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Ein Wochenende in Amsterdam: Die Stadt der Grachten in 2 Tagen

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Ob Individual- oder Pauschaltourist – Amsterdam ist eine Stadt, die jeden in ihren Bann zieht. Eine Mischung aus traditionellen Sehenswürdigkeiten, historischem Tiefgang und künstlerischer Vielfalt gepaart mit modernem Zeitgeist, sorglosem Lebensgefühl und einem Meer aus Blumen. Wer kann dazu schon nein sagen? Wir zeigen euch die sehenswertesten Orte, die besten Routen, die schnuckeligsten Cafés und die authentischsten Viertel, damit ihr euch nicht zwischen Gassen, Grachten und Gouda verliert.

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Wie komme ich nach Amsterdam?

Mit der niederländischen Fluggesellschaft KLM oder mit Easyjet könnt ihr von nahezu allen Flughäfen in Deutschland günstig zu eurem Wochenendtrip nach Amsterdam aufbrechen. DerFlughafen Amsterdam Schiphol (AMS) liegt etwa 20 Kilometer südwestlich des Zentrums und ist optimal an den öffentlichen Verkehr angebunden. Doch nicht jeder Abstecher nach Amsterdam muss mit einem Flug beginnen. Mittlerweile gibt es viele günstige Fernbus- oder Bahnverbindungen, die euch komfortabel ans Ziel bringen. Oder wie wäre es mit einem kleinen Road Trip mit dem Mietwagen in die niederländische Hauptstadt?

Wo übernachte ich in Amsterdam?

Wer Amsterdam in zwei Tagen erkunden möchte, wird es vermutlich vorziehen, möglichst zentral zu nächtigen. In der Altstadt, rund um den zentralen Hauptplatz Dam, ist eine Vielzahl an Hotels und Hostels in allen Preiskategorien ansässig. Von hier aus lassen sich viele Sehenswürdigkeiten innerhalb kürzester Zeit erreichen. Jedoch befindet sich auch das berühmte Rotlichtviertel De Wallen in unmittelbarer Nähe zur Altstadt. Wer also hier übernachtet, sollte wissen, dass Feierwütige aus aller Welt geradezu hierher pilgern, um ihren Junggesellenabschied gebührend und laut zu zelebrieren.

Wer kein Problem mit ein paar Gehminuten mehr hat und ruhigere Gassen am Kanal vorzieht, der sollte sich eine Unterkunft in Grachtengordel West suchen. Als absoluter Geheimtipp für Übernachtungen gilt nach wie vor das Viertel Jordaan. Zwar liegt es etwas weiter westlich der Innenstadt, gehört aber zu einer der schönsten Gegenden in Amsterdam: Blumenbewachsene Hinterhöfe, verträumte Brücken und prächtige Giebelhäuser prägen hier das Bild. Wie auch in allen anderen Vierteln der Stadt finden Städtereisende in Jordaan eine Vielzahl an Hotels unterschiedlicher Preiskategorien vor.

Auch bei Pauschalreisen nach Amsterdam lassen sich für den Städtetrip in die niederländische Hauptstadt günstige Kombiangebote finden.



Wie komme ich in Amsterdam von A nach B?

Flughafentransfer

Die bequemste Art, vom Flughafen ins Zentrum von Amsterdam zu gelangen, ist mit dem Zug. Direkt unter den Terminals befindet sich der Bahnhof Schiphol, an dem ihr mit dem Intercity Direct innerhalb von 14 Minuten zum Hauptbahnhof Centraal Station kommt. Die Fahrt kostet gerade einmal vier Euro.

Wer lieber mit dem Bus fahren möchte oder schlichtweg nicht ganz bis ins nördliche Zentrum zum Hauptbahnhof muss, der kann ebenso den Amsterdam Airport Express nutzen. Mit der Busnummer 397 fährt dieser alle acht Minuten von den Bussteigen B15 bis B19 zu den Haltestellen Museumplein, Rijksmuseum oder Leidseplein südwestlich des Zentrums. Die Fahrt mit dem Bus kostet jedoch sechs Euro und ihr braucht etwa doppelt so lange wie mit dem Zug.

Ihr wollt lieber ganz bequem mit eurem Gepäck vom Flughafen vor die Tür des Hotels gebracht werden? Auch das ist kein Problem. Der Connexxion Hotel Shuttle kann für 17,50 Euro pro Person im Internet gebucht werden und garantiert einen einfachen und schnellen Transfer zu eurer Unterkunft.

