Städtetrip

2021 fand die beliebte Bundesgartenschau in Erfurt statt. Dadurch wurde die thüringische Landeshauptstadt um eine Attraktion reicher und eignet sich auch nach Ende der BUGA wunderbar für einen Städtetrip, schließlich bleibt ein Großteil der Anlagen erhalten. Obendrein ist Erfurt vollgepackt mit kulturellen Highlights, glänzt mit einer malerischen Altstadt und vielen weiteren Besonderheiten. Wir haben für euch ein perfektes Wochenende in Erfurt zusammengestellt – inklusive Hotel-Tipps sowie sehenswerten und kulinarischen Besonderheiten.
Erfurt liegt recht zentral in Deutschland. Somit ist die Anfahrt mit einem Mietwagen oder dem eigenen Pkw aus allen Ecken der Bundesrepublik keine Weltreise. Von Flensburg im hohen Norden oder Freiburg im Süden plant ihr jeweils zwischen fünf und sechs Stunden Fahrzeit nach Erfurt ein. Noch stress- und staufreier ist die Anreise per Bahn: Der Zug verbindet München und Erfurt in nur zweieinhalb Stunden, von Berlin dauert die Bahnfahrt sogar weniger als zwei Stunden. Auch an das Fernbusnetz ist die thüringische Landeshauptstadt gut angebunden.
In Erfurt gibt es Unterkünfte für jeden Geschmack und jedes Budget. Besonders hübsch und für Besucher praktisch gelegen sind Hotels in der Altstadt sowie in der Umgebung des Petersbergs. Von dort sind auch die meisten anderen Sehenswürdigkeiten Erfurts fußläufig erreichbar.
Unsere Hotelempfehlungen für Erfurt
Zu Fuß & mit dem Rad
Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten Erfurts befinden sich im Stadtzentrum und der Altstadt. Der Großteil ist sogar ein verkehrsberuhigter Bereich. Wenn eure Unterkunft ebenfalls hier gelegen ist, könnt ihr alles entspannt zu Fuß erreichen. Um weitere Stadtteile oder Sehenswürdigkeiten in der nahen Umgebung zu besuchen, eignen sich auch Leihfahrräder (höchstens 9 Euro pro Tag) oder E-Scooter, die ihr in Erfurt mieten könnt.
ÖPNV in Erfurt
Bequem unterwegs seid ihr in der thüringischen Landeshauptstadt durch den öffentlichen Personennahverkehr. Bus und Stadtbahn sind über das gesamte Stadtgebiet verteilt und sorgen für jederzeit kurze Wege. Ein Ticket für eine Einzelfahrt kostet 2,20 Euro und gilt im gesamten City-Gebiet für 60 Minuten. Eine Tageskarte bekommt ihr für 5,50 Euro. Wer mit dem Mietwagen angereist ist, kann diesen an den meisten Hotels oder an den städtischen Parkmöglichkeiten abstellen.
Nun wisst ihr, wie ihr nach Erfurt kommt, wo ihr am besten übernachtet und wie ihr euch in der Landeshauptstadt Thüringens fortbewegen könnt. Jetzt nehmen wir euch mit auf zwei für euch gestaltete Tagestouren durch die Domstadt, bei denen ihr keine Must-Sees von Erfurt verpasst.
Über der Landeshauptstadt erhebt sich auf dem Petersberg eine der größten und am besten erhaltenen barocken Stadtfestungen Europas: die Zitadelle Petersberg. Ob einfach nur die Aussicht auf Erfurt genießen oder in die historischen Tiefen des Monuments eintauchen – ein Besuch der sternförmig errichteten Festungsanlage beeindruckt. Neben dem neuen Besucherzentrum und der Ausstellung im Kommandantenhaus ist insbesondere eine Erkundung der Gänge im Inneren der massiven Mauern ein Highlight für Groß und Klein.
Vom Petersberg aus konntet ihr bereits die ganze Zeit Blicke auf Erfurts imposantes Wahrzeichen erhaschen: die monumentale „Skyline“ des Erfurter Doms St. Marien und der Severikirche. Nachdem ihr euch mit kulinarischen Leckereien gestärkt habt, könnt ihr euch auf den Domplatz begeben. Ob ihr die berühmten Domstufen erklimmt, nur fotografiert oder die Gotteshäuser besichtigen möchtet, bleibt dabei ganz euch überlassen. Nicht nur in der warmen Jahreszeit, auch im Winter, bietet sich euch hier ein Highlight: Der Erfurter Weihnachtsmarkt gehört nicht zuletzt wegen der atemberaubenden Kulisse des Doms und der Altstadt zu den schönsten Weihnachtsmärkten Deutschlands.
Verlasst ihr den Domplatz in Richtung Südosten, schlendert ihr die Kettenstraße und Stunzengasse entlang, bis ihr auf der mit Liebesschlössern behängten Langen Brücke die Gera überquert. Eine Linkskurve später steht ihr vor der beeindruckenden Ruine der Barfüßerkirche. Wer mag, kann hier neben dem spektakulären Bauwerk das Museum der Kunst des Mittelalters besuchen. Um die nächste Ecke landet ihr bereits auf dem Anger, dem zentralen Platz der Landeshauptstadt. Hier findet ihr zahlreiche Restaurants und Imbisse für jeden Geschmack sowie dank bekannter internationaler Modeketten und hübscher regionaler Lädchen ein üppiges Shoppingvergnügen.
