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10 Tipps für einen entspannten Mallorca-Urlaub zur Hochsaison

Spanien: Mallorca I - Emotion

Achtung Schwindelgefahr: Allein im Juli 2016 reisten 1,84 Millionen Touristen nach Mallorca. So viele wie noch nie zu vor in einem Monat und das auf einer Insel, die eigentlich nur knapp eine Million Einwohner hat. Doch zum einen ist es durchaus normal, dass es beim Badeurlaub im Sommer an den Stränden meist Europas meist voller wird, zum anderen keine Sorge – wir schaffen Abhilfe. Mit unseren Tipps umgehen Familien, Singles, Party- und Aktivurlauber den Touristenstau und kommen bei ihrer Reise nach Mallorca auch zur Hochsaison voll und ganz entspannt auf ihre Urlaubskosten.

01

Sonntags nach Palma

Stadtbummel ohne Stress
Spanien: Mallorca - Schild Palma

Wer auf Mallorca nicht nur den Strand, sondern auch die Hauptstadt kennenlernen möchte, plant seinen Ausflug nach Palma am besten sonntags. Denn mit gut 400.000 Einwohnern lebt die Hälfte der Insulaner in der Hauptstadt, aber: Die Einheimischen verbringen den Sonntag meistens mit Familie und Freunden auf dem Land, bleiben Zuhause oder fahren selbst an den Strand. In der Nebensaison scheinen die Straßen oft wie leergefegt. Ganz so leer wird es im Sommer nicht, aber während Bewohner und Pendler die Stadt verlassen, bleibt Touristen mehr Platz für einen gemütlichen Stadtbummel. Die meisten Läden im Zentrum öffnen trotzdem, die Museen sowieso, nur die Restaurants gönnen sich am Tag des Herrn auch gern eine Auszeit.

02

Gegentipp: Nicht bei Regen nach Palma

Bei schlechtem Wetter wird’s voll
Spanien: Mallorca - Paar im Regen

Es kommt im Juli und August zwar selten vor, doch sollte das Wetter mal nicht so strandtauglich sein oder es gar regnen, ist das komplette Gegenteil der Fall: Wer nicht gerne im Stau steht, lang Parkplätze sucht und sich im Menschenstrom durch enge Gassen schiebt, sollte bei Regen einen großen Bogen um die Inselhauptstadt machen. Denn ja – auch andere kommen dann auf die Idee, dass sich so ein Museumswetter optimal für eine Fahrt nach Palma eignet.

03

Party abseits des Ballermanns

Paseo Maritimo
Spanien: Mallorca - Palmas Jachthafen

Es müssen nicht immer die Playa de Palma, Magaluf oder die Kultbistros von Daniela Katzenberger und Jürgen Drews in Santa Ponsa sein. Wer sich zum Partymachen mal unter die Einheimischen mischen möchte, feiert an der Uferpromenade des Jachthafens in Palma. Entlang des Passeig Marítim und der Avinguda de Gabriel Roca reihen sich Bars sowie Diskotheken in allen möglichen Größen und für verschiedenste Geschmäcker. Vom alternativen Sabotage über das Hard Rock Café, und die Irish-Pub-Klassiker Hogan's und Shamrock bis hin zum Made in Brasil sowie der Havana Bar. Dann gibt’s natürlich noch die großen Diskotheken Tito's und Pacha. Hier ist also immer was los und das Ambiente gediegen. Außerdem empfehlenswert: Die aktuellen Kultur- und Veranstaltungstipps im Mallorca Magazin, der Mallorca Zeitung und vom Inselradio.

04

Andere Strandzeiten

Den Morgen und Abend nutzen
Spanien: Mallorca - Familie badet

Seit auch Pauschalurlauber immer mobiler werden und Mallorca mit dem Mietwagen erkunden, kann es auch an einstigen Geheimtipp-Stränden etwas voller werden. Wer Es Trenc, S'Amarador und die Playa de Formentor in Ruhe genießen möchte, sollte es wie viele Mallorquiner machen und entweder wirklich früh morgens oder erst am späten Nachmittag an den Strand fahren. Schließlich stehen dann doch nicht alle Strandfanatiker extra früh auf, um sich rechtzeitg in die morgendlichen Wellen zu stürzen und gerade Urlauber packen ihr Badetuch am Spätnachmittag oft schon wieder ein. Wäre gar nicht nötig, denn vor allem im Juli ist es auf Mallorca auch um 21 Uhr noch hell und die Sonnenbrandgefahr sinkt auch drastisch.

05

Ab ins Inselinnere

Petra, Inca, Orient & Co.
Spanien: Mallorca - Inselmitte

Nicht nur was die Unterkunft betrifft, auch für Ausflüge und entspannte Tage entdecken immer mehr Reisende das Inselinnere für sich. Das Schöne und Besondere an Mallorca ist ja eben, die landschaftliche Vielfalt. Um diese zu erleben, bietet sich nicht nur eine Rundfahrt entlang der Küsten, sondern auch über die pittoresken Landstraßen und Dörfer in der Inselmitte an. Denn gerade in weniger bekannten Örtchen mit so klangvollen Namen wie Petra, Inca und Orient lässt sich noch Ruhe und Erholung finden.

