Reisen in die USA: Lockerungen der Einreisebestimmungen für Kuba-Reisende in Aussicht

US-Präsident Joe Biden hat angekündigt, Kuba von der Liste der sogenannten staatlichen Sponsoren des Terrorismus zu entfernen. Mit dieser Entscheidung, die kurz vor dem Ende seiner Amtszeit getroffen wurde, ebnet er den Weg für diplomatischere Beziehungen und erleichtert die Einreise für Reisende, die seit 2021 auf der Karibikinsel waren und bisher ein Visum benötigten.
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Reisende, die Kuba seit 2021 besucht haben, könnten bald wieder einfacher in die USA einreisen.
Seit 2021 mussten Reisende, die Kuba besucht hatten ein reguläres Visum beantragen, auch wenn sie aus Ländern kamen, die am Visa-Waiver-Programm (VWP) teilnehmen. Grund dafür war die damalige Einstufung der Insel als „Staatlicher Sponsor des Terrorismus“. Dies bedeutete für viele eine zeit- und kostenintensive Hürde bei der Reiseplanung. Mit der angekündigten Streichung Kubas von der Liste könnte sich dies bald ändern: Reisende hätten dann wieder die Möglichkeit, das vereinfachte ESTA-Verfahren (Electronic System for Travel Authorization) zu nutzen. Ein konkretes Datum für das Inkrafttreten der Änderung wurde jedoch noch nicht genannt.
 
Hintergrund der Änderung
 
Kurz vor Ende seiner Amtszeit geht Präsident Biden noch einmal einen deutlichen Schritt auf Kuba zu. Die Entscheidung zur Streichung erfolgt im Rahmen eines Abkommens zwischen den USA und dem Karibikstaat. Beobachterinnen und Beobachter werten diesen Schritt als Annäherung zwischen den beiden Ländern, die nach den Sanktionen und verschärften Regelungen während der Amtszeit von Ex-Präsident Trump eine angespannte Beziehung hatten.
 
Was bedeutet das für Reisende?
 
Sollte die Lockerung tatsächlich in Kraft treten, könnten insbesondere Touristinnen und Touristen, die Kuba nach 2021 besucht haben, von der erleichterten Einreise profitieren. Bislang mussten sie ein Visum beantragen – ein aufwendiger Prozess, der ESTA-Reisenden erspart bleibt. Allerdings bleibt abzuwarten, ob die Entscheidung unter dem neuen Präsidenten Trump Bestand haben wird, der voraussichtlich wieder eine harte Linie gegenüber Kuba verfolgen könnte.