Fahrrad

Primär sei gesagt, dass sich Amsterdam sehr gut zu Fuß erkunden lässt und es sogar erstrebenswert ist, dies zu tun. Der Charme und das Ambiente der Stadt lassen sich so besonders gut einfangen. Noch authentischer wird ein Wochenendtrip allerdings auf einem Drahtesel. Amsterdam ist ein absolutes Fahrradparadies und die robusten Hollandräder gehören quasi schon längst zum Kulturgut. Ob nur für einen Tag oder ein ganzes Wochenende – ab etwa sieben Euro für 24h könnt ihr euch an zahlreichen Ecken in der Stadt ein Rad mieten.


Tipp
Um sich in Amsterdam nicht zu „verradeln“ oder zu verlaufen, könnt ihr euch die App der GVB herunterladen. Diese zeigt nicht nur für Busse und Trams die besten Wege an.

Öffentlicher Nahverkehr

Wer es doch lieber bequemer hat oder womöglich ein paar regnerische Tage erwischt, der kann auch die öffentlichen Verkehrsmittel der GVB nutzen. Mit insgesamt 68 Linien verfügt Amsterdam über ein sehr gutes Straßenbahn-, Bus-, U-Bahn- und Fährennetz. Für eine Fahrkarte mit der Gültigkeitsdauer von einer Stunde bezahlen Reisende drei Euro. Diejenigen, die von vornherein wissen, dass sie viel mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren werden, sollten sich das Amsterdam Travel Ticket kaufen. Für 21 Euro können damit zwei Tage lang unbegrenzt alle Verkehrsmittel rund um die Uhr genutzt werden, dabei ist die Hin- und Rückfahrt zum Flughafen mit eingeschlossen.


Tipp
Bei der Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel nicht vergessen, sowohl beim Ein- als auch beim Aussteigen immer mit dem Ticket ein- und auch wieder auszuchecken! Ansonsten drohen hohe Strafen.

Tagestouren: In 2 Tagen durch Amsterdam

Nachdem ihr jetzt das nötige Know-how für euer Wochenende in Amsterdam habt, kann es losgehen mit der Erkundung der facettenreichen Stadt. Freut euch auf Kultur, Kunst und Käse!


Tag 1

Startpunkt
Dam
Reine Wegzeit
50 Minuten
Stationen
5 Stationen
Distanz
4 Kilometer
01

Dam

Im Herzen von Amsterdam
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Der erste Tag des Citytrips beginnt auf dem Damplatz, dem pulsierenden zentralen Platz der Stadt. Hier wurde im 13. Jahrhundert ein Damm in den Fluss Amstel gebaut, der zur Namensgebung von Amsterdam maßgeblich beigetragen hat. Vormittags hält sich der Trubel auf dem Platz noch in Grenzen und der Königspalast und die Nieuwe Kerk, die wichtigsten Monumente der Stadt, wirken umso prächtiger. Wer zu dieser Stunde schon zum Shoppen aufgelegt ist, wird auf der Kalverstraat oder der Nieuwendijk mit Sicherheit in einem der Geschäfte fündig.

Weiter geht es anschließend in Richtung Westen über die Raadhuisstraat zur nächsten Station. Dabei darf auf keinen Fall ein Abstecher in den Laden Cheese & More by Henri Willig Magna Plaza fehlen. Denn was wäre ein Besuch im Käseland Holland, ohne den guten Gouda, Edamer oder Leerdammer probiert zu haben? Als kleine Stärkung nach dem Einkaufsbummel können hier kostenlos die verschiedensten Käsesorten gekostet und mit unterschiedlichen Dips kombiniert werden. Diejenigen, die bei der kleinen Käseverkostung so richtig auf den Geschmack gekommen sind, können im Laden essbare Souvenirs en masse erwerben.

02

Singel

Das Venedig des Nordens

Laufzeit zu dieser Station: 5 Minuten für 350 Meter

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Amsterdam ist jedoch nicht nur berühmt für die vielen Fahrräder und den Käse, nein, das Stadtbild ist außerdem geprägt von vielen kleinen schiffbaren Kanälen, den sogenannten Grachten. Es sind sogar mehr an der Zahl als in Venedig. Und obwohl diese hier nicht wie in Italien mit romantischen Gondeln befahren werden, können trotzdem Grachtenfahrten unternommen werden, um Amsterdam aus einer anderen Perspektive kennenzulernen. Die Singel ist als innerste und älteste Gracht der Stadt dabei ein optimaler Ausgangspunkt, um sich mit dem Boot in unbekannte Gewässer zu wagen.


