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Trotzdem fortfahren

Indien: Zyklon Titli sorgt für Massenevakuierung

Im Golf von Bengalen hat sich in den vergangenen 48 Stunden ein Sturmtief rasant zu einem tropischen Wirbelsturm der Kategorie 3 verstärkt. Zyklon Titli ist nach Angaben des Joint Typhoon Warning Centers am Donnerstagmorgen bereits auf die indische Ostküste getroffen. Windgeschwindigkeiten von bis zu 200 Kilometern pro Stunde sowie Niederschläge von teils mehr als 100 Litern pro Quadratmeter richteten der Nachrichtenagentur AFP zufolge große Schäden an, mehr als 300.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen.
Dem Bericht zufolge hatten die Behörden bereits am Mittwoch in den fünf am stärksten betroffenen Küstenbezirken Evakuierungen angeordnet. Laut der Times of India sind viele Straßen unpassierbar, auch Zug- und Flugverkehr kamen in der Region nahezu zum Erliegen. Vielerorts fielen Strom und Telefonverbindungen aus, da umgestürzte Bäume Leitungen beschädigt haben. Reisenden wird dringend geraten, den Anweisungen der lokalen Behörden Folge zu leisten.

Doch auch andernorts wüten aktuell schwere Stürme. Während Superhurrikan Michael in den USA vor allem den Norden Floridas verwüstet, zieht Zyklon Luban auf die arabische Halbinsel zu. Der Wirbelsturm der Kategorie 3 soll am Wochenende die Küsten Jemens erreichen und weiter nach Saudi Arabien im Norden ziehen. Laut US-Wetterdiensten drohen der arabischen Halbinsel Windgeschwindigkeiten von bis zu 130 Kilometern pro Stunde und vor allem extreme Regenfälle. Da der trockene Wüstenboden in der Region kaum Wasser aufnehmen kann, besteht eine hohe Gefahr von Überschwemmungen.