Bettensteuer in Berlin wird ab 2025 erhöht

Berlin erhöht ab dem 1. Januar 2025 die Bettensteuer für Übernachtungen von 5,0 auf 7,5 Prozent des Übernachtungspreises. Neben der Steueranpassung wird auch die Begrenzung der Besteuerung aufgehoben. Laut Angaben des Senats sollen die Mehreinnahmen der Hauptstadt jährlich rund 45 Millionen Euro betragen. Die Regelung trifft sowohl Touristinnen und Touristen als auch Geschäftsreisende.
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Hotelgäste in Berlin müssen ab 2025 mit höheren Übernachtungskosten durch die gestiegene Bettensteuer rechnen.
Seit 2014 wird in Berlin eine Bettensteuer erhoben. Nun steigt diese ab dem 1. Januar 2025 erstmals von 5,0 auf 7,5 Prozent. Mit dieser Maßnahme will die Hauptstadt zusätzliche Einnahmen von rund 45 Millionen Euro generieren. Gleichzeitig entfällt die bisherige Begrenzung der Steuer auf maximal 21 zusammenhängende Übernachtungen im selben Beherbergungsbetrieb, sodass künftig auch längere Aufenthalte vollständig besteuert werden. Die Steuer wird auf den Übernachtungspreis erhoben und gilt für Touristinnen und Touristen und Geschäftsreisende gleichermaßen.
 
Erhöhte Bettensteuer: Was bedeutet das für Reisende?
 
Für Reisende bedeutet die Erhöhung spürbare Mehrkosten: Bei einem Zimmerpreis von beispielsweise 150 Euro steigt die Abgabe von 7,50 Euro auf 11,25 Euro pro Nacht. Besonders bei längeren Aufenthalten kann dies die Reisebudgetplanung beeinflussen. Trotz der steigenden Kosten bleibt Berlin ein gefragtes Ziel für Touristinnen und Touristen, mit vielfältigen Unterkunftsoptionen in allen Preisklassen.
 
Vereinfachung der Steuerverwaltung ab 2026
 
Die Regelung liefert jedoch auch Entlastungen: Ab 2026 wird die Abgabe der Übernachtungssteuer für Hotels und Beherbergungsbetriebe vereinfacht. Diese Modernisierung soll den Verwaltungsaufwand für alle Beteiligten reduzieren. Der Hotel- und Gastronomieverband Berlin (Dehoga) zeigt sich dennoch enttäuscht über die Erhöhung. Die Wettbewerbsfähigkeit Berlins als Tourismus- und Kongressstandort werde dadurch geschwächt, so Hauptgeschäftsführer Gerrit Buchhorn. Er verweist darauf, dass die Branche noch immer unter den Nachwirkungen der Pandemie leidet.