Tipp
Auch ganz ohne Grachtenfahrt ist die Singel als ehemaliger mittelalterlicher Festungsgraben einen Besuch wert und ebenso schön von einer Brücke oder der Kanalstraße aus anzusehen.
03

Anne-Frank-Haus

Auf den Spuren der Geschichte

Laufzeit zu dieser Station des Wochenendes in Amsterdam: 6 Minuten für 450 Meter

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An vielen Ecken der Stadt finden sich Spuren jüdischen Lebens. Straßennamen, koschere Cafés, jüdische Friedhöfe und Synagogen sind sichtbare Zeichen der jüdischen Gemeinde in Amsterdam. Das Schicksal eines ihrer Mitglieder, der 15-jährigen Anne Frank, bewegt bis heute Menschen auf der ganzen Welt. Ihr Tagebuch, das über die Zeit im Versteck der Prinsengracht 263 berichtet, verkaufte sich millionenfach. Das Anne-Frank-Haus ist ein Ort des Gedenkens und der Erinnerung an das Mädchen. Es kann samt Versteck und Museum täglich besichtigt werden.


Tipps
  • Die Tickets sind nur im Internet erhältlich und können ab zwei Monate im Voraus für zehn Euro erworben werden.
  • Um den größten Ansturm auf das Museum zu vermeiden, solltet ihr euren Besuch bestenfalls vormittags planen.
04

Jordaan

Zwischen Blumen, Brücken und Boutiquen

Laufzeit zu dieser Station des Amsterdam-Wochenendes: 4 Minuten für 350 Meter

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Vom Anne-Frank-Haus im touristischen Amsterdamer Grachtengürtel geht es nun in ein ruhigeres Viertel der Stadt. Über die Brücke Rozengracht gelangt ihr direkt in den Jordaan. Touristenattraktionen wie in der Innenstadt gibt es hier keine – aber im Grunde ist das gesamte Viertel eine einzige Sehenswürdigkeit: Verträumte Häuser, blumenverzierte Brücken, Trödelgeschäfte in kleinen Gassen, versteckte Hinterhöfe und ausgefallene Hausboote lassen sich hier an jeder Ecke finden. Nehmt euch einfach ein bisschen Zeit, um durch die Gassen zu schlendern und alle Eindrücke aufzusaugen.

Und wie wäre es um die Mittagszeit mit einem traditionell holländischen Gericht in dem authentischen Restaurant Moeders, zu Deutsch Mütter? Passend zum Namen werden hier Mütter wie Heldinnen gefeiert und die Wände sind von oben bis unten ihnen gewidmet. Wer seine Mama hier ebenfalls verewigen will, kann ein Bild von ihr mitbringen und es an der Mothers Wall of Fame anbringen. Ihr könnt aber auch einfach das vorzügliche Essen in skurriler Atmosphäre genießen. Anschließend gönnt euch doch einfach noch eine Tasse Kaffee oder einen leckeren Appeltaart, den landestypischen Apfelkuchen, in der gemütlichen Brasserie Blazer.


Tipp
Bevor ihr ins Moeders geht, könnt ihr entspannt vorher online einen Tisch reservieren. Das solltet ihr vor allem dann tun, wenn ihr mit mehreren Leuten unterwegs seid.
05

Vondelpark

Paradiesische Zustände

Laufzeit zu dieser Station der Städtereise nach Amsterdam: 33 Minuten für 2,6 Kilometer

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Nach dem Essen bietet sich ein kleiner Verdauungsspaziergang in Richtung Südwesten zum Vondelpark an. Die Anlage ist für Amsterdamer das Pendant zum Central Park in New York. In der grünen Lunge der Stadt tummelt sich Jung und Alt zu jeder Tageszeit und bei jedem Wetter. Sommerliche Picknicks, nächtliche Konzerte oder herbstliche Spaziergänge locken die Amsterdamer und Leute aus aller Welt in den weitläufigen Park. Rauchende Hippies, spielende Kinder und Jogger sind überall auf den Wegen und Grünflächen anzutreffen. Gesellt euch einfach dazu, genießt die entspannte Atmosphäre und läutet euren ersten Abend in Amsterdam gebührend ein.


