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10 Tipps für den Andamanen-Urlaub

Indien: Andamanen - Ross Island Emotion
© CHECK24/ Jahns

Treffpunkt der Aussteiger, Dschungelcamp ohne Kameras: Die Andamanen sind nicht grundlos die Lieblingsinseln der Inder und ein echter Geheimtipp für alle, die Lust auf Abenteuer haben. Doch kaum einer kennt die Inseln, die zum indischen Unionsterritorium Andamanen und Nikobaren gehören. Dabei ist der Mix aus unberührter Natur und dem typisch hektischen Treiben der Inder mit ständigem Gehupe sowie Marktgewühl einzigartig. Wir garantieren euch eine Entdeckungstour mit unscheinbarem A5-Zettel, 15-Kilo-Früchten und vielen guten Tipps.

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Die Immigration-Prozedur

Der unscheinbare A5-Zettel
Sonstiges: Reisepass - Indien Stempel© CHECK24/ Jahns

Die Immigrationsprozedur steht all denjenigen zum zweiten Mal bevor, die vorher in Indien waren und über die Städte Chennai oder Kalkutta auf die Andamanen fliegen wollen: Ein freundliches Hallo, Zettel ausfüllen, unterschreiben, Pass kopieren, fertig! Doch ganz wichtig bei der Einreise auf die indischen Inseln: Den unscheinbaren A5-Zettel, den ihr nach Ausfüllen des Fragebogens hier erhaltet, solltet ihr auf keinen Fall verlieren! Der Schein ist die Eintrittskarte auf jedes weitere Eiland! Wer also Inselhopping plant, muss den Immigrationzettel stets vorzeigen, sonst habt ihr keine Chance.

  • Reisepass immer griffbereit haben
  • A5-Zettel gleich mehrfach im Copyshop kopieren
  • Port Blair ist bislang nur über Chennai und Kalkutta erreichbar
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Port Blair – der Hauptort

Kein Bade-, aber Shoppingurlaub garantiert
Indien: Andamannen - Port Blair© CHECK24/ Jahns

Das von Briten gegründete Port Blair ist ein idealer Ausgangspunkt, um auf die anderen Inseln zu gelangen. Da der Hauptort vor allem als Hafenstadt fungiert, eignet sich der Strand nicht zum Baden. Allerdings bietet sich die größte Stadt der Andamanen in jedem Fall zum Einkaufen von Mitbringseln an. Speziell die Straßen rund um den Aberdeen Bazar sind voll mit Restaurants, Hinterhöfen und schmalen Läden, die nur auf Schnäppchenjäger warten. Auch Hungrige bekommen für wenig Geld viel Essen.

Wer einen längeren Aufenthalt in Port Blair plant, besucht mit einer kleinen Fähre die nahe gelegene Gefängnisinsel Ross Island. Hier könnt ihr euch auf die Spuren der britischen Kolonialherrschaft begeben und die von Wurzeln bewachsenen Baracken bestaunen. Frei lebende Pfaue, Hirsche und Rehe schauen euch dabei zu.

  • Must Sees in Port Blair: Gandhi Park und Cellular Jail
  • Beste Reisezeit: Dezember bis April
  • Freizeitangebot: Water Sports Complex
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Die Fährentipps

Inselhopping auf Indisch
Indien: Andamanen - Neil Island Fähre© CHECK24/ Jahns

Ihr habt genau zwei Möglichkeiten, die nahe gelegenen Trauminseln wie Havelock oder Neil Island zu erreichen: Ihr entscheidet euch entweder für ein kostenintensives Privatfährunternehmen oder stellt euch mit circa 100 anderen Reisenden in die Warteschlange und fahrt schließlich mit einer deutlich preiswerteren staatlichen Fähre. Wer genügend Zeit und Nerven hat, nimmt die billigeren Regierungsfähren. Getreu dem Motto: „Was lange währt, wird endlich gut“ – spart ihr nicht nur Geld, sondern lernt Indiens Bürokratie hautnah kennen. Daher unser Tipp: Nehmt ausreichend Trinken und Essen mit, die Warteschlangen an den Ticketschaltern sind erfahrungsgemäß sehr lang. Stellt euch also frühzeitig an, noch bevor die Schalter besetzt sind. Die Öffnungszeiten könnt ihr in eurer Unterkunft erfragen. Außerdem: 

