spanien und ganz besonders oft und gerne Sevilla. Meine Begeisterung für fremde Länder, Menschen, Sitten und Gerichte fließt immer auch in meine Blogartikel ein.