Neue Touristensteuer in Irland könnte Reisekosten erhöhen

Die irische Hauptstadt Dublin könnte bald eine Touristensteuer einführen. Dies ist Teil eines Maßnahmenpakets, das von der Dublin City Taskforce empfohlen wurde, um die Sicherheit und Infrastruktur der Stadt zu verbessern. Die Steuer soll zur Finanzierung der Maßnahmen beitragen, um die Stadt nach den Herausforderungen durch die Pandemie und den Anstieg von Besucherinnen und Besuchern zu revitalisieren.
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Mögliche Touristensteuer in Irland: Reisende könnten zukünftig zusätzliche Gebühren auf ihre Unterkünfte zahlen.
Der Bericht der Dublin City Taskforce schlägt vor, eine Touristensteuer als Finanzierungsquelle für dringend notwendige Infrastrukturprojekte in Dublin zu nutzen. Die Steuer könnte dazu beitragen, die Sicherheit zu erhöhen und das Stadtbild zu verbessern. Insgesamt wird ein Kapitalbedarf von 750 Millionen bis eine Milliarde Euro geschätzt. Der Vorschlag orientiert sich an den bereits in vielen europäischen Städten üblichen Touristengebühren, die vor allem zur Erhaltung der öffentlichen Räume beitragen.

Akzeptanz der Steuer in anderen Städten

Laut David McRedmond, dem Vorsitzenden der Taskforce, seien ähnliche Abgaben in Europa bereits erfolgreich eingesetzt. Er betonte außerdem, dass Touristinnen und Touristen die Gebühren oft akzeptieren, wenn sie zur Verbesserung ihrer Erfahrung in der Stadt beitragen. Der irische Premierminister Simon Harris hat bereits signalisiert, offen für die Einführung einer neuen Touristensteuer zu sein. Ziel sei es, die Stadt attraktiver zu gestalten und ihre Wettbewerbsfähigkeit zu steigern.
 
Mögliche Auswirkungen auf Reisende
 
Sollte die Touristensteuer in Irland eingeführt werden, könnten für Reisende zusätzliche Gebühren auf ihre Unterkunftskosten zukommen. Die genauen Details zur Höhe der Steuer und ihrem Einführungstermin wurden bisher noch nicht festgelegt. Die irische Regierung hat allerdings signalisiert, dass sie offen für die Umsetzung dieser Empfehlung ist.