Reisen nach Florida: Machen Touristen jetzt Urlaub im Öl?

Der Untergang der Bohrinsel im Golf von Mexiko vor einigen Wochen war der Beginn eines langen Kampfes um die Natur. Inzwischen hat das aus der Pumpleitung auslaufende Öl auch die Strände der touristischen Zentren Floridas erreicht.
Sieben Wochen nach der Bohrinsel-Katastrophe im Golf von Mexiko ist die Gefahr noch nicht gebannt. Der Ölteppich breitet sich nicht mehr nur auf dem offenen Meer aus, sondern ist bereits an den Küstenregionen angekommen. Die schönsten Strände Floridas kämpfen inzwischen mit dem klebrigen Öl. Im Badeort Pensacola wird es in Klumpen angeschwemmt und lagert sich im Sand ab. Auch der Badetourismus ist bereits stark eingeschränkt.

Der Ölkonzern BP, dem die gesunkene Plattform im Golf von Mexiko gehört, versucht nun zu retten, was zu retten ist. Tausende Helfer sind im Auftrag der Firma inzwischen im Einsatz an den Stränden, um diese ständig nach neuen Ölfilmen abzusuchen und sofort zu säubern. Eine schwierige Arbeit, weil das Öl ständig an anderen Stellen angeschwemmt wird. Das Reinigen wird regelrecht zur Sisyphus-Arbeit.

Doch nicht nur für die Natur besteht Gefahr im sonnigen Florida. Auch die Tourismusbranche befürchtet starke Einbußen aufgrund der Verunreinigung der berühmten Traumstrände. Noch ist nicht klar, ob die Besucherzahlen bei den Badetouristen an die der letzten Jahre werden anknüpfen können. Schon jetzt werden Einschränkungen in der Strand- und Wasserqualität deutlich. Mit dem Tourismus sind mehr als eine Million Arbeitsplätze in Florida verbunden.