Malediven: Beliebte Schnorchelattraktion schwer beschädigt

Das berühmte Schiffswrack bei Keyodhoo im Vaavu-Atoll der Malediven wurde durch starke Strömungen und Unwetter schwer beschädigt. Nun droht es bei Flut vollständig unterzugehen. Gleichzeitig haben heftige Regenfälle die Hauptstadt Malé und weitere Gebiete der Malediven, darunter die Insel Nilhandoo, überschwemmt.
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Auf den Malediven wurde ein bei Reisenden beliebtes Schiffswrack schwer beschädigt.
Das Schiffswrack bei Keyodhoo, einst eine beliebte Attraktion für Tauchende und Schnorchelnde, wurde von Meeresströmungen und heftigen Regenfällen stark angegriffen. Das Wrack liegt jetzt kopfüber im Wasser und Teile des zuvor verborgenen Rumpfes ragen sichtbar heraus. Der Mast ist ebenfalls beschädigt. Medienberichten zufolge könnte das Wrack bei Flut nun vollständig unter Wasser verschwinden, was seine Zukunft als Touristenattraktion in Frage stellt. Ursprünglich wurde das Wrack vor zehn Jahren von Fischenden entdeckt und von lokalen Tauchbasen zu einer Unterwasserattraktion umgestaltet. Unter anderem siedelten sie dort einen Korallengarten an, der allerdings im vergangenen Jahr durch eine Korallenbleiche größtenteils abstarb. Die Schäden am Wrack sind ein herber Schlag für den lokalen Tourismus, da zahlreiche Resorts und Gästehäuser tägliche Ausflüge zu der Attraktion angeboten haben.

Auf den Malediven ist Monsun-Saison

Neben den Schäden am Wrack kämpfen die Malediven aktuell mit widrigen Wetterbedingungen durch die Monsun-Saison. Bereits Anfang des Monats wurden in der Hauptstadt Malé innerhalb von 26 Stunden 163 Millimeter Regen gemessen, wobei 60 Millimeter innerhalb nur einer Stunde fielen. Dies führte zu weitreichenden Überschwemmungen, bei denen die Straßen unpassierbar wurden. Die anhaltenden Regenfälle beeinträchtigen momentan auch den Reiseverkehr in einzelnen Gebieten. Der maledivische Wetterdienst warnt vor weiteren schweren Regenfällen, die die Situation verschärfen könnten. Reisende werden aufgefordert, Vorsicht walten zu lassen und aktuelle Wetterberichte zu verfolgen.