Weitere Tipps
  • Für Kinder gibt es ein Kinderkochcafé, in dem sie an Kursen teilnehmen können, während sich die Erwachsenen für eine Weile ausruhen. Im Sommer gibt es sogar einen Wasserspielplatz zum Abkühlen!
  • Kunstaffine dürfen sich nicht das Van-Gogh-Museum entgehen lassen, das sich nur wenige Meter vom Park entfernt befindet. Wem ein paar Stunden in der Ausstellung genügen, der sollte erst gegen Nachmittag hierher kommen, da sich das Museum in der zweiten Tageshälfte etwas leert. Ihr solltet dennoch bedenken, dass es samstags schon um 17 Uhr schließt!

Wo kann ich in Amsterdam am besten ausgehen?

Nach einem ereignisreichen Tag in Amsterdam ist es noch lange nicht Zeit, ins Bett zu gehen, denn das Nachtleben solltet ihr euch keinesfalls entgehen lassen. Der absolute Hotspot für lange Nächte ist das Viertel Leidseplein, in dem ihr zahlreiche Restaurants, Clubs oder Bars findet. Diejenigen, die am Nachmittag nicht genug vom Viertel Jordaan bekommen haben, können auch hier in kleinen, aber feinen Bars in familiärer Atmosphäre den Abend genießen. Dabei empfehlen wir euch die etwas alternative Bar De Nieuwe Anita, die zunächst eher an ein Wohnzimmer erinnert, im Hinterzimmer aber mit Live-Musik punktet. Für Blues-Fans ist das Maloe Melo auch einen Abstecher wert, das besonders bei Amsterdamern hoch im Kurs steht.

Solltet ihr den Abend erstmal entspannt beginnen wollen, empfiehlt sich die Kinobar Kriterion gegenüber der Universität. Diese ist besonders unter Studenten ein beliebter Treffpunkt, um Filme aller Genres zu schauen oder einfach nur ein Bierchen in geselliger Atmosphäre zu trinken. Und beginnen nicht oft die besten Abende ein wenig ruhiger?

Tag 2

Startpunkt
Rijksmuseum
Reine Wegzeit
rund 2 Stunden
Stationen
5 Stationen
Distanz
8,7 Kilometer
01

Rijksmuseum

Rembrandt am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen
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Der Tag beginnt mit dem Besuch eines der größten Kunstmuseen weltweit. Es verbindet sowohl Kunst, Handwerk als auch Geschichte miteinander. Nach einer Modernisierung werden hier rund 8000 Exponate in einer unvergleichlichen Symbiose aus Gegenwart und Vergangenheit präsentiert. Das Museum bietet verschiedene ausgefallene Führungen an, bei denen ihr, angeleitet durch Künstler, selber kreativ werden könnt oder das Museum mitsamt seiner Kunstwerke mit dem Schwerpunkt Mode, Liebe, Mütter oder kulinarische Vergangenheit kennenlernt.


Tipp
Auch für Familien mit Kindern gibt es besondere Kurse, Workshops, Touren und Spiele, um den Museumsbesuch auch für die kleinen Besucher so spaßig und interessant wie möglich zu gestalten.
02

De Wallen

Das wohl berühmteste Rotlichtviertel der Welt

Laufzeit zur zweiten Station des Kurztrips: 21 Minuten für 1,7 Kilometer

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Ein verruchter Ort, der dennoch eine der größten Touristenattraktionen in Amsterdam darstellt: das Rotlichtviertel De Wallen. Dies war einer der ersten Bezirke, in dem das älteste Gewerbe der Welt legalisiert wurde. Und auch heute noch sitzen die Prostituierten, wie an keinem anderen Ort, in den berühmten Schaufenstern der Bordelle und bieten ihre Dienste an. Viele Touristen machen lediglich einen Abstecher hierher, um das Spektakel einmal mit hochrotem Kopf gesehen zu haben oder kommen von weit her angereist, um den Abschied aus dem Junggesellenleben zu feiern. Das Viertel ist jedoch auch bei Tag einen Besuch wert, da es zu den ältesten der Stadt gehört und einen besonderen Charme versprüht. Auch wenn die blinkenden und leuchtenden Reklamen für Peepshows erloschen sind und in den Schaufenstern gähnende Leere herrscht, lohnt sich ein Spaziergang durch diesen Teil der Stadt, vorbei an der ältesten Kirche Amsterdams, der Ouden Kerk. Solltet ihr abends noch einmal für das authentische De Wallen-Spektakel wiederkommen, empfehlen wir einen der extravaganten Cocktails in der Bar The Tailor.

