Sie sind hier:

Mexiko: Strände in Cancún von Braunalgen-Plage bedroht

München, 07.08.2018 | 11:21 | hze

Eine Algenplage bedroht den Tourismus an den Karibikstränden Südmexikos. Im Bundesstaat Quintana Roo rund um den beliebten Urlaubsort Cancún verschmutzen laut dem Branchenmagazin FVW Braunalgen die Küsten. Zwar ist die sogenannte Golftange (Sargassum) ungiftig für den Menschen, sie verbreitet sich jedoch rasant und bedroht das gesamte Ökosystem der Gewässer der Region.


Braunalgen
Die massenhafte Ausbreitung von Braunalgen bedroht die Strände und Gewässer rund um Mexiko. Auch die Urlaubsregion um Cancún ist betroffen.
Das massenhafte Auftreten von Braunalgen ist nicht nur lästig für Badegäste. Die Unterseegewächse können den Sauerstoffgehalt des Wassers verändern und Schadstoffe mit sich tragen. Bei einer zu starken Ausbreitung bedrohen sie besonders die empfindlichen Korallenriffe. Da Regionen wie Quintana Roo vor allen vom Tourismus leben, schlägt nun laut FVW auch die Regierung Alarm. Denn die Algenplage habe bereits zu Urlaubstornierungen geführt. Daher hat der Gouverneur des Bundesstaats erklärt, dass 3,7 Millionen Euro bereitgestellt wurden, um Strände und Gewässer von den Braunalgen zu säubern.

Laut der Nationalen Autonomen Universität (UNAM) hat sich die Zahl der Braunalgen vor den Küsten Mexikos seit 2015 verdoppelt. Als mögliche Gründe nennt UNAM-Forscherin Brigitta Ine van Tussenbroek Umweltverschmutzung und den Klimawandel. Unter idealen Voraussetzungen können die Pflanzen binnen 18 Tagen ihre Größe verdoppeln. In der Regel erreichen die Gewächse der Golftange eine Länge von über zwei Metern. Es gibt jedoch auch Berichte von bis zu 16 Meter langen Algen.

Deutlich gefährlicher sind Blaualgen, die etwa vor einem Jahr für Strandsperrungen auf den Kanaren sorgten. Dabei handelt es sich streng genommen nicht um Algen, sondern um sogenannte Cyanobakterien. Ähnlich wie Pflanzen können sie Fotosynthese betreiben, sondern dabei jedoch auch für den Menschen giftige Stoffe ab. Cyanobakterien vermehren sich vor allem in warmem und durch Schadstoffe – insbesondere Phosphat – belasteten Wasser rasant.

Weitere Nachrichten über Reisen

Traumstrand auf den Seychellen
23.09.2020

Corona-Entspannung: Kuba, Seychellen und Sri Lanka keine Risikogebiete mehr

Das Robert Koch-Institut stuft seit dem 23. September mehrere Staaten außerhalb des Schengen-Raumes nicht mehr als Risikogebiete ein. Die Corona-Lage auf Kuba, Sri Lanka und den Seychellen hat sich entspannt.
Portugals Hauptstadt Lissabon
23.09.2020

Neue Reisewarnungen: Lissabon, Kopenhagen und Dublin sind Risikogebiete

Das Robert Koch-Institut hat am 23. September neue Risikogebiete zu seiner Liste hinzugefügt. Für die Regionen Lissabon, Dublin und Utrecht sowie weitere Ziele gelten nun Reisewarnungen.
Tschechien: Prag Karlsbrücke
23.09.2020

Reisewarnung: Fast ganz Tschechien ist Risikogebiet

Nach landesweit starker Verbreitung des Coronavirus wurde Tschechien am Abend des 23. September vom Robert Koch-Institut fast gänzlich zum Risikogebiet erklärt. Es gilt eine Reisewarnung.
Österreich: Vorarlberg Kleinwalsertal
23.09.2020

Sperrstunde in Österreich: Lokale schließen 22 Uhr

Ab Freitag, 25. September, gilt in Teilen Österreichs eine Sperrstunde. Lokale müssen dann spätestens um 22 Uhr schließen.
Grossbritannien: London Eye Themse LVO
22.09.2020

Großbritannien verschärft Corona-Maßnahmen

Großbritannien verschärft die Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus. Ab Donnerstag gibt es eine Sperrstunde in Lokalen, auch der Service wird eingeschränkt.

CHECK24 Hotelkategorie auf Basis von Veranstalterdaten. Die Landeskategorie des Hotels kann abweichen.