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Dominikanische Republik: Einreise mit Impfung und PCR-Test von Senat gefordert

München, 07.01.2022 | 09:22 | soe

Die Dominikanische Republik verschärft möglicherweise bald ihre Einreisebestimmungen. Der Senat des Landes fordert die Einführung neuer Regeln, welche die Einreise ausländischer Staatsbürger und Staatsbürgerinnen nur noch mit Corona-Impfung und negativem PCR-Testergebnis erlauben. Bisher können Urlauber und Urlauberinnen aus Deutschland frei in die Dominikanische Republik einreisen, ohne einen Corona-Test oder Impfnachweis vorzeigen zu müssen.


Dominikanische Republik Punta Cana Strand
Der Senat der Dominikanischen Republik fordert eine Verschärfung der Einreiseregeln, eine Entscheidung steht noch aus.
Kaum ein Urlaubsland gestaltet seine Einreisebedingungen im Moment noch so locker wie die Dominikanische Republik. Der Karibikstaat erlaubt die Einreise von ausländischen Staatsbürgern und Staatsbürgerinnen, die nicht aus Hochrisiko- oder Virusvariantengebieten kommen, völlig ohne Nachweispflicht. Doch damit könnte bald Schluss sein: In einer am 6. Januar verabschiedeten Resolution fordert der Senat des Landes das Gesundheitsministerium dazu auf, die Einreiseregeln deutlich zu verschärfen. Nach der Vorlage sollen sowohl der Nachweis einer Corona-Impfung, als auch die Vorlage eines negativen PCR-Tests für die Einreise von nicht ansässigen Personen verpflichtend werden. Bisher hat die Gesundheitsbehörde dem Gesuch allerdings noch nicht zugestimmt, auch ein mögliches Startdatum für die strengeren Bestimmungen ist nicht bekannt.
 
In Dominikanischer Republik vielerorts Nachweispflicht
 
Angeregt hatte die mögliche Änderung Senator Aris Yván Lorenzo aus der Provinz Elías Piña, wie lokale Medien berichten. Begründet wird die Forderung zum einen mit der Bedrohung durch die Omikron-Mutation des Coronavirus, welche weltweit für erhöhte Infektionszahlen sorgt. Zum anderen kritisieren die Senatoren die Ungleichbehandlung von ausländischen Touristen und Touristinnen und den Einwohnern und Einwohnerinnen des Staates. Während die meisten Personen aus dem Ausland ohne jegliche Auflagen einreisen dürfen, gilt innerhalb des Landes für die Bürger und Bürgerinnen vielerorts die 3G-Regel. Wer beispielsweise ein Restaurant, ein Geschäft oder ein öffentliches Verkehrsmittel betreten will, muss entweder einen Impf- oder Genesungsnachweis oder einen höchstens sieben Tage alten, negativen PCR-Test präsentieren. Ab dem 31. Januar soll sich diese Regelung sogar noch verschärfen: Dann werden Impfnachweise nur noch anerkannt, wenn sie den Erhalt einer als Booster-Impfung bekannten dritten Impfdosis bescheinigen.
 
Entscheidung über Beschluss steht noch aus
 
Die Entscheidung über eine eventuelle Verschärfung der Einreiseregeln liegt nun beim Gesundheitsministerium. Ob dieses der Resolution jedoch in der geforderten Strenge zustimmen wird, ist fraglich. Die Dominikanische Republik ist stark auf die Einnahmen aus dem Tourismus angewiesen, ein erneuter Einbruch der Besucherzahlen würde hohe wirtschaftliche Verluste nach sich ziehen. Präsident Luis Abinader forderte am 6. Januar die Bevölkerung dazu auf, mit COVID-19 leben zu lernen. Es sei geboten, weiterhin Abstand zu halten und entsprechende Sicherheitsrichtlinien zu befolgen. Die Entscheidungen seines Gesundheitskabinetts in den vergangenen 16 Monaten wertet er als Erfolg, da die Dominikanische Republik eine der niedrigsten Corona-Todesraten der Welt aufweise.
 
Gesundheitsministerium sieht sich auf Omikron vorbereitet
 
Gemäß einer Mitteilung des Gesundheitsministeriums vom 5. Januar sei man auf den zu erwartenden Anstieg der Neuinfektionen aufgrund der Omikron-Variante vorbereitet, die Gewährleistung einer entsprechenden Gesundheitsversorgung sei gesichert. Gesundheitsminister Dr. Daniel Rivera betont, dass keine neuen Restriktionsmaßnahmen innerhalb des Landes geplant seien und stattdessen auf eine Stärkung der Booster-Impfkampagne für alle Personen ab 18 Jahren gesetzt wird. Die Sieben-Tage-Inzidenz in der Dominikanischen Republik steigt aktuell stark an und hat sich zwischen dem 23. Dezember und dem 7. Januar mehr als versechzehnfacht. Inzwischen liegt der Wert mit 198,6 auf dem höchsten Stand seit Beginn der Pandemie.

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