  • Immer eine Kopie des A5-Immigration-Zettels und des Reisepasses dabei haben
  • Einen weiteren Fragebogen vor Fahrkartenkauf ausfüllen und bei Ticketkauf vorlegen
  • Zwar stehen Männer und Frauen in getrennten Schlangen, wer aber zuerst drankommt, darf für den anderen das Ticket mitkaufen
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Havelock Island

Die Insel mit dem schönsten Strand der Andamanen
Indien: Andamanen - Havelock Beach© CHECK24/ Jahns

Ade hektisches Treiben – Hallo gediegenes Inselleben. Nach der Ankunft mit der Fähre warten quirlige Rikscha-Fahrer nur darauf, euch für weniger als zwei Euro die komplette Ostküste samt Resorts zu zeigen. Wer vorab keinen Unterkunftstipp bekommen hat, kann sich beruhigt darauf einlassen und die verschiedenen Ferienanlagen abfahren. Bambushütten mit Hängematte, idyllische Holzhäuschen oder Steinbungalows mit Ventilator: Egal für welche Übernachtungsmöglichkeit ihr euch entscheidet, eins ist bei allen garantiert – die Nähe zum Meer.

Quer über die Insel, mitten durch den Dschungel, auf einer hügeligen einspurigen Straße erreicht ihr den wohl schönsten schneeweißen Strand der Andamanen: Radhanagar Beach oder auch Beach Number Seven genannt. Dorthin gelangen Urlauber entweder mit dem Taxi, einem gemieteten Roller oder dem Bus. Die Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln – für gerade einmal zehn Rupien, also rund 15 Cent – ist nicht nur die preiswerteste, sondern auch die erlebnisreichste Variante. (Stand: 12.09.2016)

  • Unbedingt Busfahren
  • Schnorchel und Taucherbrille nicht vergessen
  • Go-Pro für unvergessliche Fotos oder Unterwasser-Videos mitnehmen
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Jackfruit & Co

Natur pur!
Indien: Andamanen - Jackfruit

Gelblich-braun mit harter Schalte, kleinen Noppen und einer Größe von bis zu einem Meter – das ist die einfach unbeschreiblich schmeckende Jackfruit, die auch in Indonesien und Thailand als Süßspeise bekannt ist. Wer sie noch nicht kennt, sollte sie unbedingt probieren. Denn jeder, der sie isst, hat eine andere Geschmacksrichtung im Sinn. Oftmals wird diese als Mischung aus Ananas und Banane beschrieben. Reisende finden auch zahlreiche andere Leckereien wie Kokosnüsse oder Minibananen auf den Andamanen.

  • Das innere, gelbliche Fleisch herausnehmen und entkernen
  • Außer im Hochsommer das ganze Jahr erhältlich
  • Die Frucht wächst an einem bis zu 30 Meter hohen Baum
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Geldwechselmöglichkeiten berücksichtigen

Neil Island
Indien: Andamanen - Neil Island Strand© CHECK24/ Jahns

Da die kleinen Inseln meist keine Geldwechselmöglichkeiten anbieten, solltet ihr euch noch vor dem Inselhopping mit ausreichend Indischen Rupien eindecken. Da alle Anreisenden via Flugzeug in Port Blair landen, ist dort die beste Anlaufstelle, um noch einmal ein paar Euros zu wechseln. Auf Neil Island beispielsweise, die sich südlich von Havelock befindet, seid ihr ohne Bargeld aufgeschmissen. Denn ihr wollt doch auf dem kleinen Eiland nicht nur baden, sondern die Insel auch ...

  • ... bequem, mit einem gemieteten Rad erkunden (Achtung: Linksverkehr!)
  • ... die totale Aussteigerinsel mit Dschungelfair und exotischen Tieren genießen
  • ... indische Köstlichkeiten wie Dal probieren
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Insektenspray nicht vergessen

Das große Krabbeln
Indien: Andamannen - Neil Island Frosch© CHECK24/ Jahns

Zur wärmsten, aber auch zur besten Reisezeit im April, ist es bereits ab 18 Uhr stockdunkel. Jetzt zirpt und krabbelt es an jeder Ecke – nichts für Angsthasen. Denn in den von Stroh bedeckten Dächern wimmelt es nur so von großen bis kleinen Geckos, aber auch Kröten sowie komodowaran-ähnliche Tiere kommen aus ihren Verstecken. In der Dämmerung – etwa eine Stunde bevor die Dunkelheit einbricht – sind die Mücken besonders aggressiv. Da hilft eigentlich nur eins: Sich vorher dick mit Anti-Mückenspray einsprühen!

