Sie sind hier:

Streik: Rio droht Verkehrschaos zu Olympia

München, 02.08.2016 | 14:43 | hze

Besuchern der Olympischen Spiele in Rio de Janeiro droht ein Verkehrschaos. Medienberichten zufolge hat die brasilianische Gewerkschaft Simerj angedroht, sollte die aktuelle Tarifrunde scheitern. In dem Arbeitnehmerverband organisieren sich die Angestellten der U-Bahnen in Brasilien. Davon betroffen wäre auch die 2,5 Milliarden Euro teure Linie 4, die extra für die Sommerolympiade gebaut und am 1. August eröffnet wurde.


Brasilien Rio de Janiero
Sollte das U-Bahn-Personal wie angekündigt während der Olympischen Spiele streiken, droht Rio ein Verkehrskollaps.
Während die Gewerkschaft Simerj eine Lohnerhöhung von zehn Prozent fordert, wollen die Arbeitgeber bisher maximal fünf Prozent mehr zahlen. Können sich beide Seiten in den kommenden Tagen nicht einigen, soll am Eröffnungstag der Spiele von Rio das erste Mal gestreikt werden. Bis zu einer Einigung werden  dann alle Mitglieder der Gewerkschaft Simerj unbefristet in den Arbeitskampf eintreten. Der öffentliche Nahverkehr könnte also während der gesamten Olympiade zum Erliegen kommen.

Die neue U-Bahnlinie 4 verbindet den Olympiapark und das Dorf der Athleten mit Ipanema to Barra de Tijuca im Südwesten der Millionenstadt und ist heftig umstritten. So explodierte der Preis für das Großbauprojekt auf umgerechnet 2,5 Milliarden Euro, auch wegen angeblicher Schmiergeldzahlung im Rahmen des milliardenschweren Korruptionsskandals „Operation Lava Jato“.

Zudem bleibt die Bahn der breiten Öffentlichkeit vorerst verwehrt. Bis zum Ende der Paralympics am 18. September dürfen nur akkreditierte Personen und Besitzer einer Eintrittskarten und speziellem Fahrausweis (Riocard) diese nutzen. Welche Auswirkungen ein Ausstand bei der U-Bahn auf den Verkehr einer Millionenmetropole haben kann, zeigte ein 24-stündiger Londoner Tube vor knapp einem Jahr. Damals kam es vor allem auf den Routen zu den beiden Großflughäfen Heathrow und Gatwick zu massiven Verspätungen.
 

Weitere Nachrichten über Reisen

Die Altstadt von Zürich
27.03.2020

Schweiz schließt Grenze und verhängt Einreiseverbot

Die Schweiz hat ihre Grenzen für fast alle Ausländer geschlossen. Daneben hat auch Japan dichtgemacht. Mehrere Flughäfen schließen zudem für den Passagierbetrieb.
Palast in Bangkok
26.03.2020

Thailand schließt die Grenzen für Ausländer

Thailand schließt seine Grenzen für Staatsangehörige anderer Länder. Ab dem 26. März sind alle Einreisewege zu Land, zu Wasser und in der Luft für Ausländer dicht.
kanada alberta
25.03.2020

Kanada verlängert Einreisestopp bis Ende Juni

Kanada verlängert die verhängte Einreisesperre bis Ende Juni 2020. Damit dürfen in den kommenden drei Monaten keine Ausländer mehr in das nordamerikanische Land.
Stopp-Schild
24.03.2020

Spanien, Kuba und Hongkong verhängen Einreisestopp

Spanien, Kuba und Hongkong haben ihre Grenzen für Ausländer geschlossen. Personen ohne Aufenthaltsberechtigung dürfen für 14 beziehungsweise 30 Tage nicht mehr einreisen.
Freizeitparks: Achterbahnfahrten sind inklusive - doch Übernachtungen in parkeigenen Hotels sind teuer.
20.03.2020

Freizeitparks in Deutschland verschieben Saisonstart

Veranstaltungen sind abgesagt, soziale Kontakte sollen reduziert werden: Wegen der Corona-Krise sind nun auch die deutschen Freizeitparks gezwungen, ihren Saisonstart zu verschieben.