Leuchtenburg in Thüringen: Barrierefreier Zugang für Touristen geplant

Die Leuchtenburg in Thüringen wird voraussichtlich ab Ende kommenden Jahres die erste barrierefreie Höhenburg Deutschlands. Aktuell entsteht ein 140 Meter langer und teils unterirdischer Schrägaufzug, der die rund 60 Höhenmeter bis zur Burg erleichtern soll. Mit dem Projekt, das bereits eine mehr als zehnjährige Planungsphase durchlief, wird ein neues Kapitel in der touristischen Geschichte der im 13. Jahrhundert erstmals erwähnten Burg aufgeschlagen.
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Die Leuchtenburg in Thüringen wird zur ersten barrierefreien Höhenburg Deutschlands. © Leuchtenburg
Die Leuchtenburg bei Seitenroda wird mit einem innovativen Schrägaufzug ausgestattet, der die steilen Höhenmeter zur Burg überwinden soll. Der Bau des 140 Meter langen Aufzugs, der teilweise unterirdisch verläuft, hat bereits das Richtfest erreicht. Die Fertigstellung und erste Nutzung durch Besucherinnen und Besucher sind für Ende 2025 geplant.
 
Ein Jahrzehnt der Planung
 
Die Umsetzung des Projekts folgte einer über zehn Jahre andauernden Planungsphase, in der unterschiedliche Lösungen wie Seilbahnen und Elektrobusse diskutiert wurden. Die Entscheidung fiel letztlich auf die aktuelle Variante, die als wirtschaftlichste und mit der geringsten Beeinträchtigung beschrieben wird. Insgesamt wurden für den Bau sechs Millionen Euro Fördergelder bereitgestellt.
 
Warum lohnt sich ein Besuch der Leuchtenburg?
 
Die im 13. Jahrhundert erstmals erwähnte Leuchtenburg liegt auf 395 Metern Höhe über der Saale und ist bekannt für ihre Ausstellung „Porzellanwelten“. Mit 86.000 Besucherinnen und Besuchern im Jahr 2023 zählt sie zu den beliebten touristischen Zielen in Thüringen. Durch den barrierefreien Zugang sollen die Besucherzahlen in den kommenden Jahren weiter steigen.

Quelle: dpa