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Italien lockert Corona-Regeln für Touristen

München, 03.02.2022 | 09:47 | soe

Italien lockert die Zugangsbeschränkungen für Hotels und Restaurants. Ausländische Urlauberinnen und Urlauber dürfen diese Einrichtungen nun auch betreten, wenn sie mit einem nicht in der EU zugelassenen Impfstoff geimpft oder genesen sind. Voraussetzung ist jedoch ein zusätzlicher negativer Corona-Test. Bisher galt das 2G-Modell, der Zugang war damit geimpften und genesenen Gästen vorbehalten.


Italien: Verona
Italien erlaubt Urlaubern und Urlauberinnen den Zutritt zu Restaurants und Hotels unter gelockerten Bedingungen.
Update vom 9. Februar 2022, 11:30 Uhr

Inzwischen wurden weitere Details der Lockerungen bekanntgegeben. So wird für Hotels und Restaurants in Italien keine reguläre 3G-Regel angewendet, sondern die Möglichkeit des Zugangs mit einem negativen Corona-Test ist auf zwei Personengruppen beschränkt. Zum einen dürfen ausländische Gäste, die mit einem nicht in der EU zugelassenen Vakzin geimpft wurden, unter Vorlage eines zusätzlichten Negativtests Hotels und Restaurants nutzen. Dies betrifft beispielsweise die Empfänger der in Russland und China verbreiteten Impfstoffe. Zum anderen profitieren von der Neuerung auch ausländische Reisende, deren Impf- oder Genesungsstatus in ihrem Heimatland zwar noch gültig ist, in Italien jedoch bereits als abgelaufen gilt. Corona-Impfungen ohne Auffrischungsdosis sowie Genesungen erkennt das Urlaubsland derzeit nur sechs Monate lang an, lediglich für die Einreise werden bis zu neun Monate alte Impfnachweise akzeptiert. Personen gänzlich ohne Impf- oder Genesungszertifikat bleibt der Zugang zu Hotels und Restaurants jedoch entgegen erster Meldungen weiterhin verwehrt.

Originalmeldung vom 3. Februar 2022, 9:47 Uhr


Mit der Maßnahme zeigt sich Italien konsequent in seiner Lockerungspolitik. So hatte das beliebte Urlaubsland zum 1. Februar bereits seine Einreisebestimmungen an die Empfehlung der Europäische Union angepasst und gestattet seither Reisenden aus EU-Staaten, mit einem Nachweis nach dem 3G-Prinzip ohne weitere Auflagen einzureisen. Für das Betreten von Hotels und Gaststätten war seither allerdings noch ein Impf- oder Genesungszertifikat nötig, sodass Urlauber und Urlauberinnen ohne diesen Nachweis innerhalb des Landes mit starken Einschränkungen konfrontiert waren. Am 2. Februar beschloss nun der Ministerrat in Rom, dass für ausländische Staatsbürger und Staatsbürgerinnen auch ein negativer Corona-Test ausreicht, um in Hotels einchecken beziehungsweise in Restaurants essen zu dürfen.
 
Änderung nach Kritik der Tourismusbranche
 
Vorangegangen waren der Entscheidung Beschwerden der italienischen Tourismusindustrie. So benachteiligte die strikte 2G-Regel nicht nur ungeimpfte und nicht genesene Reisegäste, sondern auch all jene, die mit einem nicht in der EU zugelassenen Präparat gegen Corona geimpft wurden. Durch die Lockerung haben nun auch Urlauberinnen und Urlauber mit Impfungen aus China und Russland die Möglichkeit, Restaurants und Hotels zu betreten. Darüber hinaus plant die italienische Regierung, den Super Green Pass – also die nationale Version des 2G-Nachweises – für Bürger und Bürgerinnen mit Booster-Impfung unbefristet gelten zu lassen.
 
Corona-Lage in Italien
 
Die Infektionszahlen in Italien liegen noch immer auf hohem Niveau, zeigen jedoch seit knapp zwei Wochen eine sinkende Tendenz. Mit Stand zum 3. Februar liegt die Sieben-Tage-Inzidenz bei 1.411,7. Am 21. Januar hatte sie noch die Zweitausendermarke überschritten. Die Impfquote im Land ist mit 76,5 Prozent vollständig geimpfter Bevölkerung hoch, mehr als die Hälfte der Italienerinnen und Italiener hat bereits eine Auffrischungsdosis erhalten.

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