06

Bus statt Auto

Parkplatzsuche vermeiden
Spanien: Mallorca - Bus

Zwar sind offiziell nur 34.000 Mietwagen auf Mallorca gemeldet, doch der Verband der mittelständischen Mietwagenverleiher vor Ort geht davon aus, dass tatsächlich etwa 90.000 Leihwagen auf der Insel verfügbar sind. Besonders im Juli und August befinden diese sich am ehesten auch tatsächlich auf den Straßen und nicht nur auf dem Parkplatz der Anbieter. Wer kein Auto mieten möchte, oder einfach mal keine Lust hat, selbst an den Strand oder über die Serpentinen-Straßen in der Sierra de Tramuntana zu fahren, kann einfach auch mal den Zug oder Bus nehmen. Die Verbindungen und Fahrpläne gibt’s problemlos über die Website und App der mallorquinischen Verkehrsbetriebe Tib, sogar inklusive Tipps für Ausflüge.

07

Inselhopping

Cabrera, Sa Dragonera, Menorca
Spanien: Mallorca - Sa Dragonera

So eine Insel ist und bleibt räumlich begrenzt. Von Osten nach Westen erstreckt sich Mallorca über maximal 98 Kilometer, von Nord nach Süd über 78. Wenn es einem im Sommer doch mal zu voll wird, keine Panik, es gibt eine Lösung: Einfach auf die Nachbarinseln ausweichen. Die Inselchen Sa Dragonera und das Ziegeneiland Cabrera, nach cabra, dem spanischen Wort für Ziege, lassen sich problemlos bei einem Tagesausflug besuchen. Selbst für Menorca lohnt sich die Überfahrt für einen Tag, zumindest, wenn man die Fähre von Alcúdia nach Ciutadella wählt. Die schippert in eineinhalb bis zwei Stunden die 75 Kilometer von Insel zu Insel und bietet Verbindungen am Morgen und Abend.

08

Märkte und Markthallen

Neues und Geheimtipps
Spanien: Mallorca - Pollenca I

Die Wochenmärkte auf Mallorca sind ein absoluter Klassiker bei Urlaubern – jeden Tag kann man in ein anderes Dorf fahren, um Lebensmittel oder allerlei andere Dinge zu erstehen. Neben den tradierten Wochenmärkte in Sineu (mittwochs), Alcúdia (sonntags) und Markthallen in Palma (Santa Catalina und Mercado de Olivar), gibt es einige neue, lohnenswerte Alternativen: Zum Beispiel der absolut empfehlenserte, täglich ab 12:30 Uhr geöffnete Gastromarkt San Juan in Palma, oder die Wochenmärkte in Sencelles und Santa Ponsa (jeweils Samstag) sowie im Urlaubsort Paguera (Dienstag).

09

Lokale Medien nutzen

Radio und Zeitungen auf Deutsch
Spanien: Mallorca - Mann mit Zeitung

Mallorca ist ja bekannterweise nicht nur der Deutschen liebste Urlaubsinsel, sondern Tausende leben bereits ganzjährig auf der Insel. Gut 22.000 Bundesbürger waren 2016 auf den Balearen gemeldet, die meisten davon leben auf Mallorca. Kein Wunder, dass sich auch einige Medien auf der Insel angesiedelt haben. Die Redakteure der Wochenzeitungen Mallorca Magazin und Mallorca Zeitung, der kostenlosen Die Inselzeitung sowie des Inselradios leben meist schon seit vielen Jahren auf der Mallorca, kennen diese entsprechend wie aus dem Effeff und bieten neben aktueller Berichterstattung auch regelmäßig das Neueste zu Ausflugszielen, Sport- und Kulturevents sowie aus der Gastronomie.

10

Deséstacionalización“

Eine gute Lösung für alle
Spanien: Mallorca - Windmühle

Ja, auch im Spanischen gibt es lange Wörter. Und wer des Spanischen durchaus mächtig ist, muss gegebenenfalls etwas üben, bis ihm oder ihr der schöne Begriff „deséstacionalización“ flüssig über die Lippen kommt. In der mallorquinischen Politik und Tourismusbranche ist es allerdings ein wichtiges und häufig verwendetes Wort, das in etwa bedeutet: saisonale Entzerrung und Dynamisierung des Tourismus. Auf gut Deutsch: Der Versuch, mehr Urlauber außerhalb der Hauptsaison auf die Insel zu locken. Welche Vorteile das hat? Für die Mallorquiner: ein ausgeglicheneres Wirtschafts- und Arbeitsaufkommen. Für die Urlauber: Mehr Ruhe und Platz, bessere Preise und keine Sorge – auf Mallorca badet es sich auch im Mai, aber vor allem im Juni und September ganz fantastisch.

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Über den Autor

Julia Wöhrle

„Mich brennt's in meinem Reiseschuh“ habe ich schon als Kind bei den mir unliebsamen Wanderurlauben in den Alpen geträllert. Inzwischen entscheide ich selbst, wo die Reise hingeht: Mal nach Island, mal nach Belize, aber dann war es doch immer wieder Spanien und ganz besonders oft und gerne Sevilla. Meine Begeisterung für fremde Länder, Menschen, Sitten und Gerichte fließt immer auch in meine Blogartikel ein.