Beim weiteren Bummel in nordwestlicher Richtung erreicht ihr nach wenigen Minuten die Krämerbrücke. An dieser Stelle überquert ihr die Gera erneut und befindet euch wieder in Erfurts malerischer Altstadt. Hier gibt es unzählige individuelle Lädchen zum Stöbern und Cafés zum Innehalten. Es lohnt sich auch, mal abseits der berühmten Gassen zu gehen, denn Erfurt begeistert mit unzähligen versteckten Details. Doch nicht nur die schmalen Gässchen und liebevoll dekorierten Schaufenster rund um die Krämerbrücke sind ein Highlight in der Altstadt – die Brücke selbst ist ein echtes Unikum!
Die Krämerbrücke ist die längste durchgehend mit Häusern bebaute Brücke Europas! Obendrein handelt es sich nicht um normale Häuser, sondern um schönste Fachwerkbauten. Auf der Brücke selbst bekommt ihr nichts von der Flussüberquerung mit. Ein Blick von außen auf das imposante Bauwerk lohnt sich also! Am Ostende der Brücke führt ein schmaler Gang hinunter zum Ufer der Gera. Über die Gotthardstraße und Kreuzgasse könnt ihr dann von Norden auf die Brücke schauen. Dabei solltet ihr euch unterwegs unbedingt ein Eis bei der Schokoladenmanufaktur Goldhelm mitnehmen! Von Süden erhascht ihr von der Rathausbrücke einen Blick auf die Krämerbrücke. So könnt ihr diese nicht nur überqueren, sondern aus alle Blickwinkeln perfekt sehen und fotografieren.
Weitere Highlights in der Erfurter Altstadt
Immer an der Gera entlang nach Norden kommt ihr zunächst vorbei am Dämmchen und Schildchens Mühle, wo der Fluss sanft an alte Gemäuer plätschert. Kurz darauf gelangt ihr zu einer weiteren Insel in der Gera: Mitten in der Thüringer Landeshauptstadt liegt Venedig. Der idyllische kleine Park ist umschlossen von den Kanälen und Brücken, die euch unmittelbar in die mediterranen Gefilde der italienischen Lagunenstadt versetzen.
Verlasst ihr Venedig nach Westen, landet ihr direkt im Andreasviertel – einem echten Geheimtipp. In diesem Teil der Altstadt dominieren eng bebaute Kopfsteinpflastergassen, bunte Fassaden und pittoreske Innenhöfe. Fast würde es das heute begehrte Andreasviertel nicht mehr geben: In der DDR sollte hier eine vierspurige Straße entstehen! Nach einer kleinen Erkundungstour durch die malerischen Straßen begebt ihr euch am besten wieder weiter in den Süden, um Erfurts kulinarische Möglichkeiten und das Nachtleben zu entdecken.
In der Erfurter Altstadt und rundherum wird jeder fündig – ob Hungrige, Feinschmecker oder Nachtschwärmer. Der Status als Studentenstadt sorgt hierbei für eine extra reiche Foodie- und Kulturszene. Mit unseren Tipps werdet ihr in Erfurt nicht nur satt, sondern auch glücklich:
Euer zweiter Tag in Erfurt beginnt erholsam in einem der größten Garten- und Freizeitparks Deutschlands. Bereits im 19. Jahrhundert wurden im egapark erste Gärten angelegt. Heute beheimatet das Erholungsgebiet im Südwesten von Erfurt verschiedene Schau- und Themengärten, einen Aussichtsturm und eine Sternwarte, zahlreiche gastronomische Einrichtungen und viel Spannendes für Kinder. Der Nachwuchs kann sich beispielsweise auf Thüringens größtem Spielplatz mit Wasserspielplatz austoben und einen Kinderbauernhof besuchen. Besondere Highlights im egapark auf dem Cyriaksberg sind zudem das Deutsche Gartenbaumuseum sowie Europas größtes ornamental bepflanztes Blumenbeet.
Gleich neben dem egapark wartet eine weitere von Erfurts Besonderheiten auf Besucher. Insbesondere Familien und Kinder sollten sich den Sitz des Fernsehsenders Kinderkanal (Kika) nicht entgehen lassen. Bei Führungen können Besucher lernen, wie Fernsehsendungen geplant und produziert werden. Dabei gibt es Angebote für verschiedene Altersgruppen und unterschiedliche Thementage von Trickfilm bis Live-Sendung.
Dass die Bezeichnung „grünes Herz Deutschlands“ nicht von ungefähr kommt, zeigt sich auch in der Vielzahl an Parks in der Landeshauptstadt. Auf dem Weg zurück in die City passiert ihr den Luisenpark. Mit einem leckeren Stück Kuchen oder selbst mitgebrachten Snacks könnt ihr hier am Ufer der Gera herrlich idyllisch picknicken. Besonders am Abend zieht es auch junge Erfurter in den Luisenpark, wo gegrillt, entspannt und gespielt wird. Folgt ihr dem Fluss weiter, landet ihr schließlich wieder in der malerischen Erfurter Altstadt.
Wenn ihr noch mehr als zwei Tage in Erfurt verbringen möchtet, hat die Stadt noch viele weitere Highlights zu bieten. Kulturinteressierte finden eine Vielzahl von Museen vom Naturkundemuseum bis zum Museum für Thüringer Volkskunde sowie allein in den inneren Stadtteilen 35 Kirchengebäude zu besichtigen. Neben den Must-Sees in der Stadt bietet auch das Umland Einzigartiges:
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