Tourismus im Harz: Hexenbesen-Aussichtsturm nimmt Gestalt an

Im Harz schreitet der Bau eines außergewöhnlichen Tourismusprojekts voran: Der Hexenbesen-Aussichtsturm im Kreis Nordhausen hat mit der Montage des „Besenstiels“ einen weiteren Meilenstein erreicht. Das Bauwerk wird mit seiner beeindruckenden Höhe und interaktiven Angeboten zum Herzstück des Projekts „Harzer Hexenreich“.
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Der Hexenbesen-Aussichtsturm wird mit 70 Metern Höhe ein neues Highlight im Harz. ©Harzer Hexenreich/Andreas Liesegang
Am Aussichtsturm in Rothesütte, einem Ortsteil von Ellrich, wurden nun vier Stahlelemente von jeweils sieben Tonnen Gewicht auf die bestehende Konstruktion gesetzt. Trotz widriger Wetterbedingungen und Verzögerungen, etwa durch starken Wind, konnte der 70 Meter hohe Turm weiter ausgebaut werden. Laut der Pressesprecherin des Landratsamts Nordhausen, Jessica Piper, erhielt der Hexenbesen damit „seinen Besenstiel“.
 
Hauptattraktion im „Harzer Hexenreich“

Der Hexenbesen-Turm wird ab 2025 als Hauptattraktion des neuen Tourismusprojekts „Harzer Hexenreich“ Reisende in die Region locken. Neben einer Panoramaaussicht über die Harzer Wälder und Berge bis hin zum Brocken sind eine Erlebniswelt, eine Ausstellung und die Anbindung an den Harzer Hexenstieg geplant. Das Projekt mit einem Fördervolumen von 10,1 Millionen Euro setzt auf das mystische Thema Hexen und Mythen.
 
Wieso spielen Hexen im Harz eine so große Rolle?

Der Harz ist seit Jahrhunderten mit diversen Hexensagen verbunden. Insbesondere der Brocken, der allgemein auch als „Blocksberg“ bekannt ist, gilt laut Legenden als Versammlungsort für Hexen. Diese Verbindung prägt bis heute die Kultur und den Tourismus der Region – und findet im Hexenbesen-Turm ein neues Wahrzeichen.