Unwetter auf den Kanaren: Orkanböen und Flugausfälle

Ein schweres Unwetter hat am Wochenende die Kanarischen Inseln getroffen. Orkanartige Böen, starker Regen und Blitzeinschläge sorgten für erhebliche Schäden, vielerorts wurden Weihnachtsdekorationen in Mitleidenschaft gezogen. Wie die Website Teneriffa News berichtet, wurden zahlreiche Flüge umgeleitet. Auch am Montag gilt noch eine Unwetterwarnung.
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Die Kanaren wurden am Wochenende von einem heftigen Unwetter getroffen, das auch am Montag noch nachwirkt (Symbolfoto).
Mehr als 5.000 Blitzeinschläge und Sturmböen mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 203 Kilometern pro Stunde führten zu zahlreichen Zwischenfällen auf den Kanarischen Inseln. Besonders betroffen von Sturmtief „Dorothea“ war der Nordosten Teneriffas, wo die stärksten Windspitzen registriert wurden. Aber auch die übrigen westlichen Inseln La Palma und El Hierro lagen in der Durchzugsschneise des Sturms. Auf Fuerteventura und Lanzarote wurden im Vergleich geringere Schäden gemeldet.

Wie wirkt sich das Unwetter auf den Flugverkehr aus?

Der Flugverkehr war erheblich beeinträchtigt. Insbesondere am Nordflughafen von Teneriffa mussten Flüge umgeleitet oder verspätet abgefertigt werden. Betroffen sind neben Teneriffa auch die Flughäfen auf Gran Canaria und La Palma. Viele Reisende müssen auch am heutigen Montag noch mit Verzögerungen rechnen, denn mit einer deutlichen Wetterbesserung ist erst gegen Abend zu rechnen. Die kanarische Notrufzentrale meldete mehr als 100 Zwischenfälle – darunter umgestürzte Bäume und abgerissene Stromleitungen.

Welche Maßnahmen haben die Behörden ergriffen?

Die lokalen Behörden haben umgehend reagiert und Schulen auf Teneriffa, La Gomera und El Hierro zum Wochenbeginn geschlossen. Die Bevölkerung wurde aufgefordert, das Haus nach Möglichkeit nicht zu verlassen und Aktivitäten im Freien auf ein Minimum zu reduzieren. Die Küsten verzeichneten Wellen von bis zu viereinhalb Metern Höhe, weshalb die Behörden zu besonderer Vorsicht an den Uferregionen aufgerufen haben.