Zugvögel am Wattenmeer: Millionen Vögel auf Rast vor großer Reise

Im niedersächsischen Wattenmeer versammeln sich im Oktober Millionen Zugvögel, um vor ihrem Weiterflug in die Winterquartiere Kraft zu tanken. An der Küste und auf den Inseln können Reisende dieses Naturschauspiel hautnah erleben. Beobachtungsstationen und Exkursionen bieten interessante Einblicke in die Vogelwelt.
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Zugvögel wie Gänse und Knutts sammeln im Wattenmeer Kraft für ihre Weiterreise.
Das Wattenmeer dient jedes Jahr im Herbst als Zwischenstopp für Zugvögel aus Europa, Asien und Amerika. Hier tanken Gänse, Säbelschnäbler und Alpenstrandläufer ihre Energiereserven, bevor sie ihre Reise in wärmere Gefilde fortsetzen. Besonders viele Vögel sind jetzt im Oktober zu sehen, wenn der Vogelzug seinen Höhepunkt erreicht.
 
Beste Plätze zur Vogelbeobachtung

Von Ostfriesland bis Cuxhaven stehen den Besucherinnen und Besuchern verschiedene Beobachtungsstationen zur Verfügung. Orte wie der Pilsumer Leuchtturm und der Vareler Hafen bieten optimale Bedingungen, um die Zugvögel zu beobachten. Fachleute vor Ort unterstützen mit Ferngläsern und geben Auskunft über die verschiedenen Arten.
 
Der Knutt im Fokus

Ein besonderer Zugvogel ist der Knutt, der nach einer langen Reise aus der Arktis im Wattenmeer Rast macht. Mit seiner speziellen Ernährung und den Herausforderungen durch den Klimawandel steht er in diesem Jahr besonders im Mittelpunkt. Ornithologen  und Ornithologinnen warnen vor einem Rückgang der Knutts aufgrund veränderter Brutbedingungen in der Arktis.
 
Quelle: dpa