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Venedig: Eintrittsgebühr für Tagestouristen ab 2024

München, 13.09.2023 | 10:58 | spi

Venedig erhebt künftig eine Eintrittsgebühr für Tagesbesucherinnen und Tagesbesucher. Im Frühjahr 2024 soll die neue Gebühr erstmals versuchsweise erhoben werden. Zunächst sollen Touristinnen und Touristen aber nur dann zur Kasse gebeten werden, wenn die Stadt erfahrungsgemäß überfüllt ist, zum Beispiel während des Karnevals in Venedig. Geplant ist, die Gebühr an 30 Tagen im Jahr zu erheben. Als eines der beliebtesten Reiseziele der Welt ist Venedig stark vom Massentourismus betroffen. Die Zugangsgebühr soll die Besuchszahlen an überfüllten Tagen reduzieren.


Italien Venedig Canal Grande
Bei kurzweiligen Venedig-Besuchen werden künftig Gebühren fällig.
Seit langem wird in Venedig über eine Eintrittsgebühr für Kurzbesucherinnen und Kurzbesucher diskutiert. Am vergangenen Dienstag hat der Gemeinderat nach einer achtstündigen Sitzung die Gebühr beschlossen. Konkret sieht die neue Regelung einen Eintritt von fünf Euro für Besucherinnen und Besucher vor, die Venedig nur für wenige Stunden besuchen. Die Einnahmen fließen in den Erhalt der historischen Stadt. Übernachtungsgäste und Kinder unter 14 Jahren sind von der Gebühr ausgenommen.
 
Tagesticket auf dem Smartphone
 
Reisende, die nur für einen kurzen Besuch in Venedig sind, kaufen das Tagesticket im Internet und laden einen QR-Code auf ihr Smartphone. Es wird keine Einlasskontrollen an der Stadtgrenze geben, sondern nur stichprobenartige Kontrollen in der Stadt. Dabei zeigen die Touristinnen und Touristen das digitale Ticket vor. Besucherinnen und Besucher ohne Ticket müssen mit Bußgeldern zwischen 50 und 300 Euro rechnen.
 
„Gleichgewicht der Interessen“
 
Venedigs Bürgermeister Luigi Brugnaro begründet die neue Regelung mit den Bedürfnissen von Einheimischen und Reisenden gleichermaßen. Vor allem zu Karneval, Ostern und an Sommerwochenenden sei die Stadt so überfüllt, dass in den engen Gassen teilweise kein Durchkommen mehr sei. An insgesamt 30 solcher Tage soll die Eintrittsgebühr für Entlastung sorgen. Die genauen Termine stehen noch nicht fest.

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