Supertaifun Krathon wütet auf den Philippinen und bedroht Taiwan

Der Supertaifun „Krathon“ hat auf den Philippinen schwere Schäden verursacht und zieht jetzt Richtung Taiwan. Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 230 Kilometern pro Stunde fegt der Sturm über das Südchinesische Meer. Warnungen vor Sturmfluten und Überschwemmungen gelten für die betroffenen Küstenregionen, zahlreiche Flüge und Fährverbindungen wurden bereits gestrichen.

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Supertaifun "Krathon" nähert sich Taiwan und hat bereits auf den Philippinen schwere Verwüstungen hinterlassen.
Der Supertaifun „Krathon“, der auf den Philippinen „Julian“ genannt wird, hat in dem südostasiatischen Inselstaat zu schweren Überschwemmungen und Erdrutschen geführt. Windböen von bis zu 230 Kilometern pro Stunde deckten Dächer ab, entwurzelten Bäume und beschädigten Gebäude. Viele Einwohnerinnen und Einwohner wurden in Evakuierungszentren untergebracht, da die Gefahr von Sturmfluten entlang der Küste weiterhin besteht.

Warnung vor Sturmfluten und Einschränkungen

Die Wetterdienste warnen vor lebensgefährlichen Sturmfluten in den Küstenregionen der Inselgruppen Batanes und Babuyan. Schulen und Büros in gefährdeten Regionen, wie dem nördlichen Teil von Luzon, wurden vorsorglich geschlossen. Auch der Flugverkehr ist stark beeinträchtigt: Mehr als 90 internationale und nationale Flüge wurden gestrichen, ebenso wie über 140 Fährverbindungen.

Taiwan bereitet sich vor

Prognosen zufolge wird „Krathon“ in den kommenden Tagen auf die Südwestküste Taiwans treffen. Für die Kreise Pingtung, Taitung und die Stadt Kaohsiung gelten bereits Warnungen vor heftigen Regenfällen und starken Winden. Präsident Lai Ching-te forderte die Evakuierung gefährdeter Gebiete und rief die Bevölkerung zu Vorsicht auf.

Quelle: dpa