Zyklon Sean: Überschwemmungen und Windböen in Westaustralien

Westaustralien kämpft derzeit mit den Folgen des Zyklons Sean. Der tropische Wirbelsturm hat in den vergangenen Tagen starke Regenfälle, Überschwemmungen und Schäden durch Windböen verursacht. Gleichzeitig erlebt der Süden eine extreme Hitzewelle. Reisende sollten sich besonders durch die Nachwirkungen des Tropensturms auf Beeinträchtigungen einstellen und die Lage genau beobachten. 
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Besonders die Region Pilbara in Westaustralien ist stark von Zyklon Sean betroffen. © Wundermap
Zyklon Sean, der momentan als Sturm der Kategorie 4 eingestuft ist, hat starke Niederschläge nach Westaustralien gebracht. Besonders betroffen sind die Städte Karratha und Exmouth, wo Regenmengen von bis zu 270 Millimetern innerhalb eines Tages gemessen wurden – ein Rekordwert der letzten 20 Jahre. Die starken Niederschläge führten zu Überschwemmungen, die Straßen und Infrastruktur erheblich beeinträchtigen. Teile der North West Coastal Highway mussten geschlossen werden und zahlreiche Häuser sind von den Wassermassen betroffen. In Exmouth sind zudem noch hunderte Haushalte ohne Strom.
 
Was sollten Reisende beachten?
 
Neben Regenfällen verursachte der Zyklon Windgeschwindigkeiten von bis zu 205 Kilometern pro Stunde, die Bäume entwurzelten und Dächer beschädigten. Küstengebiete wie Exmouth und Onslow sind von Sturmflutwarnungen betroffen. Touristinnen und Touristen sollten daher ihre Reisepläne an die aktuellen Wetterbedingungen anpassen und sich stets informieren. Besonders wichtig ist es, geplante Fahrten in betroffene Gebiete wie Karratha zu vermeiden. Flüge könnten ebenfalls von Verzögerungen oder Ausfällen betroffen sein, weshalb Reisende ihre Verbindungen regelmäßig prüfen sollten.
 
Extreme Hitze im Süden Westaustraliens
 
Während der Norden des Bundesstaates unter den Folgen des Zyklons leidet, sorgt eine Hitzewelle im Süden für zusätzliche Belastung. In Perth und Umgebung wurden Temperaturen von bis zu 49 Grad Celsius gemessen. Die extreme Hitze wird noch bis Dienstag anhalten und könnte Rekordwerte für den Monat Januar brechen. Gesundheitsbehörden warnen insbesondere vor den Risiken für ältere und gesundheitlich vorbelastete Menschen und rufen dazu auf, ausreichend Wasser zu trinken und direkte Sonneneinstrahlung zu vermeiden.