Kanaren beenden alle Corona-Beschränkungen ab 26. März

Die Kanaren haben in einer Sitzung des EZB-Rates am Donnerstag das Ende aller regionalen Corona-Maßnahmen ab dem 26. März beschlossen. Dies verkündete der kanarische Vizepräsident Antonio Olivera am Abend. Damit werden beispielsweise die Kontaktbeschränkungen bei privaten Treffen sowie Kapazitätsgrenzen und Schließzeiten für Restaurants aufgehoben. Bestimmte Maßnahmen wie die Maskenpflicht in Innenräumen, die für ganz Spanien gelten, bleiben jedoch auch auf den Kanarischen Inseln weiterhin in Kraft.
Update vom 25. März 2022, 7:50 Uhr:

Wie Mitte der Woche angekündigt, hat der EZB-Rat der Kanarischen Inseln am 24. März das vorläufige Ende aller regionalen Corona-Maßnahmen auf den Kanarischen Inseln entschieden. Der Beschluss soll am Freitag im Amtsblatt der Kanarischen Inseln, dem BOC, veröffentlicht werden und am 26. März um 0 Uhr in Kraft treten. Die Regelung gilt vorerst bis zum 30. April. Neben dem Entfall der regionalen Corona-Beschränkungen ändern die Kanaren auch ihre Corona-Warnstufen. Bislang wurden die einzelnen Inseln je nach ihrer Pandemielage in eine vierstufige Skala von 1 bis 4 eingeteilt, wobei Level 4 die höchste Risikostufe markierte. Künftig soll es ein fünfstufiges System geben, Stufe 0 kommt als niedrigstes Risikolevel hinzu. Verhängt werden die Alarmstufen fortan auf Basis der Auslastung der örtlichen Gesundheitsdienste.


Originalmeldung vom 23. März 2022, 16:04 Uhr:

Wie der Präsident der Kanarischen Inseln Ángel Víctor Torres betonte, handele es sich lediglich um eine Aussetzung der Corona-Maßnahmen, welche im Falle einer Verschlechterung der Pandemiesituation jederzeit wieder in Kraft gesetzt werden könnten. Die Pandemie sei noch nicht überwunden, mit den neuen Lockerungen gehe jedoch ein weiterer Schritt in Richtung Normalität einher. Der Beschluss der Maßnahmen-Abschaffung soll auf der Sitzung des EZB-Rates am Donnerstag vonstattengehen, dann wird auch das konkrete Datum für das Ende der Beschränkungen festgelegt. Dies könnte laut lokalen Medienberichten bereits am Freitag oder am kommenden Montag der Fall sein. Zu beachten ist allerdings, dass die Lockerung lediglich die regional für die Kanaren beschlossenen Maßnahmen betrifft. Vorgaben auf Landesebene, beispielsweise die Maskenpflicht, bleiben auch auf den Kanaren bis zu einer Änderung durch die Zentralregierung in Madrid gültig.
 
Keine Kontaktbeschränkungen und Sperrstunden mehr
 
Sobald das Ende der Beschränkungen in Kraft tritt, dürfen Restaurants und öffentliche Einrichtungen wieder 100 Prozent ihrer Kapazitäten auslasten, dies gilt für Außen- und Innenbereiche. Sie profitieren darüber hinaus vom Ende der coronabedingten Schließzeit, die zuletzt eine Sperrstunde um 3 beziehungsweise 4 Uhr vorgeschrieben hatte. Auch Massenveranstaltungen können stattfinden. Die Beschränkung der Teilnehmerzahl bei privaten oder öffentlichen Treffen, welche zuletzt bei maximal zwölf Personen lag, wird aufgehoben. Zudem endet das Tanzverbot, womit Nachtclubs und Diskotheken wieder ihren normalen Betrieb aufnehmen und Festivals sowie die typischen Verbenas veranstaltet werden dürfen. Für touristische Unterkünfte enden die Beschränkungen ebenso wie für Reisegruppen, welche fortan wieder mehr als 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer umfassen können.
 
Corona-Lage auf den Kanaren
 
Der kanarische Präsident begründet die Lockerungen mit der sich stetig verbessernden Lage in den Krankenhäusern des Archipels. Sowohl die Belegung der Betten auf den Normalstationen, als auch die Auslastung der Intensivstationen mit Corona-Patienten und -Patientinnen gehe kontinuierlich zurück. Mit Stand zum 22. März lag die Sieben-Tage-Inzidenz der Inselgruppe bei 439,21 und damit bei nur rund einem Viertel des aktuell in Deutschland gemessenen Werts (1.734,2).