Spanien: Neue Steuer verteuert Ferienwohnungen

Spanien plant ab 2025 eine neue Steuer für touristische Kurzzeitvermietungen, die Buchungen für Urlauberinnen und Urlauber sehr wahrscheinlich verteuern wird. Hintergrund ist der zunehmende Mangel an bezahlbarem Wohnraum in Städten und touristischen Gebieten. Reisende müssen mit Preiserhöhungen von bis zu zehn Prozent rechnen.
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Die spanische Regierung will noch in diesem Jahr eine neue Steuer auf Kurzzeitvermietungen erheben.
Im Gegensatz zu Hotels, die bereits eine Mehrwertsteuer von zehn Prozent abführen, mussten viele Kurzzeitvermietungen bisher keine vergleichbaren Abgaben leisten. Spaniens Premierminister Pedro Sánchez erklärte, dass die neue Regelung unfairen Wettbewerb zwischen Hotels und Privatvermietenden beenden soll. Künftig sollen Buchungsplattformen die Steuer direkt einziehen und an den Staat weiterleiten. Dadurch wird das Buchen von Ferienwohnungen spürbar teurer. Zudem will die Regierung sicherstellen, dass den Behörden keine Einnahmen mehr entgehen, was nach aktuellen Schätzungen jährlich Millionen Euro betrifft.

Welche weiteren Maßnahmen plant Spanien?

Zusätzlich zur neuen Steuer plant die spanische Regierung eine weitere Maßnahme: Der Kauf von Immobilien durch Nicht-EU-Bürgerinnen und -Bürger könnte mit einer Steuer von bis zu 100 Prozent des Kaufpreises belegt werden. Diese Regelung zielt darauf ab, spekulativen Immobilienkäufen entgegenzuwirken, da viele solcher Immobilien für lukrative Kurzzeitvermietungen genutzt werden. Im Jahr 2024 machten Ausländerinnen und Ausländer etwa 20 Prozent der Immobilienkaufenden in Spanien aus – eine Entwicklung, die besonders in beliebten Küstenregionen wie der Costa del Sol für steigende Wohnkosten sorgt.

Was bedeutet das für Reisende?

Für Urlauberinnen und Urlauber in Spanien könnten sich die Kosten für Ferienunterkünfte deutlich erhöhen. Bereits jetzt sind Feriendomizile in beliebten Städten wie Barcelona und Madrid teurer als der EU-Durchschnitt. Reisende sollten bei ihrer Urlaubsplanung berücksichtigen, dass die neuen Vorschriften zu spürbaren Mehrkosten führen könnten. Gleichzeitig appellieren die Behörden an die Plattformen, die Preissteigerungen transparent zu kommunizieren und frühzeitig umzusetzen.