  • Anti-Insektenspray auch für Kleidung kaufen
  • Etwas gegen Juckreiz nach Insektenstichen einpacken
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Ebbe und Flut

Planung erforderlich
Indien: Andamannen - Neil Island Ebbe© CHECK24/ Jahns

Türkisfarbenes Meer, schneeweiße oder goldgelbe Strände und im Hintergrund dichter Dschungel: Eine Abkühlung wäre jetzt genau das Richtige, doch das Badevorhaben ist von Ebbe und Flut abhängig. Ab dem späten Nachmittag im April ragen nur noch die für die Insel typischen grau-braunen Steine im Wasser hervor. Frühaufsteher werden hingegen bei Flut mit Traumsandstränden belohnt. Wer zu einem anderen Zeitpunkt auf die Andamanen fährt, informiert sich am besten bei seinen Resort-Besitzern und fragt, wann Ebbe herrscht.

  • Zu Saisonende im April sind die Strände menschenleer
  • Regenzeit von Mai bis Oktober
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Gegen Tollwut impfen

Vorsicht ist besser als Nachsicht
Sonstiges: Impfausweis - Tollwut

Speziell in Indien sind herrenlose Hunde keine Seltenheit, die auch auf den Andamanen schlafend am Strand liegen. Die Schattenseite: Nirgendwo sonst sterben so viele Menschen an Tollwut wie in Indien. Das lebensgefährliche Virus wird jedoch nicht nur von Straßenhunden, sondern auch von Katzen, Affen und Schakalen übertragen. Daher gilt: Lasst euch vor der Indien-Reise unbedingt gegen Tollwut impfen. Dafür sind insgesamt drei Prophylaxen notwendig, die innerhalb von 21 Tagen injiziert werden müssen. Ungefähr 14 Tage nach der letzten Impfung ist ein guter Schutz aufgebaut.

  • Rechtzeitig impfen lassen
  • Beim Tropeninstitut vorab informieren
  • Andere Impfungen (Tetanus, Diphtherie, MMR usw.) gegebenenfalls auffrischen
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Einheimische fragen

Restaurantsuche & Co
Indien: Andamannen - Neil Island Hütte© CHECK24/ Jahns

Wer sich vorab keinen Reiseführer gekauft hat, fragt am besten die Einheimischen auf den Inseln nach Dingen, die man unternehmen kann. Beim Inselhopping lohnt es sich auch, den aktuellen Resort-Besitzer zu fragen, ob er auf einer anderen Insel eine spezielle Unterkunft empfehlen kann. Das erspart viel Zeit und Nerven. Letztere werden vor allem nach der Ankunft mit der Fähre beansprucht, wenn zahlreiche Rikscha-Fahrer auf euch zuströmen und mit euch die ganze Insel nach dem besten Resort abfahren wollen. Konkrete Vorstellungen oder der Name der Unterkunft kürzen die Sache bereits ab, dann heißt es nur noch festhalten und los geht’s!

Hinweis: CHECK24 übernimmt keine Garantie für die Aktualität, Vollständigkeit und Richtigkeit der bereitgestellten Informationen. Die Inhalte unserer Artikel sind sorgfältig und nach bestem Wissen ausgesucht und zusammengestellt. Sie dienen als Inspiration für unsere Leser und stellen Empfehlungen der Redaktion dar.

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Über den Autor

Maria Jahns

Als Mitglied unserer Online-Redaktion im Reisebereich von CHECK24 schreibe ich neben Nachrichten auch Newsletter, Blogbeiträge sowie diverse andere Texte rund um die Themen Flug, Urlaub, Mietwagen und Hotel. Da ich selbst gern ferne Länder bereise, kann ich Hobby mit Beruf verbinden und beim Schreiben persönliche Erfahrungen mit einfließen lassen. Ich möchte mit meinen Artikeln Leser inspirieren und zum Reisen animieren. Schließlich hat es bei mir auch geklappt, trotz Flugangst bin ich liebend gern unterwegs.