03

EYE Film Instituut

Mehr als nur Filme

Laufzeit zur dritten Station der Reise nach Amsterdam: 22 Minuten für 1,9 Kilometer

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Der Weg führt euch nun vorbei am Hauptbahnhof und hin zum Fährenterminal Centraal Station. Dieses ist an der IJ gelegen, einem Meeresarm, der die Innenstadt von Amsterdam-Noord trennt. Vom mittleren Ableger könnt ihr mit den Linien 901 und 907 auf direktem Wege mit einer kostenlosen Fähre zur gegenüberliegenden Station Buiksloterweg fahren. Wer nicht gleich bei der ersten Überfahrt mitkommt, braucht sich keine Sorgen zu machen, da die Fähren hier ebenso regelmäßig fahren wie anderswo die Busse. Alle sechs Minuten legt ein neues Boot ab, um seine Passagiere auf die gegenüberliegende Seite in den trendigen und grünen Stadtteil Amsterdam-Noord zu bringen. Von hier aus geht der Ausflug weiter in das EYE Film Instituut, das nationale Filmmuseum der Niederlande. Schon allein die architektonische Umsetzung des Museums, eine futuristische Auster in blendendem Weiß, ist es wert, gesehen zu werden. Mit dem Ziel, filmgeschichtliches Erbe zu bewahren, präsentiert die Ausstellung interaktive Exponate, historische Filmgerätschaften und ausgefallene Filme.


Übrigens
Mit einem Kombiticket für die Ausstellung und einen Film könnt ihr etwas Geld sparen und zahlt nur 16 Euro pro Person
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NDSM Werft

Schrilles, buntes (Er)Leben

Laufzeit zur nächsten Station des Urlaubs in Amsterdam: 33 Minuten für 2,7 Kilometer

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Eine Künstlergemeinschaft auf einer Fläche von rund zehn Hektar erwartet euch in der ehemaligen Schiffswerft NDSM. Auch Start-Ups, junge Unternehmen, Flohmärkte, Veranstaltungen und Ausstellungen nennen diesen schrillen Ort ihr Zuhause. Wir empfehlen euch einen ausgedehnten Spaziergang oder eine Fahrradtour über das Gelände, das an jeder Ecke vor Kreativität und Skurrilität nur so strotzt. Selbst der berühmte Fernsehsender MTV hat das Potenzial dieser Anlage für sich entdeckt und hat hier mittlerweile seinen Hauptsitz.


Tipps
  • Um die Mittagszeit könnt ihr euch eine kleine Pause im alternativen Noorderlicht Café auf dem Gelände gönnen. Im Stil eines großen Gewächshauses gebaut, bietet es mit einem gemütlichen Innen- und Außenbereich sowohl im Sommer als auch im Winter seinen Gästen eine außergewöhnliche und entspannte Atmosphäre. Dies ist der perfekte Ort, um die Erlebnisse des ereignisreichen Wochenendtrips sacken zu lassen und für das leibliche Wohl zu sorgen.
  • Ebenfalls zu empfehlen ist das stylisch umgebaute Containerrestaurant Pllek mit einem eigenen Privatstrand.
  • Bei der Erkundungstour in der NDSM Weft solltet ihr auf jeden Fall einen Blick auf das einzigartige Kranhotel werfen, in dem in luftigen Höhen und zu nicht minder hohen Preisen genächtigt werden kann.
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Noorderpark

Der etwas andere Park

Laufzeit zur letzten Station des Wochenendes in Amsterdam: 15 Minuten für 1,2 Kilometer

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Für Niederländer ist ein Park nicht nur ein bisschen Grünfläche, umrandet von ein paar Bäumen, die ab und an mal für einen Spaziergang taugt. Nein, Parks sind hier wie Freiluftwohnzimmer, ein kultureller Treffpunkt für Jung und Alt. Wir empfehlen euch nachmittags einen Ausflug in den Noorderpark, wo ihr im Retrocafé Pompet einen Kaffee in geselliger Atmosphäre schlürfen könnt. Der Park ist geprägt von einer quietschgelben und einer euphorisch pinken ehemaligen Tankstelle, die in kulturelle Gemeinschaftszentren umfunktioniert wurden. In De Gele Pomp und im Roze Tanker finden täglich verschiedenste Veranstaltungen, Workshops und Festivals statt, deren Besuch bei eurem Wochenendtrip auf keinen Fall fehlen sollte.


