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Hawaii: Verbot für Sonnencremes ab 2021

München, 06.07.2018 | 09:25 | hze

Reisende nach Hawaii müssen ab 2021 beim Sonnenschutz umdenken. Wie das Branchenportal Travelnews online berichtet, wurde am 2. Juli ein Gesetz verabschiedet, das den Verkauf bestimmter Sonnencremes ab 2021 komplett verbietet. Betroffen sind alle Produkte mit den Wirkstoffen Oxybenzon und Octinoxat, da diese laut wissenschaftlichen Studien schädlich für das Ökosystem der Meere sind und unter anderem zur Korallenbleiche führen.


Kind wird mit Sonnencreme eingecremt
Hawaii hat ein Gesetz erlassen, das den Verkauf bestimmter Sonnencremes ab 2021 verbietet. Deren Inhaltsstoffe führen unter anderem zur Korallenbleiche.
Auch in Deutschland vertriebene Produkte sind von dem Verbot für Sonnencremes auf Hawaii betroffen. Laut Travelnews sind sie unter anderem in Produkten von Banana Boat, Neutrogena oder des Schweizer Herstellers Piz Buin enthalten. Dabei haben in Europa bereits viele Hersteller die beiden Stoffe aus ihren Produkten verbannt, da Oxybenzon auch die Hautzellen schädigen und den Hormonhaushalt stören kann.

Wie groß das Problem mit schädlichen Chemikalien im Sonnenschutz ist, verdeutlicht die US-Meeresbehörde NOOA. Demnach landen jedes Jahr 6.000 Tonnen Sonnencreme in den Weltmeeren, andere Schätzungen gehen von bis zu 14.000 Tonnen aus. Diese gelangen nicht nur direkt beim Baden, sondern auch über Abwässer und Flüsse in die Ozeane. Im mexikanischen Yucatán sind deshalb nur noch biologisch abbaubare Sonnencremes erlaubt, um die sensible Unterwasserwelt zu schützen. In Thailand werden dafür hingegen jedes Jahr während der Regenzeit massenweise die Nationalparks für Touristen geschlossen, damit sich die Natur in dieser Zeit erholen kann.

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