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Katalonien: Generalstreik sorgt für Einschränkungen in Verkehr und Alltag

München, 04.10.2017 | 09:37 | lvo

Nach dem für illegal erklärten Referendum zur Unabhängigkeit Kataloniens wurde am 3. Oktober ein Generalstreik in der spanischen Region ausgerufen. Hierbei kann es auch am Tag danach weiterhin zu Beeinträchtigungen des Straßenverkehrs sowie des Transportwesens kommen. Reisenden in und um Barcelona wird vom Auswärtigen Amt geraten, die Entwicklung über die Medien zu verfolgen.


Park Güell in Barcelona
Ein Generalstreik behindert das Transportwesen nach dem Unabhängigkeitsreferendum in Barcelona.
Bei mehreren Kundgebungen am Abend des 3. Oktober fanden sich in Barcelona rund 700.000 Demonstranten zusammen und forderten den Abzug der Polizeikräfte. Zeitgleich legte ein Generalstreik das öffentliche Leben lahm. In der Hauptstadt der Region blieben Geschäfte und Metrostationen geschlossen. Dadurch kam es im Transportwesen und Straßenverkehr zu erheblichen Beeinträchtigungen. Diese können sich auf die kommenden Tage erstrecken.

Am vergangenen Sonntag hatte Katalonien über die Loslösung von Spanien abgestimmt. Angaben der Zeit zufolge wählten 90 Prozent der Katalanen die Unabhängigkeit. Die Wahlbeteiligung lag jedoch nur bei 42 Prozent. Das Referendum war vom Obersten Gerichtshof für verfassungswidrig erklärt worden. Die Polizei war massiv gegen die Durchführung der Wahl vorgegangen. Aus Protest gegen diese von Madrid angeordnete Polizeigewalt kam es am Montag und Dienstag zu Demonstrationen.

Wie Kataloniens Regionalpräsident Carles Puidgemont ankündigte, will er noch in dieser Woche die Unabhängigkeit der Region ausrufen. Das berichtet die Zeit auf ihrer Webseite. Voraussichtlich bis Ende der Woche werden die Stimmen aus dem Ausland ausgezählt sein und dann soll gehandelt werden.

 

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