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Super-Taifun Noru steuert auf Japan zu

München, 31.07.2017 | 10:36 | hze

Der Westpazifik bleibt weiter stürmisch und hat nun seinen ersten Supertaifun hervorgebracht. Wirbelsturm Noru wurde von Meteorologen bereits seit rund zwei Wochen über dem offenen Meer beobachtet, am Wochenende jedoch hat er jedoch dramatisch an Fahrt aufgenommen und die höchste Kategorie Fünf erreicht. Da er dabei auf seinen Kurs in Richtung Norden geändert hat, bedroht er nun den Süden Japans, wo gegen Ende der kommenden Woche auf Land treffen könnte.


Super Taifun Noru
Der erste Super-Taifun der Saison 2017 hält auf das japanische Festland zu. © Joint Typhoon Warning Center
Die höchsten Windgeschwindigkeiten wurden am Sonntag, 30. Juli gemessen, als sie mehr als 250 Kilometer pro Stunde erreichten. Mittlerweile hat sich Noru wieder etwas abgeschwächt und wurde zum Kategorie Vier Taifun herabgestuft. Bis Freitag wird er nur noch ein Wirbelsturm der Kategorie Drei Sturm sein, der jedoch immer noch verheerende Zerstörungen verursachen kann. Zudem hält er auf seinem neuen Kurs in Richtung Nord-Nord-West auf den Süden Japans zu. Da die Meerestemperaturen in diesem Bereich wieder höher sind, dürfte Noru vor dem Erreichen des Festlands wieder Fahrt aufnehmen. Zwar lässt sich die Zugbahn von tropischen Wirbelstürmen so weit im Voraus nur schwer vorhersagen, laut dem US-Wetterdienst The Weather Channel könnte Noru jedoch zwischen Nagasaki im Westen und Tokio im Osten auf Land treffen. Japan-Reisende müssen als zwischen Donnerstag, 10. August und Sonntag, 13. August mit großen Problemen rechnen.

Bereits am vergangenen Wochenende ist Taifun Nesat über Taiwan hinweggezogen. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge wurden dabei mehr als 100 Menschen verletzt. Todesopfer sind dank umfangreicher Vorbereitungen nicht zu beklagen. Unter anderem waren mehrere Hundert Touristen aus Gebieten im Südosten des Landes vorsorglich evakuiert worden. Am Montagmittag soll das Unwetter das chinesische Festland erreichen und dort für heftige Regenfälle sorgen. Doch auch in Europa herrscht aktuell extremes Wetter. Während große Hitze rund um das Mittelmeer für schwere Waldbrände in Italien oder Südfrankreich sorgt, verwüstete am Freitag ein schwerer Hagelsturm die türkische Metropole Istanbul.

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