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Malaria: Resistente Viren in Südostasien auf dem Vormarsch

München, 24.10.2017 | 10:55 | lvo

Bereits vor zehn Jahren wurde ein „Supermalariaerreger“ in Kambodscha entdeckt. Der gegen gängige Medikamente resistente Erreger breitet sich nun nach Vietnam aus, wie das Ärzteblatt berichtet. Tropenmediziner sehen darin die Gefahr einer weiteren Ausbreitung.


Buddha Statuen in Thailand
In Thailand, Vietnam und Laos breitet sich ein mutierter Malaria-Erreger aus.
Malaria wird durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken übertragen. Wie ein Mediziner der Oxford Tropical Medicine Research Unit in Bangkok berichtete, hat sich die neue resistente Form von Kambodscha aus zunächst auf den Norden Thailands ausgebreitet und schließlich über Laos den Süden Vietnams erreicht. Um das Risiko einer Infektion möglichst gering zu halten, empfiehlt das Auswärtige Amt Reisenden in betroffenen Gebieten, körperbedeckende sowie helle Kleidung zu tragen. Nachts, wie auch tagsüber, sollte zudem Insektenschutzmittel auf freie Körperstellen aufgetragen werden.

In Kambodscha hat die gängige Therapie gegen Malaria schon vor einigen Jahren ihre Wirkung verloren. Grund dafür sind Genmutationen des Erregers. Wie der Arzt befürchtet, könnte sich der Erreger im Mekong-Delta in Südvietnam festsetzen. Von Südostasien aus würde er über einen infizierten Patienten an Bord eines Flugzeugs dann leicht nach Indien oder Afrika gelangen. Dort könnte ein erneuter Anstieg an Erkrankungen zur ernsthaften internationalen Gefahr werden. Zuletzt kam es in Indien im August zu einem Malaria-Ausbruch.

 

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