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US Virgin Islands verbannen Sonnenmilch

München, 09.09.2019 | 10:57 | soe

Die Amerikanischen Jungferninseln wagen einen großen Schritt in Richtung Meeresschutz: Ab März 2020 sind nach einem Bericht von Lonelyplanet auf der Inselgruppe zahlreiche Sonnenschutzprodukte verboten. Ihre Inhaltsstoffe stehen im Verdacht, das Ökosystem der Gewässer um die Inseln zu schädigen und unter anderem zur Korallenbleiche beizutragen. Zuwiderhandlungen sind per Gesetz mit hohen Geldstrafen belegt.


Kind wird mit Sonnencreme eingecremt
Auf den Amerikanischen Jungferninseln sind ab März 2020 bestimmte Sonnenschutzprodukte verboten.
Konkret fallen Sonnencremes mit den Inhaltsstoffen Oxybenzon, Octinoxat und Octocylen unter das neue Umweltschutzgesetz. Produkte, die diese Chemikalien enthalten, dürfen bereits ab dem 30. September 2019 nicht mehr auf die Amerikanischen Jungferninseln importiert werden. Ab dem 31. März 2020 ist dann neben dem Verkauf und der Verbreitung dieser Sonnenschutzprodukte auch deren Besitz und Benutzung strafbar. Für das erste Vergehen werden satte 1.000 Dollar Geldstrafe erhoben, für jedes weitere Erwischtwerden jeweils 2.000 Dollar.
 
Mit der Maßnahme soll das fragile Ökosystem vor der Küste vor Schäden geschützt werden. In manchen der Gewässer wurde in Untersuchungen eine Konzentration der drei Chemikalien gemessen, die bis zu 40-mal höher als erlaubt war. Sollten die Korallenriffe vor den Jungferninseln nachhaltig geschädigt werden oder gar absterben, wäre dies nicht nur ein unwiederbringlicher Verlust für die Natur, sondern würde auch die Wirtschaft der Region stark schwächen. Rund 70 Prozent der Bevölkerung auf der Inselgruppe lebt vom Tourismus, der wiederum stark Tauchreisende anspricht.

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