Sie sind hier:

Schweres Erdbeben erschüttert griechische Inseln und die Türkei

München, 13.06.2017 | 09:15 | hze

Ein schweres Erdbeben versetzte am Montagnachmittag die Menschen auf den griechischen Inseln sowie in der Südwesttürkei in Angst und Schrecken. Laut dem European-Mediterranean Seismological Centre (EMSC) hatten die Erdstöße eine Stärke von 6,3 auf der Richterskala. Das Epizentrum lag demnach in neun Kilometern Tiefe in der Ägäis, 15 Kilometer südlich der Insel Lesbos sowie rund 80 Kilometer nordwestlich der türkischen Metropole Izmir.


erdbeben-lesbos
Das Erdbeben ereignete sich in der Ägäis, in rund zehn Kilometern tiefe. Die Erdstöße waren bis nach Athen und Istanbul zu spüren. © Google
Laut Messungen des EMSC ereignete sich das Hauptbeben um 14:28 Uhr deutscher Zeit und dauerte etwa 15 bis 20 Sekunden. Die Erschütterungen waren dabei sogar im rund 330 Kilometer entfernten Istanbul zu spüren. Mehr als ein Dutzend Nachbeben folgten, das stärkste erreichte 4,9 auf der Richterskala. Medien berichten mittlerweile über ein Todesopfer sowie mindestens zwölf Verletzten auf Lesbos. Dort richtete das Erdbeben offenbar auch die schlimmsten Zerstörungen an. In der Gemeinde Vrises sind Berichten zufolge mehrere Häuser schwer beschädigt oder eingestürzt. Auch die Ortschaft Plomari verzeichnete wohl große Schäden. Erdrutsche haben zudem mehrere Straßen unpassierbar gemacht. Die Regierung hat die Armee auf die Insel entsandt, um die Bevölkerung mit Zelten und Lebensmitteln zu versorgen.

Erdbeben im Mittelmeerrraum sind dabei nichts ungewöhnliches. Vor alle das Gebiet zwischen Griechenland und der Türkei gilt als seismologisch besonders aktiv, da hier gleich mehrere Kontinentalplatten aneinander stoßen. Der Rand der Afrikanischen und Eurasischen Platte verläuft jedoch auch durch das gesamte Mittelmeer, vorbei an Italien, Tunesien, Algerien, Marokko, Spanien und Portugal. Daher kam es laut EMSC im Vorfeld des großen Bebens auch vor der Küste Mallorcas zu einem Erdstoß der Stärke 4.0.

Weitere Nachrichten über Reisen

Zapfsäulen an einer Tankstelle
18.04.2019

Benzinknappheit in Portugal wegen Streik

Durch einen landesweiten Streik der Tanklasterfahrer gibt es in Portugal an vielen Tankstellen Benzinengpässe. Auch im Flugverkehr kommt es zu Einschränkungen.
Strand Cala Pi auf Mallorca
16.04.2019

Mallorca verlängert Trockensteinmauer-Route

Mallorcas Inselrat plant eine Verlängerung der beliebten Trockensteinmauer-Route. Der Wanderweg durch das Tramuntana-Gebirge soll mehrere Anschlusspfade an Gemeinden erhalten.
Blick auf den Flughafen in Wien
16.04.2019

Wiener Touristenkarte enthält nun Airporttransfer

Die Touristenkarte für Wien wurde um eine wichtige Funktion erweitert. Künftig können Urlauber sie für den Transfer vom und zum Flughafen nutzen.
Paris Panorama
16.04.2019

Notre-Dame in Paris durch Brand teilweise zerstört

In der Kathedrale Notre-Dame in Paris ist am Abend des 15. April ein Großfeuer ausgebrochen. Der Brand zerstörte große Teile des Dachstuhls.
Sri Lanka Strand Mirissa
15.04.2019

Sri Lanka behält Visum vorerst doch

Sri Lanka schiebt die Abschaffung des Visums auf. Der geplante Termin für die Neuregelung am 1. April 2019 konnte nicht eingehalten werden.