Bahnstreik in Frankreich: Reisende müssen mit Ausfällen rechnen

In Frankreich sind Reisende von einem Bahnstreik betroffen, der am 11. Dezember um 19 Uhr beginnt und aufgrund einer geplanten Umstrukturierung und Teilprivatisierung im französischen Bahnsektor ausgerufen wurde. Die Gewerkschaften der SNCF hatten bereits zuvor einen Streik für den 21. November angekündigt, um gegen die Reformpläne zu protestieren. Ein Ende des Streiks ist noch nicht festgelegt, was vor allem in der Feiertagszeit zu Beeinträchtigungen führen könnte.
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Bahnstreiks in Frankreich können zu Einschränkungen für Reisende führen.
Update vom 11. Dezember, 13:48 Uhr

Die Gewerkschaften der SNCF halten an dem geplanten Bahnstreik für den 11. Dezember fest. Die Einschränkungen könnten sich auch auf die ans Saarland angrenzenden Regionen Lothringen und Elsass auswirken. Demonstrationen der Bahnangestellten sind in Metz und Nancy geplant. Angekündigt sind die Arbeitsniederlegungen dabei als „weiterführbare“ Streiks, bei denen täglich entschieden wird, wie lang die Ausstände fortgeführt werden. 

Originalmeldung vom 12. November, 14:08 Uhr

Vier Gewerkschaften der SNCF, darunter die wichtigsten Arbeitnehmervertretungen der französischen Bahn, haben sich für den Streik ausgesprochen. Die Proteste richten sich gegen geplante Reformen, die den Bahnsektor betreffen, einschließlich einer teilweisen Privatisierung regionaler Strecken. Die Arbeit wird ab dem 11. Dezember um 19 Uhr niedergelegt, wobei der Streik je nach Ergebnis der Verhandlungen auf unbestimmte Zeit ausgeweitet werden könnte.

Streikbeginn kurz vor Weihnachten

Der Streikzeitraum fällt strategisch auf die Reisezeit um Weihnachten, eine Periode, in der die französische Bahn traditionell stark ausgelastet ist. Bereits im Februar 2024 kam es zu ähnlichen Protesten, die über 150.000 Fahrgäste betrafen. Solche Streikphasen wiederholen sich oftmals während wichtiger Reisezeiten, was zu großen Verzögerungen und Einschränkungen für Reisende führt. Auch in der Weihnachtszeit 2022 kam es zu massiven Beeinträchtigungen.

Streik am 21. November verlängert

Der Streik, der für den 21. November angekündigt wurde, wurde zudem von 24 auf 37 Stunden verlängert. Er beginnt bereits am 20. November um 19 Uhr und soll bis zum 22. November um 8 Uhr andauern. Reisenden wird geraten, alternative Reisemöglichkeiten in Betracht zu ziehen oder sich regelmäßig über aktuelle Entwicklungen zu informieren, da die Streiks kurzfristig verlängert werden können.