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Philippinen: Präsident will Urlaubsinsel Boracay schließen

München, 16.02.2018 | 09:59 | hze

Wer das Inselparadis Boracay auf den Philippinen besuchen will, hat dafür unter Umständen nur noch wenig Zeit. Wie das Branchenmagazin FVW am Donnerstag berichtet, hat Präsident Rodrigo Duderte die bei Touristen beliebte Insel als Kloake bezeichnet und mit deren dauerhafter Schließung gedroht. Er wirft den Behörden vor Ort Versäumnisse vor und gibt ihnen sechs Monate Zeit, die Missstände zu beheben.


Philippinen - Cebu - Borocay
Boracay ist für seine schönen, weißen Sandstrände bekannt. Ungeklärte Abwässer aus den Hotels gefährden jedoch das Urlaubsparadies.
Obwohl die Insel etwa 300 Kilometer südlich der Hauptstadt Manila erst unlängst von einem Reisemagazin zur schönsten Insel der Welt gewählt wurde, liegen die hygienischen Zustände im Argen. So ergab eine Untersuchung, dass viele Hotels ihre Abwässer ungefiltert ins Meer leiten. Dies veranlasst Präsident Duderte zu der Aussage, dass Boracay aus der Ferne sehr schön ist, „wenn man aber in Boracay schwimmt, stinkt man nach Scheiße“. Ganz so schlimm ist die Situation laut einem offiziellen Bericht zur Wasserqualität noch nicht. Demnach bestehe keine Gesundheitsgefahr beim Schwimmen im Meer.

Allein die (erneute) verbale Entgleisung des Präsidenten scheint bereits erste Wirkung zu zeigen. So hätten laut FVW bereits mehrere Hotels auf Boracay von einer Reihe von Stornierungen berichtet. Eine komplette Schließung der Insel wäre eine Katastrophe für die 30.000 Einheimischen, von denen ein Großteil vom Tourismus lebt. Umweltverschmutzung ist jedoch auch andernorts ein großes Thema. So will Thailand die tägliche Touristenzahl auf vielen beliebten Ausflugsinseln beschränken. Am meisten leidet das empfindliche Ökosystem unter Wasser, das nicht nur durch Unrat verschmutzt, sondern durch Anker und Öl der vielen Boote nachhaltig geschädigt wird.

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