Wie Hunde an Italiens Küsten für sicheres Baden sorgen

Italien ist ein Traumziel für den Badeurlaub. Jedes Jahr tummeln sich unzählige Reisende an den Küsten und Seen des Landes. Neben menschlichen Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmern sorgen auch Hunde an den italienischen Stränden für mehr Sicherheit beim Schwimmen.
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Italiens Strände werden auch von tierischen Rettungsschwimmern bewacht.
An einem sonnigen Tag an einem italienischen Strand sitzt ein Hund mit markantem Geschirr neben einem Menschen im Sand und beobachtet Badegäste im Wasser. Was auf den ersten Blick wie das Ende einer sommerlichen Gassirunde aussieht, kann im Zweifelsfall Leben retten. Etwa 400 Rettungshunde sorgen an den Küsten Italiens sowie den norditalienischen Seen für Sicherheit beim Baden. Um Wasserrettungshund zu werden, müssen die Vierbeiner samt Besitzerin oder Besitzer an der italienischen Schule für Rettungshunde SICS einen staatlich anerkannten Lehrgang samt Prüfung absolvieren. Jedes Jahr muss die Prüfung wiederholt werden. Die Rettungsteams aus Mensch und Hund arbeiten ehrenamtlich in ihrer Freizeit, trainieren regelmäßig für den Ernstfall.

Gehorsam, Mut und Spaß am Schwimmen 

Grundsätzlich kann jeder mittelgroße bis große Hund ab einem Gewicht von 25 Kilogramm ein Wasserrettungshund werden. Vor allem Rassen wie Labradore, Neufundländer und Golden Retriever sind für den Einsatz geeignet. Wichtig ist jedoch, dass die Hunde diverse Eigenschaften mitbringen: Unabdingbar ist das bedingungslose Vertrauensverhältnis zwischen Hund und Halterin oder Halter sowie der Spaß am Schwimmen. Die Tiere müssen auch in gefährlichen Situationen Gehorsam leisten und beispielsweise ohne Angst höheren Wellen trotzen. Als Königsdisziplin der besten Hunde gilt der Sprung aus dem Helikopter. Zudem dürfen Rettungshunde keine Scheu vor Menschen zeigen, sondern müssen liebevoll und sozial auf Personen reagieren. 

Kraftpakete im Wasser

Italiens Wasserrettungshunde sind wahre Kraftpakete: Auch mittelgroße Tiere können problemlos mehrere hundert Kilo durchs Wasser schleppen. Auf dem Weg zu einer Einsatzstelle ziehen die Hunde ihre Besitzerin oder ihren Besitzer bis zum Opfer, damit diese Energie für die Rettung sparen können. Wenn die Rettungssituation von den Menschen unter Kontrolle gebracht ist, machen sich die Hunde bereit, die Zielperson dank Haltegriffen an der Weste aus dem Wasser zu ziehen. Wie stark Hunde sein können, zeigen etwa Neufundländer: Während ein menschlicher Rettungsschwimmer ein bis zwei Personen durch das Wasser ziehen kann, können Neufundländer mehr als zehn Personen auf einmal retten und sogar Boote abschleppen und damit kilometerlange Strecken zurücklegen.