Ägypten als malariafrei eingestuft: Reiseziel wird sicherer

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Ägypten offiziell als malariafrei zertifiziert. Diese Anerkennung folgt auf jahrzehntelange Bemühungen des Landes, die Übertragung der Krankheit einzudämmen. Ägypten ist damit eines der wenigen Länder im östlichen Mittelmeerraum, das dieses Zertifikat erhält.
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Ägypten ist es gelungen, die Malaria-Übertragung durch Stechmücken für drei Jahre in Folge zu unterbinden.
Am 21. Oktober 2024 wurde Ägypten von der WHO offiziell als malariafrei anerkannt. Dieser Erfolg gilt als Meilenstein in der öffentlichen Gesundheit und ist das Ergebnis fast 100-jähriger Anstrengungen. Die Malaria-Übertragung durch Stechmücken wurde in den letzten drei aufeinanderfolgenden Jahren landesweit unterbrochen, was den internationalen Standards für die Malariafreiheit entspricht und die Vergabe des Zertifikats rechtfertigt.

Wichtige Bedeutung für den Tourismus

Ägypten reiht sich damit in eine Liste von 44 Ländern und einem Territorium ein, die von der WHO als malariafrei zertifiziert wurden. Dies erhöht die Attraktivität des Landes als sicheres Reiseziel, insbesondere für Urlauberinnen und Urlauber, die sich um gesundheitliche Risiken sorgen. Der Tourismus in Ägypten könnte durch diese Anerkennung einen weiteren Aufschwung erleben. Trotz dieser wichtigen Errungenschaft betonen ägyptische Behörden jedoch, dass es weiterhin entscheidend sei, die erreichten Erfolge zu sichern. Überwachung, Diagnose und Behandlung bleiben essenzielle Bestandteile, um einen Rückfall zu verhindern. 

Malaria in vielen tropischen Reiseländern verbreitet

Malaria wird durch Parasiten ausgelöst, die über den Speichel von Stechmücken in den menschlichen Körper gelangen. Die Krankheit ist nach Informationen der WHO jährlich für mehr als 600.000 Todesfälle verantwortlich, der überwiegende Teil davon auf dem afrikanischen Kontinent. Auch Reisende laufen in zahlreichen Ländern Gefahr, sich mit Malaria zu infizieren. Schutzmaßnahmen wie Moskitonetze, imprägnierte Kleidung und Insektenschutzmittel sowie eine medikamentöse Malariaprophylaxe können das Risiko allerdings erheblich senken. Ob das ausgewählte Reiseziel als Malariagebiet gilt oder nicht, ist in den Reisehinweisen des Auswärtigen Amtes nachzulesen.