Madrid: E-Scooter-Verbot ab Oktober

Ab Oktober wird es auf den Straßen Madrids keine elektrischen Leihroller mehr geben. Das Verbot tritt aufgrund nicht beseitigter Sicherheitsrisiken durch die Anbieter der Scooter in Kraft. Reisende können demzufolge ab Oktober nicht mehr auf die günstigen Fortbewegungsmittel zurückgreifen. Die Anbieter können noch Berufung einlegen.
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Madrid verbietet beliebte Leih-E-Scooter ab Oktober.
E-Scooter, wie sie in vielen Städten mittlerweile ein alltägliches Bild sind, werden ab Oktober in der spanischen Hauptstadt Madrid verboten. Dies betrifft jedoch nur Leihroller, wie sie von den in Madrid lizensierten Anbietern Lime, Dott und Tier Mobility bereitgestellt werden. Private E-Roller dürfen weiterhin genutzt werden. Mit den Scootern können etwa Touristinnen und Touristen kostengünstig zentrale Sehenswürdigkeiten abfahren und so flexibel die Stadt erkunden. Reisende, die solche Beförderungsmittel dem öffentlichen Nahverkehr vorziehen, können ab Oktober auf das bestehende Angebot an Leihfahrrädern zurückgreifen.
 
Sicherheitsrisiko E-Scooter
 
Das Verbot, welches durch die Stadtverwaltung Madrids verkündet wurde, ist eine Reaktion auf Sicherheitsbedenken, die durch die Roller entstehen. Nach Angaben des städtischen Bürgermeisters José Luis Martínez-Almeida seien durch die Verleiher „die Bedingungen zur Sicherheit der Fußgänger, insbesondere der älteren" nicht erfüllt. Dies bedeutet, dass die lokalen Anbieter keine technischen Möglichkeiten besitzen, die das unerlaubte Fahren oder Parken in bestimmten Gebieten oder auf öffentlichen Plätzen einschränken oder regulieren. Auch eine entsprechende Unfallversicherung fehle bei den elektrischen Leihrollern.
 
Elektrische Leihroller in der Kritik
 
Auch wenn die Nutzung der Leihroller für Kundinnen und Kunden recht komfortabel ist, gibt es Kritik an den E-Scootern. Bemängelt wird unter anderem die fehlende Kontrolle darüber, wie die Roller geparkt werden. Oft blockieren diese Gehwege, weil sie achtlos abgestellt werden oder im Weg liegen. Auch Unfälle aufgrund fahrlässigen Verhaltens auf Gehwegen seien ein Problem. Die Bereitstellung von Leih-E-Scootern wurde bereits in anderen Städten verboten. Dazu zählen zum Beispiel Melbourne, Montréal und Paris.