Naturwunder des Jahres 2024: Langwarder Groden im Norden Niedersachsens

Der Langwarder Groden an der Nordseeküste in Niedersachsen wurde zum Naturwunder des Jahres 2024 gewählt. In einer Online-Abstimmung, die von der Heinz Sielmann Stiftung und dem Deutschen Wanderverband organisiert wurde, setzte sich der Groden knapp gegen acht weitere Kandidaten durch. Mit 31,9 Prozent der 33.040 abgegebenen Stimmen beeindruckte er durch seine Naturschönheit und erfolgreiche Renaturierung.
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Der Langwarder Groden an der Nordseeküste, ein Naturwunder im UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer. © Alex K. Media
Der Langwarder Groden liegt auf der Halbinsel Butjadingen im UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer. Nach der Öffnung des Sommerdeichs 2014 konnte sich die Salzwiesenlandschaft dank des Gezeiteneinflusses wieder erholen. Heute bietet das Gebiet Lebensraum für zahlreiche Küstenvögel und seltene Tierarten, darunter Wattwürmer und Krebse. Ein barrierearmer Naturlehrpfad und ein vier Kilometer langer Rundwanderweg ermöglichen es, die Naturlandschaft zu erleben.
 
Renaturierung als Vorbild

Der Erfolg der Renaturierung im Langwarder Groden wird als Vorzeigemodell für den Naturschutz gefeiert. Der Präsident des Deutschen Wanderverbands lobt die Region als einen der schönsten Wanderwege Deutschlands. Die 140 Hektar große Fläche zeigt, wie sich ein Lebensraum nach menschlichen Eingriffen wiederherstellen lässt.
 
Zweiter und dritter Platz

Den zweiten Platz belegte der Rochlitzer Berg in Sachsen, der mit 31 Prozent der Stimmen nur knapp hinter dem Langwarder Groden lag. Auf den dritten Platz schafften es die Vogelsberger Bergmähwiesen in Hessen mit neun Prozent der Stimmen. Beide Naturschönheiten zeichnen sich durch ihre einzigartige Landschaft und Artenvielfalt aus und gehören zu den wertvollen Naturräumen Deutschlands.
 
Zukunft der Naturwunderwahl

Die Wahl zum Naturwunder des Jahres wird jährlich von der Heinz Sielmann Stiftung und dem Deutschen Wanderverband ausgerichtet. Mit einem neuen Teilnehmerrekord von über 33.000 Stimmen zeigt sich das wachsende Interesse an Natur- und Umweltschutz. Auch in den kommenden Jahren soll das Bewusstsein für den Erhalt einzigartiger Naturräume weiter gestärkt werden.