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Corona: Marokko verlängert Ausgangssperre bis 16. März

München, 08.03.2021 | 15:43 | soe

Marokko hat die landesweit geltende nächtliche Ausgangssperre bis vorerst zum 16. März verlängert. Damit darf die Unterkunft zwischen 21 und 6 Uhr nur in Ausnahmefällen verlassen werden, Restaurants und Geschäfte müssen bereits um 20 Uhr schließen. Zudem soll der Flugverkehr von und nach Deutschland noch bis zum 21. März ausgesetzt bleiben.


Blick über die Dächer von Marrakesch
Die Ausgangssperre in Marokko wurde bis zum 16. März verlängert.
Als gesetzliche Basis für Ausgangssperren und Reisebeschränkungen dient in Marokko der ausgerufene Gesundheitsnotstand. Dieser wurde durch die Behörden nun bis zum 10. April verlängert und berechtigt die Regierung dazu, proaktive Maßnahmen gegen die Pandemie zu ergreifen. Dazu zählen auch ein Verbot privater sowie öffentlicher Versammlungen sowie Ein- und Ausreisebeschränkungen für besonders betroffene Präfekturen. Unter ihnen befinden sich Marrakesch, Casablanca und Tanger.
 
Flugverbote gegen Einschleppung von Mutationen
 
Aktuell gilt die besondere Sorge Marokkos den sich verbreitenden Mutationen des Coronavirus. Um deren Import aus dem Ausland zu verhindern, hat die marokkanische Regierung am 23. Februar den Flugverkehr zu mehreren Ländern eingestellt, unter anderem ist der reguläre Flugverkehr von und nach Deutschland ausgesetzt. Reisenden aus der Bundesrepublik wird unabhängig von ihrer Staatsangehörigkeit die Einreise nach Marokko verweigert. Diese Regelung soll bis zum 21. März in Kraft bleiben. Neben Deutschland stehen beispielsweise auch Österreich, die Schweiz, Italien und die Niederlande auf der Liste der Länder, die derzeit keinen Direktflugverkehr mit Marokko unterhalten dürfen. Wenige Ausnahmen gibt es nur für Frachtflüge und medizinische Transporte.
 
Erfolgreiche Impfkampagne
 
Unterdessen hat Marokko über zehn Prozent der erwachsenen Bevölkerung mit der ersten Dosis geimpft, mehr als eine halbe Million Menschen wurde bereits vollständig immunisiert. Das entspricht über vier Millionen Impfdosen, die in knapp 3.000 Impfzentren im Land verteilt wurden. Organisiert wird die Kampagne vom marokkanischen Innenministerium, Unterstützung bei der Umsetzung bietet die Polizei des Landes.

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