Spanien: Wieder Streik im Straßenverkehr für Ende November angekündigt

Für den 28. und 29. November 2024 hat der föderale Straßenverkehrssektor des Allgemeinen Gewerkschaftsbundes (CGT) zu einem landesweiten Streik aufgerufen. Betroffen sind der Güter- und Personenverkehr sowie der öffentliche und private Transportsektor. Mit dem Arbeitskampf fordert die Gewerkschaft bessere Arbeitsbedingungen und ein früheres Renteneintrittsalter ohne finanzielle Nachteile für Berufskraftfahrerinnen und -fahrer.
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In Spanien wurden für Ende November erneut Streiks im Verkehrswesen angekündigt.
Besonders der Busverkehr, der öffentliche Personennahverkehr und Taxidienste werden betroffen sein. Gleichzeitig sind Mindestdienstleistungen garantiert: In Madrid sollen etwa 75 Prozent der städtischen Busse während der Hauptverkehrszeiten und 50 Prozent in Nebenzeiten verfügbar bleiben. Überlandbusse fahren zu 80 Prozent in der Hauptverkehrszeit und zu 45 Prozent in Nebenzeiten. Der Streik soll in ganz Spanien stattfinden. Eine Ausnahme bilden lediglich die am stärksten von den kürzlichen Unwettern betroffenen Gebieten in der Provinz Valencia, um die dortige Situation nicht zu verschlimmern.

Wie werden sich die Streiks auf den Verkehr auswirken?

Trotz der Streiks wird erwartet, dass der Verkehr nicht vollständig zum Erliegen kommt, da viele Berufskraftfahrerinnen und -fahrer nicht gewerkschaftlich organisiert sind. Auch Straßenblockaden sind bisher nicht geplant. Stattdessen sollen Protestaktionen vor Regierungsgebäuden stattfinden. Dennoch wird es wahrscheinlich erhebliche Einschränkungen im öffentlichen Verkehr geben, insbesondere in den Städten, da sich auch viele Taxifahrer dem Streik anschließen wollen.

Welche weiteren Termine sind geplant?

Neben den Streiks Ende November hat die Gewerkschaft auch den 5. und 9. Dezember als mögliche Streiktermine genannt. Sollte bis dahin keine Einigung erzielt werden, droht ab dem 23. Dezember ein unbefristeter Streik, der insbesondere die Weihnachtszeit betreffen könnte. Ein ursprünglich für den 28. Oktober angesetzter Streik wurde durch eine Einigung zwischen dem Arbeitgeberverband Fenadismer und den beiden Gewerkschaften UGT sowie CCOO am 24. Oktober kurzfristig abgewendet. Vor diesem Hintergrund kritisiert der Verband die Entscheidung der CGT, an den weiteren Streikterminen festzuhalten.