Tipp
Erkundigt euch am besten vorher auf den Webseiten über die Veranstaltungen, damit ihr ja nichts verpasst!

Weitere Tipps für ein verlängertes Wochenende in Amsterdam

  • Wer einmal in Amsterdam-Noord unterwegs ist, der sollte sich ein leckeres vegetarisches oder veganes Essen aus lokalen Zutaten nicht entgehen lassen: Auf einem ehemaligen Schiffsanleger wurde mit dem Café de Ceuvel aus recycelten Materialien ein Ort des kulturellen Austauschs, der Nachhaltigkeit und Gaumenfreuden geschaffen. Auch Live-Events finden hier regelmäßig statt.
  • Wenn ihr glaubt, Amsterdam wäre nur eine Städtereise wert, habt ihr euch geirrt! Denn innerhalb einer halben Stunde gelangt ihr zum Beispiel mit einem Mietwagen an die goldgelben Nordseestrände Zandvoort oder Bloemendaal.
  • Wer der Hektik der Stadt ein wenig entgehen, aber lieber keinen langen Ausflug machen möchte, sollte unbedingt eine kleine Tour mit dem Fahrrad über die Straße Nieuwendammerdijk in Amsterdam-Noord unternehmen. Die süßen Häuschen zu beiden Seiten der Straße werden euch verzaubern.

Kostenüberblick für ein Wochenende in Amsterdam

  • Bereits ab 50 Euro könnt ihr mit Easyjet zu eurem Wochenendtrip nach Amsterdam aufbrechen.
  • Je nachdem, wie eure Ansprüche an die Unterkunft sind, müsst ihr mit Preisen zwischen 50 und 150 Euro für ein Doppelzimmer pro Nacht rechnen. Nach oben hin sind selbstverständlich keine Grenzen gesetzt.
  • Fahrkarten mit der Gültigkeit von einer Stunde für Bus und Straßenbahn kosten in Amsterdam 3 Euro. Für Tageskarten zahlt ihr 7,50 Euro. Solltet ihr viel mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sein, plant 21 Euro für das Amsterdam Travel Ticket ein, bei dem auch der Flughafentransfer mit inbegriffen ist. Für eine typisch niederländische Erkundungstour mit dem Fahrrad zahlt ihr ab 7,50 Euro für 24 Stunden.
  • Wer gerne die niederländische Küche ausprobieren würde und zwischendurch mal einen Kaffee oder einen Apfelkuchen genießen möchte, der sollte mit etwa 35 Euro pro Tag für die Verpflegung rechnen.

Fazit
Ein Trip nach Amsterdam ist immer eine gute Idee! Die Stadt ist beliebt bei Touristen und so bietet sich ein Wochenendurlaub vor allem in der Nebensaison an. Auch wenn die Ansprüche von Reisenden selbstverständlich stark auseinandergehen, lässt sich bereits ab 250 Euro ein wunderbares Wochenende in Amsterdam verbringen.

Hinweis: CHECK24 übernimmt keine Garantie für die Aktualität, Vollständigkeit und Richtigkeit der bereitgestellten Informationen. Die Inhalte unserer Artikel sind sorgfältig und nach bestem Wissen ausgesucht und zusammengestellt. Sie dienen als Inspiration für unsere Leser und stellen Empfehlungen der Redaktion dar.

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Über den Autor

Sophie Irion

Reisen bedeutet für mich, mit Respekt und Wohlwollen neue Orte und Menschen kennenzulernen, den eigenen Horizont zu erweitern und Freiheit zu genießen. Manchmal bedeutet es auch, Vorurteile abzubauen, lernen und Abenteuer zu erleben. Reisen hat viele Gesichter und kann sich für jeden anders manifestieren. Als Mitglied der Online-Redaktion von CHECK24 teile ich meine Erfahrungen und Erlebnisse in zahlreichen Blogartikeln und Reisetexten.