Sie sind hier:

Thailand beschränkt Touristenzahlen auf Inseln

München, 09.02.2018 | 11:12 | hze

Reisende in Thailand müssen ihre Tagesausflüge künftig besser vorausplanen. Wie das deutschsprachige Portal der Farang am Mittwoch berichtete, will die Behörde für Nationalparks, Wildtier- und Pflanzenschutz (DNP) die Touristenzahlen auf den permanent überlaufenen Ausflugsinseln pro Tag begrenzen. In einigen Gebieten ist geplant, die Besucher auch auf andere Inseln zu verteilen. Dadurch sollen Umwelt und Meeresbewohner der beliebten Ausflugsziele besser geschützt werden.


Bucht in Thailand
Damit Thailands Inseln so schön bleiben, wollen die Behörden die Zahl der täglichen Besucher limitieren.
Mit einer Studie auf den Similan-Inseln will die DNP nun die Grenzen des ökologisch verträglichen Tourismus ausloten. Hierfür sollen zunächst auf den Phi Phi Islands und in der Phang-nga-Bucht die Besucherzahlen ausgewertet werden. Bis 31. März werden zusätzlich schwimmende Bootsanleger sowie ein angeschlossenes Besucherzentrum errichtet, in dem Touristen ausruhen können. Anhand der Studienergebnisse soll dann eine tageszeitabhängige Obergrenze für Besucher eingerichtet werden. Als weitere Maßnahme erwägt die DNP die Einführung von E-Tickets für die Insel. So könnten die Besucherströme einfacher überwacht werden. Zum anderen fiele mit den Papiertickets eine weitere Müllquelle weg.

Laut Songtham Suksawang, Leiter der DNP, sind vor allem die Marinenationalparks am schlimmsten von dem permanenten Besucheransturm betroffen. Neben dem Unrat, den Besucher hinterlassen, leidet das empfindliche Ökosystem unter Wasser vor allem unter der Zerstörung der Korallen durch die Anker und ausgelaufenes Öl der Boote. Bisher hatten die Behörden zum Schutz der Natur einige Gebiete während der Regenzeit komplett für Touristen geschlossen. So ist die Maya-Bucht in Thailand auch 2018 für drei Monate gesperrt.

Weitere Nachrichten über Reisen

Kalifornien Big Sur High Way 1
17.01.2019

Kalifornien: Winterstürme sorgen für Chaos im Reiseverkehr

Kalifornien hat derzeit mit schweren Winterstürmen zu kämpfen. Unwetter mit Starkwinden und massiven Regenfällen sorgen für Chaos im Reiseverkehr.
Costa Rica
16.01.2019

Plastikverbot: Costa Rica wird CO2-neutral

Costa Rica schließt sich weiteren Vorreitern der Bekämpfung von Umweltproblemen an und führt ein Plastikverbot ein. Auch bei der Klimaneutralität setzt der lateinamerikanische Staat Maßstäbe.
Vier Fahnen vor der EU-Kommission in Brüssel.
14.01.2019

Verschärfung der Umweltzone in Brüssel

Seit dem 1. Januar verschärft die belgische Hauptstadt ihre Umweltzonenregelung im Stadtgebiet. Seither ist der Bereich für weitere Fahrzeuge gesperrt.
USA - Kalifornien - Yosemite National Park
11.01.2019

USA: Shutdown führt zu Einschränkungen für Reisende

Urlauber in den USA müssen derzeit mit Verzögerungen an mehreren Stellen rechnen. Wegen des Shutdowns sind Sehenswürdigkeiten geschlossen und es kommt zu langen Wartezeiten an den Flughäfen.
Indonesien Bali
10.01.2019

Plastikverbot: Bali schafft Einwegkunststoff ab

Bereits seit langem kämpft das indonesische Urlaubsparadies Bali mit einem Müllproblem. Nun geht die Insel mit einem Plastikverbot gegen die Umweltverschmutzung vor.