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Drohendes Virusvariantengebiet: Deutschland rät von Reisen nach China ab

München, 09.01.2023 | 12:50 | twi

Während China seine Corona-Maßnahmen zum Sonntag weiter gelockert hat, rät das Auswärtige Amt seit dem 9. Januar von nicht notwendigen Reisen in das ostasiatische Land ab. Der jetzt ausgesprochene Hinweis gilt als Vorstufe zu einer echten Reisewarnung. In China liegen die Infektionszahlen deutlich über den Zahlen vom Beginn der Pandemie im Jahr 2020.


Tempel in Peking
Von nicht notwendigen Reisen nach China wird derzeit abgeraten.
Angesichts der hohen Infektionszahlen sowie der Überlastung des Gesundheitssystems soll laut dem Auswärtigen Amt von nicht notwendigen Reisen nach China abgesehen werden. Gleichzeitig wurde das Land vom Robert Koch-Institut als drohendes Virusvariantengebiet eingestuft. Diese Kategorie wurde zum 7. Januar neu in die Corona-Einreiseverordnung aufgenommen. In so eingestuften Regionen könnte es zur Entwicklung neuer Mutationen des Coronavirus kommen. Reiserückkehrerinnen und -rückkehrer müssen bei der Ankunft aus China bereits seit vergangener Woche einen mindestens 48 Stunden alten PCR- oder Antigentest vorlegen. Zusätzlich können stichprobenartige Tests nach der Einreise durchgeführt sowie die Abwässer von aus China kommenden Flugzeugen untersucht werden. Bei der Ankunft gilt derzeit jedoch weder eine Anmelde- noch eine Quarantänepflicht für Reisende, diese sind weiterhin nur für Virusvariantengebiete in Kraft.

Regeln für Reisen nach China

Auch die chinesischen Behörden haben ihre Einreisebestimmungen angepasst, diese wurden jedoch weiter gelockert. Seit dem 8. Januar gilt in China keine Quarantänepflicht für Reisende mehr. Fluggäste sind verpflichtet, einen maximal 48 Stunden alten, negativen PCR-Test bei der Ankunft vorzulegen. Der Test muss entweder bei einer amtlich anerkannten Teststelle oder beim Hausarzt durchgeführt werden. Die Behörden fordern, dass das Testergebnis in die Gesundheitserklärung des chinesischen Zolls über dessen Website, die offizielle App oder über WeChat eingetragen wird. Zudem sind in China wieder visafreie Transitaufenthalte möglich.

Kritische Infektionslage 

China sieht sich derzeit einer massiven Infektionswelle gegenüber. Nachdem die Regierung in Peking lange eine strikte Null-COVID-Politik verfolgte, lockerte man im Dezember 2022 abrupt die Maßnahmen. Seitdem infizieren sich täglich mehrere Millionen Menschen im bevölkerungsreichsten Staat der Welt mit dem Coronavirus. Die chinesischen Behörden veröffentlichen keine Zahlen zur aktuellen Corona-Lage im Land. Schätzungen gehen jedoch davon aus, dass sich in China täglich etwa 2,5 Millionen Menschen infizieren, bis Mitte des Monats könne die Zahl auf 3,7 Millionen steigen. Zudem sterben täglich mehr als 16.000 Menschen an einer COVID-19-Infektion. Das chinesische Gesundheitssystem ist durch die aktuelle Lage im Land überlastet. Zudem wächst die Sorge davor, dass durch die rasante Ausbreitung des Virus neue Mutationen entstehen, die sich auch in anderen Regionen der Welt ausbreiten.

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