Blautopf in Blaubeuren: Provisorische Brücken ermöglichen wieder Zugang

Der Blautopf in Blaubeuren, einer der bedeutendsten Touristenmagnete Baden-Württembergs, ist wieder zugänglich. Zwei provisorische Brücken sorgen dafür, dass die leuchtend blaue Karstquelle trotz der noch bis 2028 andauernden Bauarbeiten besucht werden kann.
20024-blautopf_blaubeuren_gettyimages-1475378954
Behelfsbrücken ermöglichen nun den Zugang zum Blautopf während der andauernden Bauarbeiten.
Der Blautopf, bekannt für seine leuchtend blaue Farbe, sollte ursprünglich für vier Jahre vollständig geschlossen bleiben, um das Gelände umfassend zu modernisieren. Nach massiver Kritik aus der Gastronomie und Einbußen bei den Besuchszahlen entschied sich der Gemeinderat Ende Oktober 2024, den Zugang mit zwei Gerüstbrücken provisorisch wiederherzustellen. Bürgermeister Jörg Seibold betonte die Herausforderungen des Projekts für die kleine Stadt Blaubeuren, sieht die Maßnahmen jedoch als wichtigen Schritt, um den Blautopf erlebbar zu halten.
 
Wie geht es weiter mit den Bauarbeiten?
 
Die Bauarbeiten rund um den Blautopf begannen im August 2023 und sollen bis Dezember 2028 andauern. Ziel ist es, das Areal attraktiver zu gestalten und den Zugang zu verbessern. Das Projekt wird mehrere Millionen Euro kosten. Betreiberinnen und Betreiber gastronomischer Einrichtungen vor Ort begrüßen die Entscheidung, den Zugang während der Bauphase zu ermöglichen, bedauern jedoch, dass dies nicht von Anfang an eingeplant wurde. Die provisorischen Brücken kosten die Stadt 40.000 Euro und bieten eine Lösung, die sowohl für Einheimische als auch für Gäste von Vorteil ist.
 
Was macht den Blautopf so besonders?
 
Die außergewöhnliche blaue Farbe des Blautopfs entsteht durch Lichtbrechungen in den Kalkpartikeln des Wassers. Während alle anderen Farben verschluckt werden, wird das blaue Licht reflektiert und erzeugt so die intensive Farbe. Mit bis zu einer halben Million Besucherinnen und Besuchern jährlich gehört die Karstquelle zu den meistbesuchten Naturattraktionen Deutschlands.