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Australien: Vermehrtes Auftreten der Ross-River-Krankheit

München, 23.02.2017 | 11:20 | hze

Das Centrum für Reisemedizin (CRM) in Düsseldorf warnt Australienreisende vor einem starken Anstieg von Infektionen mit der Ross-River-Krankheit im Südosten des Landes. Laut Meldung des CRM vom Mittwoch wurden in den Bundesstaaten Victoria und New South Wals seit Jahresbeginn fast 1.500 Fälle der durch Stechmücken übertragenen Virusinfektion registriert. Üblich sind rund 250 pro Jahr.


Stechmücke auf Blatt
Die Ross-River-Krankheit ist eine Virusinfektion, die durch den Stich einer Mücke übertragen wird.
Da auch die bei Touristen beliebten Gebiete an der Surf Coast betroffen sind, rät das CRM sich aktuell vor allem an den Küsten und Gebieten mit Flussläufen besonders gut gegen Mückenstiche zu schützen. Symptome treten drei bis 21 Tage nach der Infektion auf. Neben Kopf-, Gelenkschmerzen und Fieber, klagen Betroffene über schmerzende Handflächen und Fußsohlen. Bei rund der Hälfte aller Infektionen mit der Ross-River-Krankheit tritt zudem – meist im Gesicht – auch ein Hautausschlag auf. Die Krankheit ist zwar nicht lebensbedrohlich, kann durch die teilweise monatelang anhaltenden Gelenkschmerzen zu starken Beeinträchtigungen führen. Eine Impfung sowie ein Wirkstoff speziell gegen das Ross-River-Virus gibt es bisher nicht.

Der sprunghafte Anstieg an Infektionen in diesem Jahr dürfte mit dem stürmischen und regnerischen Wetter in Südaustralien zusammenhängen. Dadurch können sich nämlich die die Krankheit übertragenden Stechmücken stark vermehren. Dies war laut einem Bericht der Ärzte Zeitung auch 2011 der Fall, weshalb es damals ebenfalls zu einem deutlichen Anstieg der Ansteckungen mit der Ross-River-Krankheit kam.
 

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