Griechenland plant Regulierung von Kurzzeitvermietungen

Griechenland plant mit einem neuen Gesetz, Kurzzeitvermietungen strenger zu regulieren. Der Entwurf umfasst jedoch auch ein innovatives Nachhaltigkeitssystem für Hotels. Ziel ist die Verbesserung der Qualität und Nachhaltigkeit im Tourismus, die Maßnahmen sollen zudem zur Entlastung lokaler Gemeinschaften beitragen.
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Die griechische Regierung arbeitet derzeit daran, ein neues Tourismusgesetz auf den Weg zu bringen.
Zum ersten Mal wird ein umfassender rechtlicher Rahmen für Kurzzeitvermietungen in Griechenland geschaffen. Ziel ist es, Mindeststandards in Hygiene und Sicherheit sicherzustellen und die Überwachung durch eine unabhängige Behörde für öffentliche Einnahmen zu ermöglichen. Mit diesen Regelungen möchte die Regierung der zunehmenden Bedeutung von Kurzzeitvermietungen gerecht werden und ihre Auswirkungen auf die lokale Infrastruktur besser kontrollieren. Der griechischen Tourismusministerin Olga Kefalogianni zufolge ist dies ein wichtiger Schritt zur Förderung nachhaltiger Geschäftspraktiken im Tourismussektor.

Welche weiteren Maßnahmen sind geplant?

Neben den Regelungen für Kurzzeitvermietungen führt der Gesetzentwurf ein neues Hotelklassifizierungssystem ein, das ökologische und soziale Kriterien berücksichtigt. Dieses System wurde in Zusammenarbeit mit der griechischen Hotelkammer entwickelt und soll nachhaltige Praktiken fördern. Weitere Maßnahmen umfassen die Möglichkeit, Mitarbeiterunterkünfte in touristischen Regionen zu mieten, sowie Regelungen zur Nutzung von Meerwasser in Schwimmbädern in wasserarmen Gebieten. Diese Ansätze sollen langfristig die Lebensqualität in Tourismuszentren verbessern und die Umwelt schonen.

Was bedeutet das für Reisende?

Für Reisende könnten die neuen Regelungen zu einer Verbesserung der Unterkunftsstandards führen, insbesondere bei Kurzzeitvermietungen. Gleichzeitig wird erwartet, dass die Maßnahmen das Gleichgewicht zwischen touristischem Angebot und den Bedürfnissen der örtlichen Gemeinschaften fördern. Insbesondere in beliebten Reisezielen wie Athen, Kreta oder den Kykladen sollen die neuen Regelungen für mehr Transparenz und Sicherheit sorgen.